Über die lebenswichtige Natur der Hadsch

„Konzentriert euch stattdessen darauf, wo ihr seid, warum ihr dort seid und wen ihr baucht. Es zählt nichts anderes.“
(iz). Allah sagt in Seinem Noblen Buch: „Und rufe unter den Menschen die Pilgerfahrt aus, so werden sie zu dir kommen zu Fuß und auf vielen hageren (Reittieren), die aus jedem tiefen Passweg daherkommen, damit sie (allerlei) Nutzen für sich erfahren und den Namen Allahs an wohlbekannten Tagen über den aussprechen, womit Er sie an den Vierfüßlern unter dem Vieh versorgt hat. Esst (selbst) davon und gebt dem Elenden, dem Armen zu essen.“ (Al-Hadsch, 27-28)
Nach Ansicht einiger Qur’ankommentatoren richteten sich diese Wort an den Propheten Ibrahim und nach Meinung anderer an den letzten Gesandten, Muhammad, möge Allah ihnen beiden Frieden geben. In beiden Fällen gelten sie für uns. Imam Al-Qurtubi schrieb in seinem Tafsir, dass Ibrahim auf den Gipfel des Berges Abu Qais stieg und ausrief: „Menschheit, Allah hat euch die Pilgerfahrt zu diesem Haus befohlen, sodass Er euch mit dem Garten belohnen und vor der Strafe des Feuers beschützen kann. Also macht die Pilgerfahrt dahin.“
Die Hadsch ist fester Bestandteil unserer DNS; sie ist Teil von unserem Lebensmuster als menschliche Wesen. Ein Teil, den wir an einem bestimmten Zeitpunkt unserer Existenz froh bestätigt haben. Die Pilgerfahrt ist – und wird es immer sein – ein stets gegenwärtiger Teil dieser Welt, seit sie in die Existenz kam. Denn das Haus Allahs war die erste Struktur, die jemals errichtet wurde. Allah sagte: „Das erste (Gottes)haus, das für die Menschen gegründet wurde, ist wahrlich dasjenige in Bakka, als ein gesegnetes (Haus) und eine Rechtleitung für die Weltenbewohner.“ (Al-i-‘Imran, 96)
In seinem Tafsir dieser Worte sagte Imam Mudschahid: „Allah erschuf den Ort, an dem dieses Haus liegt, 2.000 Jahre, bevor Er irgendetwas anderes auf der Erde schuf.“ Und dann brachte Er Adam auf die Erde. Und Adam sowie die Propheten nach ihm kamen alle nach Mekka, um Tawaf (arab. für Umkreisung der Kaaba).
Das ist Teil unserer menschlichen Veranlagung wie so vieles anderes, das Teil unserer Fitra und unserer Lebensmuster ist, die von der Mehrheit der Menschheit vergessen oder verleugnet wird. Und nur diese Umma – die den Ruf des Gesandten Allahs erhört hat – erinnert sich.
Nehmen wir die zweite Interpretation an, wonach der in dem Vers Angesprochene unser Prophet ist, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, dann sind diese Worte eine Anweisung an ihn, uns zu sagen, dass die Hadsch eine Verpflichtung ist. Er sagte: „Islam beruht auf fünf Dingen: Die Bezeugung, dass es keinen Gott gibt außer Allah, und dass Muhammad der Gesandte Allahs ist, die Einrichtung des Gebets, die Bezahlung der Zakat, das Fasten im Ramadan und die Hadsch zum Heiligen Haus von Allah.“
Die Hadsch ist eine der Säulen von Allahs Din – auf individueller Ebene wie auf gemeinschaftlicher. Es handelt sich hier nicht um ein zusätzliches Extra. Sie ist ein wesentlicher Bestandteil – wie Gebet, Fasten oder Zakat. Und wie diese auch gilt sie für jeden geistig gesunden, erwachsenen Muslim – Männer und Frauen. Ihnen allen ist befohlen, die Reise zum Hause Allahs während der Zeit der Hadsch zu machen. Und zwar mindestens einmal in ihrem Leben, wenn sie Fähigkeit dazu haben.
