GIZ-Chef: Entwicklungshilfe bleibt wichtig
Globale Krisen, weniger Geld für Entwicklungshilfe, mehr Druck – und die USA ziehen sich zurück: Schäfer-Gümbel erklärt, was jetzt besonders gefragt ist.
1.02.2026 .Redaktion 3 Min. Lesezeit
Foto: Dr. Frank Gaeth/Wikimedia Commons | Lizenz: CC BY-SA 4.0
(KNA). Angesichts globaler Krisen und wachsender geopolitischer Spannungen warnt die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) vor einem Rückzug Europas aus der Entwicklungszusammenarbeit. In einem Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) beschreibt Vorstandssprecher Thorsten Schäfer-Gümbel (56) die Folgen sinkender Mittel, die Rolle neuer Akteure – und beschreibt, warum auch die Kirchen stärker gefragt sind. Von Marion Trimborn
Frage: Herr Schäfer-Gümbel, die Großmächte USA, China und Russland gehen mit einer aggressiven Außenpolitik in der Welt vor und halten sich nicht mehr an die internationale Ordnung. Der Wille zur Zusammenarbeit schwindet. Wie spüren Sie als GIZ das?
Thorsten Schäfer-Gümbel: Das merken wir im Austausch mit unseren Partnern. Spannungen und Unsicherheiten nehmen zu, etwa durch Veränderungen in der US-Außenpolitik. Entwicklungspolitik spielt dort faktisch keine Rolle mehr. Das wirkt sich auf die wirtschaftliche Entwicklung in Partnerländern aus. Europa kann diese Lücken nicht vollständig schließen.
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