Heilige Nacht: Meine frühkindlichen Begegnungen mit Gott

Heilige Nacht: Der Autor Peter Schütt erinnert sich an seine frühkindliche Begegnung mit Gott.

14.03.2026 Peter Schütt 12 Min. Lesezeit
Heilige Nacht

Foto: UK Government | Lizenz: public domain

(iz). Religion war bei uns zuhaus eher Fehlanzeige. Mein Vater, ausgebildet an der Präparandenanstalt in Stade zum Grundschullehrer an einklassigen Dorfschulen, trug zwar auch in der Nazizeit pflichtschuldig seine biblischen Geschichten vor, aber zuhause ließ er keinen Zweifel daran, dass er selbst nicht daran glaubte. 

Meine Mutter brachte zwar hin und wieder mit dem Ruf „Gott, o Gott“ ihr Entsetzen zum Ausdruck, aber dabei blieb es vorerst. Sie hat erst viel später das Beten gelernt. Voller Inbrunst und mit Segenskraft.

Meine erste frühkindliche Erinnerung geht zurück auf meinen fünften Geburtstag vierzehn Tage vor Weihachten. Vom Kellerfenster aus schauten wir gebannt auf das Treiben auf der Hauptstraße. Dort zogen auf Planwagen die Flüchtlingstrecks aus Ostpreußen vorbei.

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