Allah sagt in Seinem Edlen Buch: „Und Allah steht es den Menschen gegenüber zu, dass sie die Pilgerfahrt zum Hause unternehmen – (diejenigen,) die dazu die Möglichkeit haben.“ (Al-i-‘Imran, 97) Die Bedingung der Fähigkeit gilt für alle fünf Säulen des Islam. Mann muss die Schahada nur sagen, wenn man die Fähigkeit zu sprechen hat. Man muss die Niederwerfung, das Stehen und die Verbeugung im Gebet machen, wenn man körperlich dazu in der Lage ist, ohne sich körperlichen Schaden zuzufügen. Und man muss die Zakat nur in dem Fall bezahlen, wenn der eigene Besitz ein Niveau eines überzähligen Niveaus übersteigt, sodass der Nisab (die Mindestmenge) während eines Jahres erreicht wurde.
Aber Allah spricht über diese Bedingung in besonderem Zusammenhang mit der Hadsch, denn sie ist mit weit größeren Schwierigkeiten verbunden als die anderen Pfeiler des Islams. Die Reise ist lang und oft beschwerlich, die finanziellen Auslagen beträchtlich. Das gilt insbesondere für die heutige Zeit, in der viele von der Hand in den Mund leben. In der Vergangenheit trennten sich die Leute für rund ein Jahr von ihren Familien und Freunden. Sie reisten übers Land und über das Meer, widerstanden den Elementen und den Gefahren von Räubern. Die Leute stellten sicher, dass ihre Angelegenheiten vollkommen in Ordnung gebracht wurden, weil sie wussten, dass nicht zurückkommen könnten.
Heute ist die physische Seite der Reise viel leichter geworden. Dafür macht ihre finanzielle sie für viele unerreichbar. Die mit der Hadsch verbundenen Kosten sind vielfach unerschwinglich. Auch die begrenzte Verfügbarkeit von Visa für die Reise hat es vielen unmöglich gemacht, nach Mekka zu pilgern. Wer sich in dieser Lage befindet, muss nicht verzweifeln. In dem Fall hat man nicht eine Säule des Islam ausgelassen, da diese nicht die Bedingung erfüllt hat, für die entsprechenden Personen verpflichtend zu werden. Ihr Din ist nicht fehlerhaft.
Der Hadsch wird nur für den Fall zur Pflicht, wenn alle drei Aspekte der Fähigkeit eintreffen:
– Dass man körperlich fähig und stark genug ist, um die Reise zu unternehmen. Ist man hoffnungslos krank oder schwach, muss man nicht gehen, selbst wenn es sich dabei um die letzte Chance handelt.
– Dass man finanziell in der Lage zu Hadsch ist, auf der Reise überleben kann und zurückkehren kann, ohne sich verschuldet zu haben. Hierzu gehört auch, dass die abhängigen Personen wie Ehepartner, Eltern oder Kinder während der Abwesenheit mit ausreichend Mitteln versorgt sein müssen. Reichen die eigenen Finanzen nicht, muss niemand gehen. Eigentlich wäre es in dem Fall sogar verwerflich, die Hadsch zu unternehmen.
Dann braucht man das Visum für die Hadsch. Diese Bedingung ist keine, die sich in den Rechtsbüchern finden lässt. Sie ist aber ein Teil der existenziellen Realität der Welt, in der wir leben. Ohne Visa – ungeachtet der eigenen Finanzmittel oder körperlichen Stärke – wird man die Grenze nicht überschreiten können. Wer ein solches Visum beantragt hat und zurückgewiesen wird, erfüllt eine Bedingung für die Befähigung zur Hadsch nicht und ist deshalb nicht an seiner Pflicht gescheitert.
Frauen müssen wissen, dass die saudischen Behörden sie ohne Mahram – das heißt, ohne engen männlichen Verwandten – nicht ins Land einreisen lassen. Sie sagen, dass sei Teil des Fiqh, aber in Wirklichkeit ist es Puritanismus und Übereifer auf ihrer Seite und unfair für einen großen Teil der muslimischen Gemeinschaft.
