Krimtataren: Was zeichnet ihre islamische Perspektive aus?

Krimtataren: Wie hat sich ihre religiöse Identität unter den schwierigen historischen Umständen des 20. und 21. gebildet?

08.09.2023 Mykhaylo Yakubovych 9 Min. Lesezeit
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Foto: Tataria Online

(iz). In einer Online-Diskussion über das Zusammenleben von Ukrainern und Krimtataren stellte eine krimtatarische Aktivistin eine bemerkenswerte These auf: Das Volk dürfe nicht durch die Brille der Religion gesehen werden. Ursprünglich seien sie Heiden gewesen (wie fast alle Nachbarvölker im Frühmittelalter), später Christen und erst dann Muslime.

Foto: Dorotheum.com, via Wikimedia Commons | Lizenz: Public Domain

Krimtataren: Woher kommt ihr Selbstverständnis?

Aus der Sicht der historischen Religionswissenschaft erscheint diese Auffassung umstritten. Die massenhafte Annahme des Islam erfolgte vor dem Hintergrund des Volksglaubens und nicht des Christentums. Offensichtlich wollte die Referentin darauf hinweisen, dass die Ethnogenese der Krimtataren weniger von den Türken als von Griechen, Genuesen und anderen Bewohnern der Krim beeinflusst wurde.

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