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Geschichten und Geschichte. Notizen aus der Welt der Sprache

„Sprache ist nicht nur Mittel zum Zweck der Kommunikation. Sie ist eine Möglichkeit, die Welt zu erlernen. Sie sich zu eigen zu machen; nicht in einem rohen und barbarischen Akt […]

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Destruktiver Zorn und was sich gegen ihn tun lässt

(iz). Es gibt mehr als 40 Ahadith [Berichte über Aussagen oder Handlungen des Propheten], in denen von Zorn die Rede ist. Er ist eine Eigenschaft, die der Prophet, Allahs Heil und Segen auf ihm, verboten hat, dass wir sie als Eigenschaft haben. In der letzten Khutba hörten wir eine Aussage über den Starken; dass der wirklich Starke der ist, der seinen Zorn beherrscht und nicht einer, der stark im Kampf ist. Der Kämpfer ist physisch stark und bezwingt seinen Gegenüber im Kampf oder im Wettstreit. Wenn man aber sich selbst beherrscht, das heißt, bezwingt, dann ist man innerlich stark, in seinem Batin. Und das ist das wichtigste.

Wann gilt es solche Geduld zu üben? In einer Hadis heißt es: „Geduld gilt es im Augenblick des ‚ersten Schlags‘ zu haben.“ Wenn jemanden eine schlechte Nachricht erreicht, gewöhnt er sich nach einer Weile an diesen Umstand, passt sich an und akzeptiert die Lage. Der Mumin aber tut dies bereits im Augenblick, da ihn die Nachricht erreicht, und nicht erst später, denn „Geduld gilt es im Augenblick des ‚ersten Schlags’“ zu haben.

Es gibt eine Eigenschaft, die, wenn man sie sich aneignet, dem Propheten gleicht. Das ist eine Eigenschaft, die unter den Charaktereigenschaften den Rang ihres Oberhauptes, ihres Sayyid hat. Diese Eigenschaft ist Hilm, Milde. Der Gesandte Allahs, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, sagte: „Der Halim, der Milde, ist beinah ein Prophet.“ Und er sagte: „Hilm, die Milde, ist der Sayyid der Eigenschaften.“ Wenn man mild und dem Zorn fern ist, denkt man ruhiger, entscheidet korrekter, bezieht eine ausgeglichene und eine gerechte Position, irrt nicht ab, ist nicht ungerecht, übertreibt nicht, missbraucht nichts und niemanden. Wenn man jemanden straft, dann überlegt. Und wenn man jemandem eine Gegenleistung erbringt, ist es überlegt, und wenn man lobt oder kritisiert, geschieht es auch überlegt.

Wenn man aber die Kontrolle verliert und die Nafs die Überhand nimmt, dann kann alles was man tut, zu einem schlechten Ende führen. Wenn man zornig ist, verwandelt man sich in einen Anderen, und hält sich an keine Denkregel, hat eine lose Zunge und auch eine lockere Hand. So kann der Zorn zu Ergebnissen führen, die einem missfallen.

Es gibt Situationen, in denen man aufgrund falscher Informationen oder überschnellen Schlüssen zornig wird und später die Wahrheit erkennt und bereut. Und das ist eine schlimme Sache. Allah der Erhabene sagt in der Sure Hudschurat: „Oh ihr Muminin, wenn euch ein Fasiq eine Kunde bringt, dann schafft Klarheit darüber, damit ihr Leute nicht in Unwissenheit beschuldigt, und dann später das, was ihr getan habt, bereut.“ Daher sollte man eine negative Nachricht überprüfen und sich versichern, oder Beweise fordern. Wenn Du an deinem Bruder etwas siehst, dass offensichtlich ungewöhnlich ist, dann wahre eine gute Meinung von ihm, bis Du dir sicher bist. Die gute Meinung ist eine der schönsten Eigenschaften, die man als Muslim haben kann.