Als ein vergleichbares Urteil in Gegenwart von Aischa, möge Allah mit ihr zufrieden sein, abgegeben wurde, wies sie es umgehen mit den Worten zurück: „Nicht alle Frauen haben einen Mahram!“ Mit anderen Worten, niemand sollte an der Erfüllung eine der größten Säulen Dins gehindert werden, nur weil ein bestimmter Typ von Verwandten fehlt. Das schafft einfach nur Hindernisse, wo es früher keine gab. Das war auch die Position von Malik. Allerdings legte er fest, dass sie in einer Gruppe reisen sollten, anstatt alleine zu sein. Er begründete das mit dem Beispiel der großen Prophetengefährten und den Worten des Gesandten Allahs.
Soweit es das Vorbild der Sahaba betraf, erteilte Umar den Prophetengattinnen die Erlaubnis, in Begleitung von ‘Uthman und ‘Abdarrahman auf die Hadsch zu gehen. Keiner dieser Männer war mit ihnen verwandt. Und der Prophet sagt zu Adi ibn Hatim: „Wenn ihr lange genug lebt, werdet ihr Frauen sehen, die in ihren Haudas [überdachte Kabinen für Reisekamele] ohne Ehemänner reisen. Sie kommen den weiten Weg von Al-Hira im Irak, um Tawaf um die Kaaba zu machen und fürchten nichts als Allah.“
Mit anderen Worten, der Grund, warum Frauen mit ihren Ehemännern oder Mahrams reisten, war ein Mangel an Sicherheit. Als aber die Straßen gesichert waren, gab es dafür keinen Bedarf mehr. Das ist das Recht, aber unglücklicherweise ist hier den Saudis Folge zu leisten, weil sie die Haramain kontrollieren. Jede Frau, die gehen möchte, sollte sich dessen bewusst sein und entsprechende Vorkehrungen treffen.
Wer zu jenen gehört, die die Fähigkeit haben und alle der erwähnten Bedingungen erfüllen, sollte auf keinen Fall zögern. Denn die Hadsch ist, wie der größte Gelehrte Medinas sagte, „eine Verpflichtung, die sofort fällig wird, sobald alle Bedingungen erfüllt sind“.
Der Gesandte Allahs sagte, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben: „Beeilt euch, die Hadsch zu machen, denn ihr werdet niemals wissen, was euch geschieht.“ Das heißt, was einen womöglich in der Zukunft daran hindern könnte. Wenn man diese Gelegenheit von Allah zurückweist, öffnet man die Tür für Kufr und den Zorn Allahs. Denn Abu Umama überlieferte die Worte des Propheten: „Wer nicht durch Krankheit, offenkundige Not oder einen tyrannischen Herrscher gehindert wird, und an der Verrichtung der Hadsch scheitert, kann genauso gut als ein Jude oder ein Christ sterben.“
Das ist eine ziemlich heftige Warnung. Also sollten wir die kleinen Sorgen dieser Welt nicht auf unserem Weg zur Hadsch stehen lassen. Wir sollten sie zur Seite schieben und zum Hause Allahs eilen.
Stellt euch vollkommen in Dienst Allahs und ihr werdet Erfolg haben. Folgt in den Spuren des Gesandten Allahs und seiner Gefährten sowie all jener, die sie nachahmten. Geht, wohin sie gingen. Ahmt sie in Handlung und Sprache nach.
Man sollte nur Gutes und nichts Schlechtes sehen; egal, mit was man konfrontiert wird. Das Schlechte führt dazu, dass man nichts von seiner Hadsch hat. Es zehrt alle Zeit und Energie auf und der eigene Zustand wird zu einem der Missbilligung: wegen dem Verhalten der Wachen, dem Vordringen hässlicher Hochhäuser in Richtung Haram, die Geschiebe und Gedränge und der Vormacht von Leuten, die mit ihrem Handy Selfies bei ihrem Tawaf um das Haus Allahs machen. Ignoriert sie und lasst euch davon nicht beeindrucken. Konzentriert euch stattdessen darauf, wo ihr seid, warum ihr dort seid und wen ihr baucht. Es zählt nichts anderes.

