Der Beauftragte der Bundesregierung für Religions- und Weltanschauungsfreiheit, Thomas Rachel, dringt auf eine deutlich stärkere Berücksichtigung religiöser Faktoren in der Außenpolitik.
Foto: Guido Barth/Wikimedia Commons | Lizenz: <a href=https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>CC BY-SA 4.0</a>
(iz). Der CDU-Politiker betont, dass sie für schätzungsweise vier Fünftel der Weltbevölkerung ein zentraler Bestandteil der Identität sei. Wer internationale Konflikte, soziale Spannungen oder Transformationsprozesse verstehen wolle, komme deshalb an ihren Akteuren, Institutionen und Diskursen nicht vorbei.Â
Sie prägen das Selbstverständnis, den Wertehaushalt und die politische Mobilisierungskraft ganzer Gesellschaften und dürfen außenpolitisch nicht länger als Randthema behandelt werden.
Rachel, der den Posten seit einem Jahr innehat und inzwischen dem Auswärtigen Amt zugeordnet ist, sieht darin eine Korrektur gegenüber der vorangegangenen Legislaturperiode. Die Bundesregierung messe der Religionsfreiheit wieder mehr Gewicht zu.
Das sei nicht nur menschenrechtlich geboten, sondern auch im Eigeninteresse deutscher Außenpolitik: Wo religiöse Minoritäten verfolgt werden, drohten Instabilität, Abwanderung und langfristige Konfliktlinien, die ganze Regionen prägen können.
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