Möge Allah mit dem barmherzig sein, der sagte: „Es gibt zwei Eigenschaften, die keine andere gepriesene Eigenschaft überragt: Die Gute Meinung über Allah, und die Gute Meinung über seine Sklaven. Verkörpere diese beiden Eigenschaften und sei nicht stur und aufsässig.“

Eine der größten Tore zur Erleichterung sowie der schnellste und nützlichste Weg ist Dhikrullah. Er poliert die Herzen, ist der Schlüssel der Tür der Eingebung, und der Weg, auf dem die Manifestationen zu den Herzen gelangen. Durch Dhikr geschieht Charakterbildung und -festigung. Der Muslim grämt nicht, sorgt sich nicht oder ist nicht betrübt, außer über sein Vergessen in der Erinnerung an Allah. Wenn er sich mit Dhikr beschäftigt, kennt seine Freude kein Ende und er ist immer glücklich, denn dieser ist der Schlüssel zur Freude und zum Glück. Die Ghafla, die Vergesslichkeit, jedoch ist der Schlüssel zur Trauer und Kummer.

Allah der Erhabene sagt sinngemäß: „Jene, die Iman haben und deren Herzen durch Dhikrullah zur Ruhe kommen – und nur durch Dhikrullah kommen die Herzen zur Ruhe.“ Imam Bukhari und Imam Muslim überlieferten, dass der Gesandte Allahs, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, sagte: „Allah der Erhabene spricht: ‘Ich bin der Erwartung, der Meinung meines Sklaven über Mich. Ich bin bei ihm, wenn er Meiner gedenkt. Wenn er Meiner bei sich im Stillen gedenkt, gedenke Ich seiner bei Mir, und wenn er mich in einer Versammlung erwähnt, dann erwähne Ich ihn in einer besseren Versammlung.’“ At-Tirmidhi überlieferte die folgenden Worte des Propheten: „‘Soll ich euch über eine Tat informieren, die für euch die beste Tat, bei eurem König die reinste Tat und die die höchste eurer Ränge ist, und besser als das Spenden von Gold und Silber, und die Begegnung mit dem Feind auf dem Schlachtfeld und dass ihr einander erschlagt?’ Sie sagten, ‘Sicher!’ Und er sagte: ‘Es ist Dhikrullah.’“ Imam Muslim überliefert, dass der Prophet, Allahs Heil und Segen auf ihm, sagte: „Es gibt keine Versammlung von Menschen, die sich zum Dhikrullah trifft, außer dass die Engel sie umgibt, Rahma sie bedeckt, die Engel auf sie herabkommen und Allah sie bei jenen erwähnt, die bei Ihm sind.“

Es gibt zwei Punkte, die ich erwähnen möchte, um sie zu erklären. Das ist einmal laute Dhikr sowie die Versammlung von Menschen für Dhikrullah.

Was den lauten betrifft, so ist er gemäß der Scharia sowohl laut als auch leise möglich. Der Gesandte Allahs, möge Allah ihn segnen und im Frieden geben, ermutigte zur Erinnerung an Allah auf beide Arten. Und die Gelehrten stimmen darin überein, dass der laute, also hörbare Dhikr besser ist, vorausgesetzt es ist keine Riya, keine Zurschaustellung dabei, oder man stört niemanden der betet, der Quran rezitiert oder der schläft.

Auf diesen Vorzug des lauten Zikr wird in mehreren prophetischen Überlieferungen hingewiesen. So zum Beispiel das Hadith Qudsi, das vorhin erwähnt wurde, in der Allah der Erhabene sagt, dass Er in der Erwartung seines Sklaven über Ihn ist und sagt: „… und wenn er mich in einer Versammlung erwähnt, dann erwähne Ich ihn in einer besseren Versammlung.“

Und der Dhikr in der Versammlung ist laut. Von Zayd ibn Aslam wurde überliefert, dass er sagte: „Ibnu Adra sagte: ‘Ich ging eines Nachts mit dem Propheten, Allahs Frieden und Segen auf ihm, und er bemerkte, dass ein Mann in der Mosche laut sprach. Ich sagte, ‘O Gesandter Allahs, vielleicht ist das jemand, der nur angibt.’ Er antwortete: ‘Nein, er ist vielmehr ein Flehender.’“

Was die Versammlung für die Erinnerung an Allah betrifft, so haben wir eine sehr klare Überlieferung darüber, aber es gibt sehr viele mehr. Ich möchte nur eine erwähnen. Imam Muslim und Hakam überlieferten von Abu Hurayra, der sagte:

