Debatte: Der „Westen“ ist kein Gegensatz zu „Islam“

Hamid Dabashi ist ein bedeutender iranischer Intellektueller, der hinterfragt, wie Begriffe wie „der Westen" und „der Islam" im gegenwärtigen Denken konstruiert werden.

22.05.2026 .Redaktion 3 Min. Lesezeit
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Foto: CrazyCloud/Adobe Stock

(iz). Im Bereich der Kultursoziologie und der Islamischen Studien zählt er zu den wichtigen muslimischen Intellektuellen unserer Zeit. Sein jüngstes Werk, das unter dem türkischen Titel İki Yanılsamanın Sonu: Batı'dan Sonra İslam erschienen ist, verdient eine eingehende Betrachtung. Von Dr. Muhammed Mustafa Yüksel

Die Sprache globaler Debatten kreist seit Langem um zwei Begriffe: „der Westen“ und „der Islam“. Häufig werden sie verwendet, als stünden sie für zwei monolithische Zivilisationen, die einander entgegengesetzt sind und sich im Laufe der Geschichte stets bekämpft hätten.

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Foto: Denys Radyi, Adobe Stock

Hamid Dabashi jedoch stellt genau dieses Muster auf den Prüfstand. Für ihn sind „der Westen“ und „der Islam" Identitäten, die in der Moderne aus bestimmten politischen und ideologischen Bedürfnissen heraus verfestigt wurden.

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