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Wie sollten Muslime auf anhaltende Tragödien antworten?

(OnIslam.net). Es war ein harter Sommer. Während die Leute in aller Welt versuchten – soweit es ihnen, während des langen und heißen Ramadan, möglich war – zu fasten und ihre […]

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Geschichten und Geschichte. Notizen aus der Welt der Sprache

„Sprache ist nicht nur Mittel zum Zweck der Kommunikation. Sie ist eine Möglichkeit, die Welt zu erlernen. Sie sich zu eigen zu machen; nicht in einem rohen und barbarischen Akt […]

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Destruktiver Zorn und was sich gegen ihn tun lässt

(iz). Es gibt mehr als 40 Ahadith [Berichte über Aussagen oder Handlungen des Propheten], in denen von Zorn die Rede ist. Er ist eine Eigenschaft, die der Prophet, Allahs Heil und Segen auf ihm, verboten hat, dass wir sie als Eigenschaft haben. In der letzten Khutba hörten wir eine Aussage über den Starken; dass der wirklich Starke der ist, der seinen Zorn beherrscht und nicht einer, der stark im Kampf ist. Der Kämpfer ist physisch stark und bezwingt seinen Gegenüber im Kampf oder im Wettstreit. Wenn man aber sich selbst beherrscht, das heißt, bezwingt, dann ist man innerlich stark, in seinem Batin. Und das ist das wichtigste.

Wann gilt es solche Geduld zu üben? In einer Hadis heißt es: „Geduld gilt es im Augenblick des ‚ersten Schlags‘ zu haben.“ Wenn jemanden eine schlechte Nachricht erreicht, gewöhnt er sich nach einer Weile an diesen Umstand, passt sich an und akzeptiert die Lage. Der Mumin aber tut dies bereits im Augenblick, da ihn die Nachricht erreicht, und nicht erst später, denn „Geduld gilt es im Augenblick des ‚ersten Schlags’“ zu haben.

Es gibt eine Eigenschaft, die, wenn man sie sich aneignet, dem Propheten gleicht. Das ist eine Eigenschaft, die unter den Charaktereigenschaften den Rang ihres Oberhauptes, ihres Sayyid hat. Diese Eigenschaft ist Hilm, Milde. Der Gesandte Allahs, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, sagte: „Der Halim, der Milde, ist beinah ein Prophet.“ Und er sagte: „Hilm, die Milde, ist der Sayyid der Eigenschaften.“ Wenn man mild und dem Zorn fern ist, denkt man ruhiger, entscheidet korrekter, bezieht eine ausgeglichene und eine gerechte Position, irrt nicht ab, ist nicht ungerecht, übertreibt nicht, missbraucht nichts und niemanden. Wenn man jemanden straft, dann überlegt. Und wenn man jemandem eine Gegenleistung erbringt, ist es überlegt, und wenn man lobt oder kritisiert, geschieht es auch überlegt.

Wenn man aber die Kontrolle verliert und die Nafs die Überhand nimmt, dann kann alles was man tut, zu einem schlechten Ende führen. Wenn man zornig ist, verwandelt man sich in einen Anderen, und hält sich an keine Denkregel, hat eine lose Zunge und auch eine lockere Hand. So kann der Zorn zu Ergebnissen führen, die einem missfallen.

Es gibt Situationen, in denen man aufgrund falscher Informationen oder überschnellen Schlüssen zornig wird und später die Wahrheit erkennt und bereut. Und das ist eine schlimme Sache. Allah der Erhabene sagt in der Sure Hudschurat: „Oh ihr Muminin, wenn euch ein Fasiq eine Kunde bringt, dann schafft Klarheit darüber, damit ihr Leute nicht in Unwissenheit beschuldigt, und dann später das, was ihr getan habt, bereut.“ Daher sollte man eine negative Nachricht überprüfen und sich versichern, oder Beweise fordern. Wenn Du an deinem Bruder etwas siehst, dass offensichtlich ungewöhnlich ist, dann wahre eine gute Meinung von ihm, bis Du dir sicher bist. Die gute Meinung ist eine der schönsten Eigenschaften, die man als Muslim haben kann.