„Der Gesandte Allahs, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, sagte: ‘Allah hat Engel, die über das Land ziehen, und nach Versammlungen für den Dhikr suchen, und wenn sie so eine Versammlung finden, dann umgeben sie diese Versammlung mit ihren Flügeln, und türmen sich auf bis zum Himmel. Und Allah der Erhabene fragt sie: ‚Woher kommt ihr?‘ Sie sagen: ‚Wir kommen von einer Versammlung deiner Sklaven, die mit Subhanallah, Allahu Akbar, Alhamdulillah und La Ilaha illa’llah deiner gedenken. Sie bitten Dich um eine Sache, und bitten Dich um Schutz vor einer Sache.‘ Er fragt sie: ‚Und was ist es, worum sie bitten?‘ Sie sagen: ‚Sie bitten Dich um den Garten.‘ Er fragt: ‚Haben sie ihn denn gesehen?‘ Sie sagen: ‚Nein, O Herr!‘ Er sagt: ‚Und wie wäre es, wenn sie ihn gesehen hätten?‘ Dann fragt er: ‚Und wovor suchen sie Schutz?‘ Sie sagen: ‚Vor dem Feuer.‘ Er fragt: ‚Haben sie es denn gesehen?‘ Sie sagen: ‚Nein.‘ Er sagt: ‚Und wie wäre es, wenn sie ihn gesehen hätten? Bezeugt, dass Ich ihnen vergeben habe und ihnen gebe worum sie bitten und sie vor dem beschütze, wovor sie Schutz suchen.‘ Die Engel sagen: ‚Es war unter ihnen einer, der sich unter sie verirrt hatte und nicht wirklich einer von ihnen war.‘ Er sagt: ‚Auch ihm habe ich vergeben, denn dies sind Leute, dass wer mit ihnen sitzt nicht unglücklich ist.’“

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Feiertage – die beste Zeit, um die Familienbande zu knüpfen

feiertag ramadan fasten feinsinn

Im Islam folgen beide Feiertage einer großen Tat – dem Ramadan und der Hajj.

(iz). Heute nun haben wir den Tag der Belohnung. Einer Belohnung, die einer großen Tat folgt. Im Islam folgen die ‚Id-Feste beide einer großen Ibada. Die Muslime zeigen sich durch diese Ibadat ihrem Herrn gegenüber gehorsam.

Sie strengen sich durch diese Ibadat an, um das Wohlgefallen Allahs zu erlangen. Sie bemühen sich und verausgaben sich in diesen Ibadat so sehr, dass Allah sie zum Schluss mit einem Fest und Tagen der Zufriedenheit und Freude belohnt. Diese Tage sind Tage, in denen die Muslime der Größe Allahs gedenken und ihm danken.

Wo im Quran werden die ‚Id erwähnt? Allah der Erhabene sagt: „Der Monat Ramadan, in dem der Quran offenbart wurde, als eine Leitung für die Menschen, und mit klaren Zeichen der Leitung und Unterscheidung. Und wer von euch den Monatsbeginn bezeugt, der soll fasten. Wer auf Reisen ist, oder krank, soll dieselbe Zahl von Tagen zu anderer Zeit fasten. Allah will für euch die Leichtigkeit und nicht die Schwierigkeit. Damit ihr die Zahl der Tage vervollständigt und die Größe Allahs verkündet, weil Er euch leitete, auf dass ihr dankbar sein werdet.“

Diese Takbirat des ‚Id und die Zufriedenheit am Tag des ‚Id, ist im Grunde die Zufriedenheit über die Rechtleitung, darüber, dass man mit Allah im Frieden ist, und darüber, dass man Ihm zugewandt ist. Es ist Freude und Glücklichsein über seine Nähe. Und in der Tat, O Muslime, freuen wir uns auf diese Weise und feiern täglich fünf Mal mindestens. Wir preisen Allah und wir danken Ihm.

Heute ist der Tag des ’Id.

Und das ’Id ist die beste Gelegenheit, um die Familienbande zu pflegen. Die „Silatu’r-Rahim“, die Pflege der Familienbande ist eine edle Ibada und eine Ibada, die mit Umgang, mit Muamalat zu tun hat. Der Prophet, Allahs Segen und Frieden auf ihm, sagte: „Der Din ist Muamalat.“

Der größte Zweck der Pflege der Familienbande ist, dass man die materiellen Umstände, Lebensumstände seiner Verwandten, ihren Zustand im Din und im Verhalten erfährt, und dass man ihnen danach Gutes zukommen lässt und Schlechtes von ihnen entfernt, soweit man kann.

