Gedanken über das Erdbeben

1755 ereignete sich ein Erdbeben in Lissabon, das nicht wenige Menschen in Europa dazu veranlasste an Gottes Barmherzigkeit zu zweifeln.

12.03.2023 Ahmet Aydin 9 Min. Lesezeit
Erdbeben Türkei Opfer

Foto: Mohammed Bash | Shutterstock

(iz). 1755 ereignete sich ein Erdbeben in Lissabon, das nicht wenige Menschen in Europa dazu veranlasste an Gottes Barmherzigkeit zu zweifeln. Die höchste Spitze findet sich wohl bei Voltaire, der davon überzeugt war, dass die Geschehnisse auf der Welt Gott völlig gleichgültig seien. Auch Goethe wurde als Kind vom Erdbeben in Lissabon erschüttert und fragte sich, wie solch ein schreckliches Ereignis in Einklang zu bringen sei mit Gott. Theodizee nennt sich diese Problematik unter Christen.

In meiner Rolle als Muslim habe ich mir die Frage nach Barmherzigkeit Gottes nie gestellt, weil ich als Muslim glaube, dass er definitiv immer barmherzig ist. Die Frage der Theodizee deutet auf einen der größten Unterschiede zwischen Christen und Muslimen. Christen rühmten mir ihre Vorstellung von Gott mehr als einmal als die barmherzigere. 

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