Buchvorstellung: Eine kurze Geschichte von Gaza

Buchvorstellung zur Gaza-Geschiche: Die britische Historikerin Anne Irfan gibt eine lange Sicht auf den Konflikt und das Gebiet.

09.12.2025 .Redaktion 4 Min. Lesezeit
Buchvorstellung

Foto: Ran Zisovitch/Shutterstock

(The Conversation). Das Buch „A Short History of the Gaza Strip“ der Geschichtswissenschaftlerin Anne Irfan ist eine zeitgemäße Ergänzung zu einer wichtigen Sammlung von Literatur, die sich mit dem Nahostkonflikt aus historischer und kontextueller Sicht befasst. Von Martin Kear

Mit ihrer Erzählung über Gaza schildert die Dozentin am University College London die Geschichte aller Palästinenser von 1948 bis heute – von der „Katastrophe“ der Gründung des Staates Israel, die von ihnen als „Nakba“ bezeichnet wird, bis hin zu jener, die die Bewohner des Gazastreifens im Jahr 2025 heimgesucht hat.

Es ist eine Geschichte von Enteignung, Kolonialismus, Imperialismus, Widerstand, Samud (arabisch für Standhaftigkeit/Trotz), Besatzung, Belagerung, Zerstörung, Tod, Hoffnung, Sinnlosigkeit, ethnischer Säuberung und in jüngerer Zeit angeblichen Völkermord, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Foto: mr hanini, via Wikimedia Commons | Lizenz: GNU Free Documentation License

Obwohl es sich definitionsgemäß um eine kurze Geschichte handelt, besteht einer der wichtigsten Beiträge des Titels darin, dass es den Menschen und insbesondere den Bewohnern des Gazastreifens eine Stimme gibt. Eines der vielen Themen, die sich durch das Buch ziehen, ist die Frage, wie ihnen immer wieder die Handlungsfähigkeit verweigert wird.

Was der einflussreiche Edward Said als „ihre Erlaubnis zu erzählen“ bezeichnet. Als kolonisiertes und marginalisiertes Volk wurde den Palästinensern regelmäßig und bewusst die Möglichkeit verwehrt, ihren Kampf zu definieren und ihre eigenen Geschichten weiterzugeben.

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