Als die ersten Verse des Quran offenbart wurden, sagte Dschibril, Friede sei mit ihm, zum Propheten: „Lies im Namen deines Herrn, der den Menschen aus einem Fleischklumpen erschuf. Lies, und dein Herr ist der Großzügigste.“

Der Prophet kehrte mit diesen Worten zurück, und sein Herz war in Wallung. Er kam zu seiner Frau Khadija bint Huwaylid und sagte zu ihr: „Bedecke mich.“ Und sie tat dies bis er sich beruhigt hatte. Er sprach zu ihr und sagte, „Ich war in Sorge um mich.“

Sie sagte: „Allah wird dich niemals betrüben. Denn du brichst die Familienbande nicht, du hilfst den Menschen ihre Lasten zu tragen, du unterstützt die Mittellosen, du bist den Gästen gegenüber großzügig und bewirtest sie. Du stehst dem, der bei der Wahrheit steht, bei.

Foto: Rawpixel.com

Der Prophet rief zur Pflege der Familienbande, zur „Silatu’r-Rahim auf. Abu Zarr al-Ghifari sagte: „Mein Khalil, und er meinte den Propheten, Allahs Segen und Frieden auf ihm, empfahl mir die Pflege der Familienbande, selbst wenn einer unter ihnen sich von mir abgewandt haben sollte.“ Und der Prophet sagte: „Wer an Allah und den Letzten Tag glaubt, soll die Familienbande pflegen.“

Die Belohnung in der Dunya für die Pflege der Familienbande kommt sehr schnell, und in der Akhira ist sie ein weiterer Segen. Der Prophet sagte: „Es gibt nichts, mit dem man Allah gegenüber gehorsam ist, dessen Belohnung Allah schneller gibt, als die Pflege der Familienbande.“

In einer Khutba sagte der Prophet, Allahs Segen und Frieden auf ihm: „Die Leute des Paradieses sind drei Gruppen. Der gerechte Sultan, der barmherzige Mensch, dessen Herz sanft mit allen seinen muslimischen Verwandten ist, und der anständige Mann, der viele Nachkommen hat.“

Die Bedeutung des Wortes „Rahim / Arham“ wird als Verwandte väterlicherseits und mütterlicherseits erklärt, wurde aber auch als im Kontext des Din, als die Muminun erklärt. Die Familie aber hat Vorrang beim Vergeben von Sadaqa. Allah der Erhabene sagt: „Gebt den Verwandten ihren Teil, und den Armen und den Reisenden.“ Hier stellt Allah die Verwandten vor die Armen und die Reisenden.

Allah der Erhabene sagt: „Sie fragen dich, was sie spenden sollen. Sage: ‚Was ihr an Besitz gebt, soll den Eltern, den Verwandten, den Waisen, den Armen und den Reisenden zukommen.“ Aus diesem Grund sollen die ersten, die Sadaqa empfangen, die Armen unter der Verwandtschaft sein.

Die Ergebnisse der Pflege der Bande sind vielzählig. So zum Beispiel die Zuneigung innerhalb der Familie, die Erweiterung des Rizq, und ein langes Leben. Der Prophet, Allahs Segen und Frieden auf ihm, sagte: „Lernt euren Stammbaum, damit ihr wisst, mit wem ihr die Familienbande pflegt. Die Pflege der Familienbande bringt Zuneigung innerhalb der Familie, vermehrt das Vermögen, und dehnt die Nachkommenschaft über die Zeit.“

O ‘Ibadallah. Die Feste sind eine besondere Gelegenheit, um die Verwandten zu besuchen, ihnen zu helfen und großzügig zu ihnen zu sein. Der Prophet sagt: „Ihr werdet versorgt und zum Sieg geführt, aufgrund eurer Schwachen.“ Das heisst, entsprechend dem, wie ihr eure Schwächsten behandelt.

Besucht also eure Verwandten und eure Brüder im Din, und helft und steht euren Schwachen bei und seid großzügig zu ihnen. Dann wird Allah euch versorgen und euch zum Sieg führen.

