Am Horn von Afrika. Ägypten und Äthiopien konkurrieren um Einfluss

Ägypten verstärkt sein Engagement am kriegsgeplagten Horn von Afrika, indem es Somalia bewaffnet und Einheiten entsendet hat.

31.10.2024 .Redaktion 3 Min. Lesezeit
afrika

Foto: Kanel Bulle, Shutterstock

(The Conversation). Sein äthiopischer Rivale ist zunehmend beunruhigt, dass Kairo der multinationalen Truppe zur Unterstützung der somalischen Armee gegen die Al-Shabaab-Miliz beitreten will. Ägyptens Präsenz in der Region wird als Folge des Hafenabkommens Äthiopiens mit dem abtrünnigen Somaliland angesehen, das Somalia als direkten Affront empfand. Von Endalcachew Bayeh

Regionale Konkurrenz am Horn von Afrika

Addis Abebas Ankunft am Horn von Afrika lässt sich auf das äthiopische Bestreben zurückführen, einen eigenen Hafen unter seiner Kontrolle zu erhalten. Äthiopien ist der Binnenstaat mit der größten Bevölkerung weltweit und ist seit dem Ausbruch des Krieges zwischen Äthiopien und Eritrea (1998–2000) exklusiv auf den Hafen von Dschibuti angewiesen.

Es hat alternative Zugangspunkte ausgelotet. Dies führte am 1. Januar 2024 zu einem Hafenabkommen mit Somaliland. Addis Abeba erklärte sich bereit, die abtrünnige Republik im Austausch für einen Marinestützpunkt anzuerkennen. Die Ankündigung führte zu einem diplomatischen Zerwürfnis mit Somalia, welches das Abkommen als Verletzung seiner Souveränität ansah. Es sieht das selbsternannte Somaliland weiterhin als Teil seines Staatsgebiets.

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