Daten zu zivilen Opfern in Gaza veröffentlicht

Die interne Datenlage des israelischen Militärgeheimdienstes stellt das offizielle Narrativ des Gazakrieges fundamental in Frage.

28.01.2026 Laila Massoudi 4 Min. Lesezeit
daten gaza

Foto: Anas-Mohammed/Shutterstock

(iz). Die interne Datenlage des israelischen Militärgeheimdienstes stellt das offizielle Narrativ des Gazakrieges fundamental in Frage. Nach einer gemeinsamen Recherche von „+972 Magazine“, „Local Call“ und dem „Guardian“ deutet eine geheime Datenbank darauf hin, dass die große Mehrheit der Getöteten ZivilistInnen sind – und nicht Kämpfer der bewaffneten Gruppen.

Damit geraten die seit Monaten von Regierung und Armee wiederholten Behauptungen, man treffe vor allem „Terroristen“, massiv unter Druck. Im Zentrum der Recherche steht eine Datenbank des Militärgeheimdienstes Aman, in der 47.653 angebliche Mitglieder der militärischen Flügel von Hamas und Islamischem Dschihad namentlich erfasst sind.

Diese Personen sind laut Bericht mit Adressen, Funktionen und weiteren Identifikationsmerkmalen hinterlegt, um sie als mögliche Ziele zu markieren. Bis Mai 2025 ging die Armee intern davon aus, rund 8.900 seien im Zuge des Krieges getötet worden – 7.330 „sicher“ und 1.570 „wahrscheinlich“.

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