Das Handeln ist unverzichtbar. Der Prophet, Allahs Segen und Frieden auf ihm, sagte über Iman: „(Es ist) das Sprechen (der Schahada) mit der Zunge, der Glaube mit dem Herzen und das Handeln mit den Gliedern.“

Allah sagt in einer Sura, die viele von uns auswendig kennen, in der Sura al-Asr: „In der Tat, der Mensch ist im Zustand des Verlustes. Außer jene, die Iman haben und rechtschaffen handeln.“ Iman wird von rechtschaffener Tat begleitet.

erb

Foto: jcomp, freepik.com

Rechtschaffene Taten gibt es sehr viele. Das Gehen zur Moschee ist eine rechtschaffene Tat, das Speisen von Menschen ist eine rechtschaffene Tat, der Umgang mit Menschen durch guten Charakter ebenso, sowie der Dienst an Menschen, die Einladung zu Allah auf verschiedenen Wegen, die Pflege der Familienbande, Krankenbesuche und das Geben von Sadaqa sind alle rechtschaffene Taten, die der Mensch oft tun sollte.

O ihr Muslime – rechnet selbst mit euch ab, bevor Allah mit euch abrechnet, wiegt eure Taten selbst ab, bevor sie für euch abgewogen werden. Es gibt Sklaven Allahs, die dies täglich tun. Sie fragen sich, was sie an diesem Tag getan haben. Andere tun dies bei jedem der fünf Gebete, und wieder andere zu jeder Stunde und manche sogar in jedem Augenblick, und sie sind sich Allahs stets bewusst.

Füllt eure Zeiten mit dem Gedenken Allahs. Das Gedenken Allahs kennt keine zeitliche oder örtliche Beschränkung. Im Gegenteil, es wird zu immer mehr darin aufgefordert. Allah sagt in seinem Buch: „Gedenkt Allahs mit viel Gedenken.“

Das Beispiel dessen, der Allahs gedenkt und der dies nicht tut, ist wie der Unterschied zwischen dem Lebenden und dem Toten. Und der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden auf ihm, pflegte stets im Gedenken Allahs zu sein.

Wir bitten Allah um Erfolg darin, rechtschaffen zu handeln und dass er für uns Wissen und Tat vereinigt. Und wir bitten Allah, dass er uns an diesem Tag des Id segnet und uns diesen Tag in Erinnerung seiner Gaben und Dankbarkeit für diese Gaben feiern lässt.

‚Id Mubarak!

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„Die Debatte“: Unterscheidung, aber keine Diskriminierung

(iz). In den letzten Tagen schaute Freund Mukhtar ein paar Mal vorbei. Mukhtar ist ein junger Südafrikaner, Muslim und ziemlich hipp. Wer ihn nicht kennt, mag kaum glauben, wie tief […]

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Gedanken zum Ramadan – Freude und Sehnsucht

Ramadan

Ramadan: Erst kommt unmittelbar nach dem Ende ein wehleidiges Zurückblicken auf den vergangenen Monat. Dann wird sehnsüchtig vorwärts geschaut. (iz). Ramadan. Ein Monat, der für manche manchmal nichts weiter darstellt […]

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Die einmalige Reise

„Und rufe unter den Menschen die Pilgerfahrt aus, so werden sie zu dir kommen zu Fuß und auf vielen hageren (Reittieren), die aus jedem tiefen Passweg daherkommen.“ (Al-Hadsch, 27) Ich […]

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Anmerkungen zur praktischen Spiritualität muslimischer Frauen. Von Margari Aziza Hill

Ich stamme aus der Bay Area im US-amerikanischen Kalifornien. Dort reden viele darüber, sie seien „spirituell“, aber „nicht religiös“, und hier finden sich viele New Age-Gruppen, darunter auch Muslime und […]

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Auf den Spuren außergewöhnlicher Sprache in der Offenbarung. Von Abdurrahman Reidegeld, Wien

(iz). Die hier dargelegten Gedanken beruhen auf einer bestimmten Annahme: dass eine besondere Spannung im arabischen Textverständnis des Qur’an erzeugt wird, wenn man erkennt, dass der Schöpfer nicht an Zeit […]

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Mit dem Pflichtfasten nähern sich Muslime ihrem Herren an

Pflichtfasten

Mit dem Pflichtfasten nähern sich Muslime ihrem Herren an. Es geht um mehr als nur die Erfüllung einer Säule.