Möge Allah mit dem barmherzig sein, der sagte: „Es gibt zwei Eigenschaften, die keine andere gepriesene Eigenschaft überragt: Die Gute Meinung über Allah, und die Gute Meinung über seine Sklaven. Verkörpere diese beiden Eigenschaften und sei nicht stur und aufsässig.“

Eine der größten Tore zur Erleichterung sowie der schnellste und nützlichste Weg ist Dhikrullah. Er poliert die Herzen, ist der Schlüssel der Tür der Eingebung, und der Weg, auf dem die Manifestationen zu den Herzen gelangen. Durch Dhikr geschieht Charakterbildung und -festigung. Der Muslim grämt nicht, sorgt sich nicht oder ist nicht betrübt, außer über sein Vergessen in der Erinnerung an Allah. Wenn er sich mit Dhikr beschäftigt, kennt seine Freude kein Ende und er ist immer glücklich, denn dieser ist der Schlüssel zur Freude und zum Glück. Die Ghafla, die Vergesslichkeit, jedoch ist der Schlüssel zur Trauer und Kummer.

Allah der Erhabene sagt sinngemäß: „Jene, die Iman haben und deren Herzen durch Dhikrullah zur Ruhe kommen – und nur durch Dhikrullah kommen die Herzen zur Ruhe.“ Imam Bukhari und Imam Muslim überlieferten, dass der Gesandte Allahs, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, sagte: „Allah der Erhabene spricht: ‘Ich bin der Erwartung, der Meinung meines Sklaven über Mich. Ich bin bei ihm, wenn er Meiner gedenkt. Wenn er Meiner bei sich im Stillen gedenkt, gedenke Ich seiner bei Mir, und wenn er mich in einer Versammlung erwähnt, dann erwähne Ich ihn in einer besseren Versammlung.’“ At-Tirmidhi überlieferte die folgenden Worte des Propheten: „‘Soll ich euch über eine Tat informieren, die für euch die beste Tat, bei eurem König die reinste Tat und die die höchste eurer Ränge ist, und besser als das Spenden von Gold und Silber, und die Begegnung mit dem Feind auf dem Schlachtfeld und dass ihr einander erschlagt?’ Sie sagten, ‘Sicher!’ Und er sagte: ‘Es ist Dhikrullah.’“ Imam Muslim überliefert, dass der Prophet, Allahs Heil und Segen auf ihm, sagte: „Es gibt keine Versammlung von Menschen, die sich zum Dhikrullah trifft, außer dass die Engel sie umgibt, Rahma sie bedeckt, die Engel auf sie herabkommen und Allah sie bei jenen erwähnt, die bei Ihm sind.“

Es gibt zwei Punkte, die ich erwähnen möchte, um sie zu erklären. Das ist einmal laute Dhikr sowie die Versammlung von Menschen für Dhikrullah.

Was den lauten betrifft, so ist er gemäß der Scharia sowohl laut als auch leise möglich. Der Gesandte Allahs, möge Allah ihn segnen und im Frieden geben, ermutigte zur Erinnerung an Allah auf beide Arten. Und die Gelehrten stimmen darin überein, dass der laute, also hörbare Dhikr besser ist, vorausgesetzt es ist keine Riya, keine Zurschaustellung dabei, oder man stört niemanden der betet, der Quran rezitiert oder der schläft.

Auf diesen Vorzug des lauten Zikr wird in mehreren prophetischen Überlieferungen hingewiesen. So zum Beispiel das Hadith Qudsi, das vorhin erwähnt wurde, in der Allah der Erhabene sagt, dass Er in der Erwartung seines Sklaven über Ihn ist und sagt: „… und wenn er mich in einer Versammlung erwähnt, dann erwähne Ich ihn in einer besseren Versammlung.“

Und der Dhikr in der Versammlung ist laut. Von Zayd ibn Aslam wurde überliefert, dass er sagte: „Ibnu Adra sagte: ‘Ich ging eines Nachts mit dem Propheten, Allahs Frieden und Segen auf ihm, und er bemerkte, dass ein Mann in der Mosche laut sprach. Ich sagte, ‘O Gesandter Allahs, vielleicht ist das jemand, der nur angibt.’ Er antwortete: ‘Nein, er ist vielmehr ein Flehender.’“

