Jahrtausendelang war Maskat näher an Indien, Persien und Ostafrika als am arabischen Binnenland. Und es waren diese Verbindungen, die es am Leben hielten.
Im Suq der Stadt mischen sich Arabisch, Balutschi, Urdu, Hindi und Malayalam ungehindert neben einer Vielzahl von Früchten und Blumen wie Tamarinde, indische Mandel, Litschi, Kaki und Hibiskus vom indischen Subkontinent, aus Ostasien und vom Persischen Golf. Kleiderläden zeigen zwischen den neuesten Bollywood-Styles verschnörkelte und farbenfrohe Designs aus Belutschistan und Tansania.
Arabischsprachige Männer in langen, weißen Gewändern und bunten ostafrikanischen Kumma-Mützen spazieren an der Strandpromenade entlang, wo eine Sprache gesprochen wird, die nirgendwo sonst auf der Erde zu finden ist und Sindhi, Persisch und Arabisch vereint.
Aufgrund der jahrhundertelangen omanischen Seefahrt, des Imperiums und des Handels ist Maskat heute eine spektakulär vielfältige Hafenstadt. Sie lässt sich eher von den Meeren im Osten, Norden und Süden inspirieren als von den kargen Ebenen und dürren Bergen der Arabischen Halbinsel im Westen. Oman ist ein Kaleidoskop der Welten des Indischen Ozeans – verbunden mit Sindh, Sansibar, Belutschistan, dem Iran und Jemen ebenso wie mit der arabischen Welt. Das Land scheut sich nicht, dies zuzugeben.