(iz). Das Fasten im Ramadan ist eine der fünf Säulen des Islam, so wie es im Hadith des Gesandten Allahs heißt: „Islam basiert auf fünf Säulen: Der Bezeugung, dass es keinen Gott gibt außer Allah und dass Muhammad sein Gesandter ist, der Etablierung des Gebets, der Bezahlung der Zakat, der Hadsch zum Haus Allah und dem Fasten im Ramadan.“ (Buchari und Muslim von Ibn ‘Umar).

Allah ta’ala spricht in vielen Versen über das Fasten im Ramadan, vor allem in Sura al-Baqara:

„Oh ihr Gläubigen! Das Fasten ist euch vorgeschrieben, so wie es denen vorgeschrieben war, die vor euch waren. Vielleicht habt ihr Taqwa. Es sind nur abgezählte Tage. Und wer von euch krank oder auf einer Reise ist, soll eine Anzahl anderer Tage fasten. Und denen, die es (nur) mit großer Mühe ertragen können, ist als Ersatz die Speisung eines Armen auferlegt. … Der Monat Ramadan ist es, in dem der Qur’an als Rechtleitung für die Menschen herabgesandt worden ist und als klarer Beweis der Rechtleitung und der Unterscheidung. Wer also in dem Monat zugegen ist von euch, der soll in ihm fasten. … Allah will es euch leicht, Er will es euch nicht schwer machen – damit ihr die Frist vollendet und Allah rühmt, dass Er euch geleitet hat. ­Viel­leicht werdet ihr dankbar sein.“ ­­(Al-Baqara, 183-186)

Das Pflichtfasten gehört Allah

Abu Huraira überlieferte vom Gesandten Allahs, dass Allah sagte:

„Jede Handlung des Sohnes von Adam gehört ihm selbst, außer dem Fasten. Es ist Mein, und Ich werde ihn dafür entlohnen. Das Fasten ist ein Schutz. Wenn einer von euch fastet, soll er weder öbszön noch zu laut sprechen, und wenn ihn jemand beleidigt oder herausfordert, dann soll er sagen: ‘Ich faste.’ Bei Dem, in Dessen Hand die Seele von Muhammad ist, der Atem desjenigen, der fastet, ist bei Allah genehmer als der Duft von Moschus. Der Fastende hat zwei Freuden: Wenn er sein Fasten bricht, erholt er sich, und wenn er seinem Herren gegenübersteht, hat er Freude an seinem Fasten.“

Das Fasten im Ramadan ist keine Gesundheitskur, und der Grund dafür ist auch nicht, dass man dadurch die Lage der Armen und Hungernden nachempfinden soll. Dies sind lediglich Nebeneffekte. Muslime fasten im Ramadan, weil Allah es so befohlen hat, aus Taqwa.

Allah sagt in Seinem Buch: „Oh ihr Gläubigen! Das Fasten ist euch vorgeschrieben, so wie es denen vorgeschrieben war, die vor euch waren. Vielleicht werdet ihr Taqwa haben.“ Das Wort Taqwa kommt von „schützen“ oder „abschirmen“.

Taqwa ist die richtige Handlung zur richtigen Zeit, im Bewusstsein der Anwesenheit Allahs, Dem auch die Zeit gehört. Mit Taqwa schützt der Muslim sein Selbst. Jemand mit Taqwa lebt sein Leben so, dass er bemüht ist, nur diejenigen Dinge zu tun, die Allah gefallen, und beschützt damit seine Stellung als Stellvertreter Allahs auf der Erde.

Das Fasten ist verpflichtend: für Muslime; für Erwachsene; für geistig und für körperlich Gesunde, Kranke müssen die Tage nach ihrer Gesundung nachholen. Alte oder sehr hinfällige Menschen haben, falls sie können, die Möglichkeit, stattdessen Arme zu speisen. Voraussetzung ist auch die Freiheit von Menstruation – Frauen müssen Tage, die wegen Regelblutung ausgesetzt wurden, nachholen. Reisende dürfen das Fasten brechen.