Was die Versammlung für die Erinnerung an Allah betrifft, so haben wir eine sehr klare Überlieferung darüber, aber es gibt sehr viele mehr. Ich möchte nur eine erwähnen. Imam Muslim und Hakam überlieferten von Abu Hurayra, der sagte:

„Der Gesandte Allahs, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, sagte: ‘Allah hat Engel, die über das Land ziehen, und nach Versammlungen für den Dhikr suchen, und wenn sie so eine Versammlung finden, dann umgeben sie diese Versammlung mit ihren Flügeln, und türmen sich auf bis zum Himmel. Und Allah der Erhabene fragt sie: ‚Woher kommt ihr?‘ Sie sagen: ‚Wir kommen von einer Versammlung deiner Sklaven, die mit Subhanallah, Allahu Akbar, Alhamdulillah und La Ilaha illa’llah deiner gedenken. Sie bitten Dich um eine Sache, und bitten Dich um Schutz vor einer Sache.‘ Er fragt sie: ‚Und was ist es, worum sie bitten?‘ Sie sagen: ‚Sie bitten Dich um den Garten.‘ Er fragt: ‚Haben sie ihn denn gesehen?‘ Sie sagen: ‚Nein, O Herr!‘ Er sagt: ‚Und wie wäre es, wenn sie ihn gesehen hätten?‘ Dann fragt er: ‚Und wovor suchen sie Schutz?‘ Sie sagen: ‚Vor dem Feuer.‘ Er fragt: ‚Haben sie es denn gesehen?‘ Sie sagen: ‚Nein.‘ Er sagt: ‚Und wie wäre es, wenn sie ihn gesehen hätten? Bezeugt, dass Ich ihnen vergeben habe und ihnen gebe worum sie bitten und sie vor dem beschütze, wovor sie Schutz suchen.‘ Die Engel sagen: ‚Es war unter ihnen einer, der sich unter sie verirrt hatte und nicht wirklich einer von ihnen war.‘ Er sagt: ‚Auch ihm habe ich vergeben, denn dies sind Leute, dass wer mit ihnen sitzt nicht unglücklich ist.’“

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Feiertage – die beste Zeit, um die Familienbande zu knüpfen

feiertag ramadan fasten feinsinn

Im Islam folgen beide Feiertage einer großen Tat – dem Ramadan und der Hajj.

(iz). Heute nun haben wir den Tag der Belohnung. Einer Belohnung, die einer großen Tat folgt. Im Islam folgen die ‚Id-Feste beide einer großen Ibada. Die Muslime zeigen sich durch diese Ibadat ihrem Herrn gegenüber gehorsam.

Sie strengen sich durch diese Ibadat an, um das Wohlgefallen Allahs zu erlangen. Sie bemühen sich und verausgaben sich in diesen Ibadat so sehr, dass Allah sie zum Schluss mit einem Fest und Tagen der Zufriedenheit und Freude belohnt. Diese Tage sind Tage, in denen die Muslime der Größe Allahs gedenken und ihm danken.

Wo im Quran werden die ‚Id erwähnt? Allah der Erhabene sagt: „Der Monat Ramadan, in dem der Quran offenbart wurde, als eine Leitung für die Menschen, und mit klaren Zeichen der Leitung und Unterscheidung. Und wer von euch den Monatsbeginn bezeugt, der soll fasten. Wer auf Reisen ist, oder krank, soll dieselbe Zahl von Tagen zu anderer Zeit fasten. Allah will für euch die Leichtigkeit und nicht die Schwierigkeit. Damit ihr die Zahl der Tage vervollständigt und die Größe Allahs verkündet, weil Er euch leitete, auf dass ihr dankbar sein werdet.“

Diese Takbirat des ‚Id und die Zufriedenheit am Tag des ‚Id, ist im Grunde die Zufriedenheit über die Rechtleitung, darüber, dass man mit Allah im Frieden ist, und darüber, dass man Ihm zugewandt ist. Es ist Freude und Glücklichsein über seine Nähe. Und in der Tat, O Muslime, freuen wir uns auf diese Weise und feiern täglich fünf Mal mindestens. Wir preisen Allah und wir danken Ihm.

