(iz). Spätestens seit Donald Trump vor einem Jahr Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt hat, gilt die Zweistaatenlösung als tot. Währenddessen geht der israelische Siedlungsbau im Westjordanland weiter, während andererseits im Wochentakt Raketen aus dem Gazastreifen auf israelische Zivilisten abgefeuert werden. Gibt es noch Hoffnung für eine friedliche Lösung des Nahostkonflikts? Ja, sagt Omri Boehm, und […]
(iz). Spätestens seit Donald Trump vor einem Jahr Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt hat, gilt die Zweistaatenlösung als tot. Währenddessen geht der israelische Siedlungsbau im Westjordanland weiter, während andererseits im Wochentakt Raketen aus dem Gazastreifen auf israelische Zivilisten abgefeuert werden.
Gibt es noch Hoffnung für eine friedliche Lösung des Nahostkonflikts? Ja, sagt Omri Boehm, und zwar in einer binationalen Föderation mit Gleichberechtigung von Israelis und Palästinensern.
In seiner Danksagung am Schluss verrät Omri Boehm, dass er zu diesem Buch von Jack Miles ermutigt worden sei. Und das verrät einiges: denn der Religionswissenschaftler Jack Miles ist nicht nur einer der brillantesten Kenner der drei monotheistischen Religionen, sondern auch ein enthusiastischer Befürwortereiner Annäherung, ja: Synthese von Judentum, Christentum und Islam (siehe auch die Rezension seines Buches Gott im ÂKoran in der IZ, Ausgabe Oktober 2019: https://www.islamische-zeitung.de/planet-und-sphaere/)
Mit dem gleichen Enthusiasmus plädiert der junge israelische Intellektuelle Boehm für seine Herzensidee: eine binationale Föderation von Israel und Palästina anstelle der Zweistaatenlösung, die in seinen Augen gescheitert ist. Nicht nur in seinen Augen, muss man sagen, denn tatsächlich ist der Nahostkonflikt in den vergangenen zwanzig Jahren seit der ÂIntifada des Jahres 2000 noch erbitterter geworden.
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