Muttersprache ist ein emotionales Thema
„Ich verneine dabei nicht, dass das Erlernen der Landessprache, hier Deutsch, für Kinder und Eltern eine Selbstverständlichkeit sein sollte.“ Berlin (iz). Das Thema Spracherziehung ist ein immer wiederkehrendes, emotional aufgeladenes und umstrittenes Thema in der deutschen Gesellschaft. Obwohl von Wissenschaftlern aus verschiedenen Disziplinen immer wieder betont, wie gut und vorteilhaft es ist mehrsprachig aufzuwachsen, wird […]
06.03.2021 Azizah Seise 4 Min. Lesezeit
Foto: Art_Photo, Adobe Stock
„Ich verneine dabei nicht, dass das Erlernen der Landessprache, hier Deutsch, für Kinder und Eltern eine Selbstverständlichkeit sein sollte.“
Berlin (iz). Das Thema Spracherziehung ist ein immer wiederkehrendes, emotional aufgeladenes und umstrittenes Thema in der deutschen Gesellschaft. Obwohl von Wissenschaftlern aus verschiedenen Disziplinen immer wieder betont, wie gut und vorteilhaft es ist mehrsprachig aufzuwachsen, wird Familien mit sogenannten Migrationshintergrund gerne vorgeworfen, sie würden zuhause mit ihren Kindern nicht Deutsch sprechen und das würde sich negativ auf die Integration der Kinder in Kindertagesstätten und Schulen auswirken.
Häufig wird auch das Erhalten der ursprünglichen Muttersprache im familiären Umfeld als Hinweis gesehen, dass Menschen nicht bereit sind sich zu integrieren. Dies führe dazu, dass sie in einer Parallelgesellschaft lebten. Die Liste der Argumentationspunkte für das Sprechen der deutschen Sprache ist lang. Ohne eine Wertung zu dieser unendlich scheinenden Diskussion zu geben, möchte ich an dieser Stelle meine persönliche Erfahrung als „Auf-Zeit-Migrantin“ teilen und dabei einen Fokus auf den Kampf um die Erhaltung meiner Muttersprache, Deutsch, in dem Bewusstsein und der alltäglichen Praxis meiner Kindern. Ich verneine dabei nicht, dass das Erlernen der Landessprache, hier Deutsch, für Kinder und Eltern eine Selbstverständlichkeit sein sollte.
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