Kapital und Gewalt: Alessandro Arduino widmet sich den Kriegen in Afrika

Alessandro Arduino über Krieg und Gewalt. Oft genug jenseits der globalen Aufmerksamkeit finden seit Jahren unzählige bewaffnete Konflikte in Afrika statt.

09.12.2025 Laila Massoudi 3 Min. Lesezeit
gewalt krieg kapital

Foto: EMA French Defence Headquarters

(iz). Ihre Ursachen sind vielfältig: Kampf um politische Macht, Kontrolle strategischer Ressourcen und Anbauflächen, geostrategische Interessen sowie innerstaatliche Streitigkeiten und Widersprüche. Dabei greifen die alten Schwarz-Weiß-Bilder nicht mehr: Zu viele ausländische Akteure, staatliche wie nichtstaatliche, sind hier involviert. Nun beschreibt ein neuer Titel Teilaspekte dieser großen Krise. Von Laila Massoudi

„Money for Mayhem“ von Alessandro Arduino widmet sich einem hochaktuellen Thema: dem Wandel der Kriegsführung im „Globalen Süden“ und speziell in Afrika angesichts des Aufstiegs privater Militärunternehmen, Drohnentechnologie und digitaler Desinformation.

Im ausführlichen Interview mit „The Conversation“ vertiefte Arduino zahlreiche Thesen und liefert prägnante Einblicke in aktuelle Dynamiken jener Konflikte, in denen wirtschaftliche Interessen, technologische Disruption und die schwindende Trennlinie zwischen Krieg und „Business as usual“ eine Einheit bilden.

Der italienische Militärexperte, der u.a. in Großbritannien lehrt, beschreibt und analysiert, wie moderne Technologien und privatwirtschaftliche Akteure die Afrikas Kriege prägen. Längst bestimmen nicht mehr staatliche Armeen das Bild, sondern Netzwerke aus Söldnern, Sicherheitsfirmen und Tech-Innovationen, die Märkte und Kriegsschauplätze gleichermaßen durchdringen.

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