Grundlegende Pflichten

Erstens muss die Absicht zu Fasten gefasst werden, ohne die es nicht gültig ist. Die Absicht, den ganzen Ramadan zu fasten, muss vor dem ersten Tag des Monats gefasst werden. Es wird jedoch auch empfohlen, diese Absicht jedes Mal vor Anbruch eines neuen Tages zu erneuern.

Zweitens muss man sich während der Zeit des Fastens aller Dinge enthalten, die das Fasten brechen können, wie Essen oder Trinken, sexueller Verkehr, Rauchen und erzwungenes Erbrechen. Falls man während des Fastens eine dieser Handlungen vollzieht, so entscheidet die Absicht über die Bewertung. Geschieht dies unbeabsichtigt, so wird der Tag weiter gefastet und man muss diesen einen Tag später nachholen.

Wird das Fasten im Ramadan allerdings absichtlich gebrochen, so muss man zur Sühne entweder zwei Monate durchfasten oder 60 Bedürftige speisen. Sollte der Ramadan bereits angefangen haben und man hat den ersten Tag mit einer Mahlzeit begonnen, so beginnt man sein Fasten in dem Augenblick, in dem einem die Nachricht vom Beginn des Ramadans erreicht und muss dann einen Tag Fasten nach dem Ende des Monats nachholen.

Das Verbot des sexuellen Verkehrs wird im Allgemeinen auch auf jegliche sexuelle Handlung ausgeweitet, die zur sexuellen Befriedigung führen könnte. Ein Erguss in den Stunden des Fastens zieht die gleiche Strafe der Kaffara (Sühne) nach sich wie absichtliches Essen oder Trinken, nämlich die Speisung von 60 Armen oder das Fasten von zwei Monaten. Selbstverständlich ist die sexuelle Beziehung von verheirateten Eheleuten wäh­rend der Nachtstunden gestattet.

Foto: Freepik.com

Darüber hinaus gibt es einige Sunnan (Plural von Sunna) im Ramadan: Die Eile, das Fasten sofort nach dem Sonnenuntergang zu brechen (Iftar), das Essen vor dem Sonnenaufgang (Suhur) so spät wie erlaubt zu sich zu nehmen. Das Suhur soll rechtzeitig vor dem Fadschr beendet werden.

Gibt es Zweifel über den richtigen Zeitpunkt, so soll man damit aufhören. Und, sehr wichtig, das Fernhalten von nutzlosem oder streitsüchtigem Gerede. Der Prophet, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, sagte, „Wenn sich jemand nicht der Falschheit in Wort und Tat enthält, dann liegt Allah nichts daran, dass er sich des Essens und Trinkens enthält.“ (Abu Huraira, Buchari).

Wenn er sein Fasten brach, pflegte der Prophet zu sagen: „Der Durst ist verschwunden, die Blutgefäße sind feucht und die Belohnung ist sicher, wenn Allah will“ oder auch: „Oh ­Allah, wir haben für Dich gefastet, und wir haben unser Fasten gebrochen, mit dem, was Du uns gegeben hast. ­Wahrlich, Du bist der Hörende, der Wissende.“

‘Abdallah ibn ‘Amr ibn al-’As überlieferte, dass der Prophet, Friede und Segen Allahs mit ihm, sagte: „Wahrlich, das Du’a desjenigen, der sein Fasten bricht, wird nicht abgelehnt.“

Ein besonderer Monat

Als Monat ist der Ramadan von größter Besonderheit, denn in ihm haben sich wichtige Gegebenheiten der Offenbarung und der ersten Gemeinschaft der Muslime ereignet. Am wichtigsten ist die Tatsache, dass im Ramadan der Qur’an herabgesandt wurde. Daher die Tradition, während des Ramadans den gesamten Qur’an mindestens einmal zu rezitieren.

Ein weiterer wichtiger Teil des Ramadan ist das gemeinschaftliche Tarawih-Gebet. Abu Huraira überlieferte, dass der Gesandte Allahs die Menschen aufmunterte, im Ramadan die Nacht mit Gebet zu verbringen, es aber nicht ausdrücklich verfügt hatte. Der Prophet, Frieden und Segen mit ihm, sagte, dass jedem, der die Nacht im Ramadan im Gebet mit Vertrauen und Erwartung in Allah verbringt, ­seine vergangenen Fehler vergeben werden.

