Diskriminierungserfahrungen an Berliner Schulen: Religionsausübung geringes Problem

(iz). Die Berliner Anlaufstelle für Diskriminierungsschutz an Schulen (ADAS) hat zwischen September 2019 und August 2021 eine quantitative Studie zu den Erfahrungen von muslimischen Schüler*innen an Berliner Schulen durchgeführt. Anlass waren die regelmäßigen Beratungsbedarfe der Anlaufstelle aufgrund von religions- bzw. islambezogenen Diskriminierungsfällen an Schulen sowie die Ergebnisse einer juristischen Recherche von Joshua Moir zu religionsbeschränkenden […]

16.03.2022 .Redaktion 4 Min. Lesezeit

Foto: imago, anamel

(iz). Die Berliner Anlaufstelle für Diskriminierungsschutz an Schulen (ADAS) hat zwischen September 2019 und August 2021 eine quantitative Studie zu den Erfahrungen von muslimischen Schüler*innen an Berliner Schulen durchgeführt. Anlass waren die regelmäßigen Beratungsbedarfe der Anlaufstelle aufgrund von religions- bzw. islambezogenen Diskriminierungsfällen an Schulen sowie die Ergebnisse einer juristischen Recherche von Joshua Moir zu religionsbeschränkenden Regelungen in Hausordnungen und durch einzelne Anweisungen von Lehrkräften.

Ziel der Studie war es herauszufinden, welche Erfahrungen muslimische Schüler*innen im Umgang mit ihrer islamischen Identität im Hinblick auf Diskriminierung machen müssen. Die Studie haben wir als Grundlage genutzt, um Berliner Schüler*innen über ihre Lebensrealität in der Schule bezüglich Ausgrenzungserfahrungen zu befragen.

Die befragten Schüler*innen besuchen die 11. und 12. Klasse, kommen aus einem migrantisch-muslimischen Haushalt und sind zwischen 17 und 18 Jahren alt. Hasan K. spricht Urdu, Sarah B. und Hannah A. Albanisch, Tuba F., Esma R. und Ahmet F. Türkisch und Noura E. spricht Kurdisch. Auf die Frage angesprochen, ob sie in der Schule aufgrund ihrer Religion und/oder Herkunft stereotyp behandelt wurden, antworten 5 von 7 Personen mit Nein. Die anderen beiden hätten sich schon einmal in solch einer Situation befunden.

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