Verunsicherung in Murcia: Muslime in Südspanien

Es brodelt im Süden Spaniens: Dort kippt die Stimmung in der Bevölkerung. Ein kontroverser Stadtratsbeschluss heizt das Klima zusätzlich an.

9.09.2025 .Redaktion 3 Min. Lesezeit
spanien

Foto: Craig Taylor Photo/Adobe Stock

(KNA/iz). Die muslimische Gemeinde in der südspanischen Region Murcia ist verunsichert. Vor Kurzem sorgten migrantenfeindliche Unruhen in der Gemeinde Torre-Pacheco für Schlagzeilen und mehrere Festnahmen. Von Manuel Meyer

Auslöser war die Meldung, wonach drei marokkanische Jugendliche zuvor in der Ortschaft einen spanischen Rentner brutal zusammengeschlagen haben sollen.

Nun fühlen sich Muslime in der Region regelrecht verfolgt – auch politisch. In Jumilla, nur knapp eine Autostunde von Torre-Pacheco entfernt, beschloss der Stadtrat, der islamischen Ortsgemeinde nicht mehr die Sporthalle für das Fest des Fastenbrechens zur Verfügung zu stellen.

Seit Jahren begehen dort die meist marokkanischen Muslime, die in erheblicher Zahl auf den Gemüseplantagen arbeiten, das Ende des Fastenmonats Ramadan. „Heute haben sie uns einen Ort zum Beten genommen. Was sie uns morgen nehmen werden, wissen wir noch nicht“, zitiert die Zeitung „El País“ einen Betroffenen.

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