In den letzten zehn Nächten des Ramadan kommt die Nacht der Macht, die Nacht des Schicksals (Lailatu’l-Qadr), von der Allah sagt, dass sie besser als tausend Monate ist. Es ist die Nacht, in der der Qur’an zum ersten Mal dem Gesandten offenbart wurde und die Engel von den Himmeln herabsteigen.

Foto: Ini Keutamaan Menghafal

Es ist gute Sitte unter den Muslimen, in dieser Nacht gemeinsam zu beten und Allah in Bittgebeten anzuflehen. Der Gesandte Allahs sagte, dass ein Du’a, welches in der Lailatu’l-Qadr gesprochen wurde, von Allah angenommen wird.

Eine Sunna des Gesandten war es, ‘Itikaf zu machen. In dieser Zeit, normalerweise das letzte Drittel des ­Ramadan, zog er sich für Gebet, das Gedenken Allahs und das Lesen des Qur’an in die Moschee zurück. Von außen wurde ihm Essen für die Nächte gebracht. Bedingung für die Gültigkeit eines ‘Itikaf ist es, dass es in einer ­Moschee stattfindet, und dass es ­mindestens einen Tag und eine Nacht andauert.

Ohne die Bezahlung der Zakat Al-Fitr und das ‘Id (Feiertags)-Gebet am Ende des Monats ist der Ramadan nicht vollständig und wird von Allah nicht angenommen. Wie der Beginn, so ist auch das Ende des Ramadan von der Sichtung des Neumondes abhängig.

Dabei spielen mathematische Berechnungen keine Rolle. Wie am ­Beginn des Monats müssen die lokalen Verantwortlichen der Muslime zwei vertrauensvolle Personen des Ortes beauftragen, nach dem Mond zu schauen. Sollte dieser nicht gesichtet werden können, wird der Ramadan nach dreißig Tagen beendet.

Bedeutung des Fastens

Der Ramadan hat nicht nur äußere Aspekte, sondern findet vor allem im Inneren des einzelnen Muslims statt. Das Fasten bewirkt eine Erschütterung der Illusion des Getrenntseins und der Eigenständigkeit des Selbst (Nafs), welches sich in den Verhaltensmustern der Erwachsenen zeigt. Es bringt den Menschen zurück zur Erinnerung seiner Kindheit, in der er – für ihn klar ersichtlich – von jemand anderem versorgt wurde.

Das Fasten ist ein Mittel, die untersten Strukturen der Nafs zu brechen – durch die Erzeugung des spürbaren Bewusstseins, dass es Allah ist, der uns versorgt.

Wenn jemand im Ramadan im Wissen und Vertrauen auf die Belohnung von Allah fastet, werden ihm alle vergangenen schlechten Taten vergeben. So hat das Fasten innerhalb der Schari’a eine Bedeutung, die ohnegleichen ist. Deshalb hat Allah dem Fasten ein eigenes Tor im Garten gegeben.

Schaban Monate taqwa

Foto: Mongkolchon Akesin, Shutterstock

Die Fastenden werden durch dieses Tor – das „Tor der Durstlöschung“ eintreten. Die Durstlöschung ist der höchste Grad des Trinkens, denn nachdem der Durst gelöscht wurde, verlangt es den Trinkenden nach nichts mehr.

Imam Muslim überlieferte in einem Hadith von Sahl ibn Sa’d, dass der Gesandte Allahs, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, gesagt hat:

„Es gibt ein Tor im Garten, welches das „Durstlöschende“ (Ar-Rajjan) heißt. Die Fastenden werden es am Tage der Auferstehung betreten. Niemand außer ihnen wird es betreten. Es wird gefragt: „Wo sind die Fastenden?“ und sie werden ­hindurchgehen. Wenn der Letzte von ihnen hindurch ist, wird es verschlossen und keiner wird mehr eintreten können.“

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Ramadan als Neuanfang: die jährliche Chance

neuanfang

Neuanfang: Jeder kommende Fastenmonat bietet uns allen die Chancen auf Erneuerung und spirituelle Verjüngung. (iz). Im kosmischen Geschick und seinem menschlichen Ausdruck, der Lebensweise des Islam, spielt der Ramadan eine […]

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