Frankreich: Muslime vermehrt im Visier von Hass

Antimuslimische Vorfälle haben in Frankreich 2025 einen drastischen Sprung gemacht.

22.03.2026 .Redaktion 3 Min. Lesezeit
frankreich

Gebet im Vorhof der Großen Moschee von Paris. (Foto: godongphoto/Shutterstock)

(iz). Nach Angaben des Innenministeriums stieg die Zahl der registrierten Taten gegen Muslime um 88 % auf 326 Fälle und damit auf 13 % aller knapp 2.500 antireligiösen Delikte.

Während die Gesamtzahl solcher Angriffe im Vergleich zum Vorjahr nahezu gleich blieb, markiert der Anstieg bei ihnen den stärksten Zuwachs unter allen Religionsgemeinschaften.

Den Löwenanteil der antireligiösen Vorfälle machen weiterhin antisemitische Taten aus: 1.320 Fälle, 53 % der registrierten Attacken, wurden 2025 gegen Juden verübt, wenngleich dies einem Rückgang von 16 % gegenüber 2024 entspricht. Antichristliche Taten legten hingegen um 9 % zu und erreichten 843 Fälle, was 34 % der Gesamtzahl entspricht.

Das Innenministerium betont, es handele sich um angezeigte Akte – von Beschimpfungen über Sachbeschädigungen bis zu körperlichen Übergriffen –, die eher Trends als ein vollständiges Bild abbilden.

Menschenrechtsorganisationen sehen in den Zahlen Teil eines breiteren Klimas aus Rassismus, Islamfeindlichkeit und gesellschaftlicher Polarisierung.

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