Kommentar: Muslime müssen auf die Zeichen der Zeit hören

Was hat die Erkenntnis der Zeichen unserer Zeit und Umstände mit Sadaqa zu tun?

14.03.2025 Sulaiman Wilms 3 Min. Lesezeit

Foto: Freepik.com

(iz). Ein faszinierender Aspekt der arabischen Sprache ist, dass sich aus den Wurzeln einzelner Worte profunde und teils vielfältige Bedeutungen ableiten lassen. Ein wunderbares Beispiel dafür ist der Begriff „Sadaqa“. In unserem alltäglichen und manchmal nur halbbewussten Sprachgebrauch haben wir es uns angewöhnt, diesen Begriff mit quasi-christlichen Konzepten wie „Spende“, „milde Gabe“ oder „Wohltätigkeit“ zu übersetzen.

Viel spannender ist das Ergebnis, wenn wir auf seine Wurzel schauen. Es leitet sich von „Sidq“ ab. Dies lässt sich u.a. durch „Wahrhaftigkeit“ oder „Aufrichtigkeit“ umschreiben. Der Prophetengefährte Abu Bakr erhielt den Beinamen As-Sidiq, weil er ohne zu zögern, die Wahrheit der prophetischen Nacht- und Himmelsreise bestätigte, während viele Mekkaner sie als Lüge abtaten.

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