Saskia Shamat bespricht eine lyrische Reise nach Java von Azizah Seise.
(iz). Jüngst wurde der Büchermarkt durch die Herausgabe eines illustrierten Gedichtbandes im Astrolab Verlag in Düsseldorf bereichert. Von Saskia Shamat
Die Autorin versteht es ganz banale, alltägliche Erlebnisse, wie das Beobachten des Mondes, zu etwas Besonderem zu erheben. Fast personifiziert sie den Mond in einem ihrer Gedichte, als wäre er ein guter Freund, der uns hier und da eben mal durchs Fenster anschaut… Und auch wenn wir den besonderen Mond auf Java selbst nicht sehen können, so scheint er uns allen doch ins Menschenherz.
Gedichte: Ein Herz spricht
Aus den Gedichten Seises spricht ein reines, universell gebildetes Herz, welches vor Demut und Freude sein Umfeld beobachtet und genießt, es ästhetisch zu erfassen sucht und im Universum seinen Schöpfer sieht.
Selbst das einfache genießen eines Kaffeegetränks wird zum Sinnbild des Gottessuchenden. Kaffee weißen und Kaffee süßen: Das Alltägliche wird mit Eigenschaften verglichen und so auf eine ganz neue und höhere Stufe der Bedeutung erhoben.
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