Heute ist der Tag des ’Id.

Und das ’Id ist die beste Gelegenheit, um die Familienbande zu pflegen. Die „Silatu’r-Rahim“, die Pflege der Familienbande ist eine edle Ibada und eine Ibada, die mit Umgang, mit Muamalat zu tun hat. Der Prophet, Allahs Segen und Frieden auf ihm, sagte: „Der Din ist Muamalat.“

Der größte Zweck der Pflege der Familienbande ist, dass man die materiellen Umstände, Lebensumstände seiner Verwandten, ihren Zustand im Din und im Verhalten erfährt, und dass man ihnen danach Gutes zukommen lässt und Schlechtes von ihnen entfernt, soweit man kann.

Als die ersten Verse des Quran offenbart wurden, sagte Dschibril, Friede sei mit ihm, zum Propheten: „Lies im Namen deines Herrn, der den Menschen aus einem Fleischklumpen erschuf. Lies, und dein Herr ist der Großzügigste.“

Der Prophet kehrte mit diesen Worten zurück, und sein Herz war in Wallung. Er kam zu seiner Frau Khadija bint Huwaylid und sagte zu ihr: „Bedecke mich.“ Und sie tat dies bis er sich beruhigt hatte. Er sprach zu ihr und sagte, „Ich war in Sorge um mich.“

Sie sagte: „Allah wird dich niemals betrüben. Denn du brichst die Familienbande nicht, du hilfst den Menschen ihre Lasten zu tragen, du unterstützt die Mittellosen, du bist den Gästen gegenüber großzügig und bewirtest sie. Du stehst dem, der bei der Wahrheit steht, bei.

Foto: Rawpixel.com

Der Prophet rief zur Pflege der Familienbande, zur „Silatu’r-Rahim auf. Abu Zarr al-Ghifari sagte: „Mein Khalil, und er meinte den Propheten, Allahs Segen und Frieden auf ihm, empfahl mir die Pflege der Familienbande, selbst wenn einer unter ihnen sich von mir abgewandt haben sollte.“ Und der Prophet sagte: „Wer an Allah und den Letzten Tag glaubt, soll die Familienbande pflegen.“

Die Belohnung in der Dunya für die Pflege der Familienbande kommt sehr schnell, und in der Akhira ist sie ein weiterer Segen. Der Prophet sagte: „Es gibt nichts, mit dem man Allah gegenüber gehorsam ist, dessen Belohnung Allah schneller gibt, als die Pflege der Familienbande.“

In einer Khutba sagte der Prophet, Allahs Segen und Frieden auf ihm: „Die Leute des Paradieses sind drei Gruppen. Der gerechte Sultan, der barmherzige Mensch, dessen Herz sanft mit allen seinen muslimischen Verwandten ist, und der anständige Mann, der viele Nachkommen hat.“

Die Bedeutung des Wortes „Rahim / Arham“ wird als Verwandte väterlicherseits und mütterlicherseits erklärt, wurde aber auch als im Kontext des Din, als die Muminun erklärt. Die Familie aber hat Vorrang beim Vergeben von Sadaqa. Allah der Erhabene sagt: „Gebt den Verwandten ihren Teil, und den Armen und den Reisenden.“ Hier stellt Allah die Verwandten vor die Armen und die Reisenden.

Allah der Erhabene sagt: „Sie fragen dich, was sie spenden sollen. Sage: ‚Was ihr an Besitz gebt, soll den Eltern, den Verwandten, den Waisen, den Armen und den Reisenden zukommen.“ Aus diesem Grund sollen die ersten, die Sadaqa empfangen, die Armen unter der Verwandtschaft sein.

Die Ergebnisse der Pflege der Bande sind vielzählig. So zum Beispiel die Zuneigung innerhalb der Familie, die Erweiterung des Rizq, und ein langes Leben. Der Prophet, Allahs Segen und Frieden auf ihm, sagte: „Lernt euren Stammbaum, damit ihr wisst, mit wem ihr die Familienbande pflegt. Die Pflege der Familienbande bringt Zuneigung innerhalb der Familie, vermehrt das Vermögen, und dehnt die Nachkommenschaft über die Zeit.“

O ‘Ibadallah. Die Feste sind eine besondere Gelegenheit, um die Verwandten zu besuchen, ihnen zu helfen und großzügig zu ihnen zu sein. Der Prophet sagt: „Ihr werdet versorgt und zum Sieg geführt, aufgrund eurer Schwachen.“ Das heisst, entsprechend dem, wie ihr eure Schwächsten behandelt.

Besucht also eure Verwandten und eure Brüder im Din, und helft und steht euren Schwachen bei und seid großzügig zu ihnen. Dann wird Allah euch versorgen und euch zum Sieg führen.

Das Handeln ist unverzichtbar. Der Prophet, Allahs Segen und Frieden auf ihm, sagte über Iman: „(Es ist) das Sprechen (der Schahada) mit der Zunge, der Glaube mit dem Herzen und das Handeln mit den Gliedern.“

Allah sagt in einer Sura, die viele von uns auswendig kennen, in der Sura al-Asr: „In der Tat, der Mensch ist im Zustand des Verlustes. Außer jene, die Iman haben und rechtschaffen handeln.“ Iman wird von rechtschaffener Tat begleitet.

erb

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Rechtschaffene Taten gibt es sehr viele. Das Gehen zur Moschee ist eine rechtschaffene Tat, das Speisen von Menschen ist eine rechtschaffene Tat, der Umgang mit Menschen durch guten Charakter ebenso, sowie der Dienst an Menschen, die Einladung zu Allah auf verschiedenen Wegen, die Pflege der Familienbande, Krankenbesuche und das Geben von Sadaqa sind alle rechtschaffene Taten, die der Mensch oft tun sollte.

O ihr Muslime – rechnet selbst mit euch ab, bevor Allah mit euch abrechnet, wiegt eure Taten selbst ab, bevor sie für euch abgewogen werden. Es gibt Sklaven Allahs, die dies täglich tun. Sie fragen sich, was sie an diesem Tag getan haben. Andere tun dies bei jedem der fünf Gebete, und wieder andere zu jeder Stunde und manche sogar in jedem Augenblick, und sie sind sich Allahs stets bewusst.

Füllt eure Zeiten mit dem Gedenken Allahs. Das Gedenken Allahs kennt keine zeitliche oder örtliche Beschränkung. Im Gegenteil, es wird zu immer mehr darin aufgefordert. Allah sagt in seinem Buch: „Gedenkt Allahs mit viel Gedenken.“

Das Beispiel dessen, der Allahs gedenkt und der dies nicht tut, ist wie der Unterschied zwischen dem Lebenden und dem Toten. Und der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden auf ihm, pflegte stets im Gedenken Allahs zu sein.

Wir bitten Allah um Erfolg darin, rechtschaffen zu handeln und dass er für uns Wissen und Tat vereinigt. Und wir bitten Allah, dass er uns an diesem Tag des Id segnet und uns diesen Tag in Erinnerung seiner Gaben und Dankbarkeit für diese Gaben feiern lässt.

‚Id Mubarak!

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„Die Debatte“: Unterscheidung, aber keine Diskriminierung

(iz). In den letzten Tagen schaute Freund Mukhtar ein paar Mal vorbei. Mukhtar ist ein junger Südafrikaner, Muslim und ziemlich hipp. Wer ihn nicht kennt, mag kaum glauben, wie tief […]

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Die einmalige Reise

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Ich stamme aus der Bay Area im US-amerikanischen Kalifornien. Dort reden viele darüber, sie seien „spirituell“, aber „nicht religiös“, und hier finden sich viele New Age-Gruppen, darunter auch Muslime und […]

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Auf den Spuren außergewöhnlicher Sprache in der Offenbarung. Von Abdurrahman Reidegeld, Wien

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