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Muslimische Organisationen beziehen gemeinsam Stellung zu Gaza

Muslimische

Gestern wandten sich mehrere muslimische, europäische Organisationen mit einem Aufruf zu Gaza an die Öffentlichkeit. (iz). Am 9. Juli 2025 haben führende muslimische Organisationen aus Europa in einer gemeinsamen Erklärung, […]

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Brüssel: Mutmaßlicher IS-Sympathisant tötet zwei Menschen

brüssel

Brüssel: In der belgischen Hauptstadt hat ein Attentäter mindestens zwei schwedische Besucher erschossen.

Brüssel (dpa, iz). Nach tödlichen Schüssen in Belgien haben Ermittler einen mutmaßlichen Verdächtigen identifiziert. Das berichtete die belgische Nachrichtenagentur Belga am Montagabend unter Berufung auf die Bundesstaatsanwaltschaft.

Nähere Angaben zum mutmaßlichen Täter wurden nicht gemacht. Wegen eines „potenziell terroristischen Motivs“ habe die Behörde die Ermittlungen an sich gezogen, hieß es weiter.

Brüsseler: Sah sich der Täter als „Soldat des IS“?

In sozialen Netzwerken sei zudem ein Beitrag einer Person geteilt worden, die sich als Täter ausgab und behauptete, von der Terrororganisation IS inspiriert worden zu sein. Zudem wurde im Internet ein Video geteilt, das die Tat zeigen soll.

Nach Angaben des deutsch-schweizerischen Islamwissenschaftlers Reinhard Schule im Online-Dienst X habe sich der Attentäter, dessen Namen Schulze mit Abdassalam al-Dschilani angab, als „Soldat“ des IS bezeichnet.

„Er ermächtigt sich selbst zu einer ‘Vergeltungstat’, mit der er im Namen eines ‘wütenden Gottes’ Rache nimmt, und zwar in Gestalt einer rituellen Kulthandlung, die ihm das Heil bringen soll.“

Ein Opfer ist außer Lebensgefahr

Bei den Opfern handelt es sich um zwei Schweden. Ein drittes Opfer, ein Taxifahrer, ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft inzwischen außer Lebensgefahr. Nach dem Täter werde gefahndet.

Meldungen von Dienstagfrüh zufolge soll er von der Polizei „niedergeschossen“ worden sein, wie der Spiegel vermeldet. Ob es sich dabei um den Täter handelt und ob er überlebt hat, ist noch unklar. Andere Medien berichteten, der Mann sei wie in früheren Fällen den Behörden bekannt gewesen.

Premierminister Alexander De Croo rief die Brüsseler zur Wachsamkeit auf. Ein EM-Qualifikationsspiel zwischen Belgien und Schweden in Brüssel war nach der ersten Halbzeit beim Stand von 1:1 abgebrochen worden.

De Croo sagte, da die Bedrohungsstufe für Brüssel auf die höchste Stufe angehoben worden sei, werde die Polizeipräsenz verstärkt. Außerdem würden die Sicherheitsmaßnahmen an einer Reihe sensibler Orte verstärkt, insbesondere an Orten, die mit der schwedischen Gemeinschaft in Verbindung stehen.

Schwedische Staatsbürgerschaft als mögliches Motiv

Die Nachrichtenagentur Belga zitierte einen Sprecher der Bundesstaatsanwaltschaft, wonach die schwedische Staatsbürgerschaft der Opfer ein Motiv für die Tat sein könnte.

In Schweden und später auch in Dänemark hatten in diesem Jahr mehrfach Menschen Koran-Exemplare verbrannt und damit wütende Reaktionen unter Muslimen ausgelöst. Für die skandinavischen Länder hatte dies diplomatische Verstimmungen zur Folge.

Der schwedische Ministerpräsident Ulf Kristersson rief seine Landsleute in Belgien zu Vorsicht und Wachsamkeit auf. De Croo sprach Kristersson sein Beileid aus: „Als enge Partner ist der Kampf gegen den Terrorismus ein gemeinsamer Kampf.“

Der Sprecher der Bundesstaatsanwaltschaft stellte jedoch klar, dass es bislang keinen Zusammenhang zwischen dem Anschlag und dem israelisch-palästinensischen Konflikt gebe.

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Tribunal in Brüssel: Solidarität mit den Uiguren

Verschiedene Redner in Brüssel erinnerten daran, dass auch die muslimische Welt eine Pflicht gegenüber den von China verfolgten Uiguren habe. (IslamiQ/iz). Am 9. November fand in Brüssel das erste „Internationale […]

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Internationales Forum in Brüssel widmete sich der Lage muslimischer Uiguren in China

Am Mittwoch fand in Brüssel das erste „Internationale Uiguren Forum“ statt. Ziel sei es, den Völkermord an den Uiguren sichtbarer zu machen und Handlungsmöglichkeiten zu erörtern.

(IslamiQ/iz). In der Ost-Turkistan werden Hunderttausende Uiguren mithilfe von sogenannten Umerziehungslagern und Zwangsarbeit unterdrückt. Immer mehr Staaten beurteilen das Vorgehen der chinesischen Regierung als Völkermord und nicht mehr nur als Unterdrückung.

Um auf das Verbrechen gegen die Uiguren aufmerksam zu machen, kamen an diesem Mittwoch in Brüssel Gäste aus der ganzen Welt zusammen, darunter bekannte Experten aus Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Medien, Wissenschaft und Recht sowie Vertreter der Uiguren. 

Organisiert wurde das „Internationale Uiguren Forum“ von Hasene International, dem World Uyghur Congress (WUC) und der International Union of East Turkistan Organizations.

Das Hauptziel der Veranstaltung sei, über eine „einheitliche, globale politische Reaktion auf den Völkermord an den Uiguren nachzudenken“, hieß es in der Pressemitteilung der Organisatoren. Weiter wollte das Forum die Zusammenarbeit fördern und eine globale Antwort formulieren, die für die „Notlage der Menschen in Ostturkestan“ erforderlich ist.

Das Forum beschäftigte sich mit den Fragen, was die UN und ihre Mitgliedstaaten gegen die Menschenrechtsverletzungen Chinas unternehmen können, und welche Rolle die Zivilgesellschaft und die Medien bei der Reaktion auf den Völkermord an den Uiguren spielen werden.

Große Herausforderung

Die Eröffnungssitzung des Uiguren-Forums begann im Europäischen Parlament. Dolkun Isa, Präsident des Uigurischen Weltkongresses, erklärte in seiner Eröffnungsrede, dass das Schweigen von Regierungen mit muslimischer Mehrheit wie Indonesien, Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Pakistan „besonders enttäuschend“ ist.

Auch Kemal Ergün, Vorsitzender der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG), forderte in seiner Begrüßungsrede Muslime zum Handeln auf. „Die Verfolgung der Uiguren stellt uns vor eine große Herausforderung: Sollen wir die Situation der Uiguren ignorieren, ihre zerstörten Moscheen und die Unterdrückung ihrer religiösen Identität, oder sollen wir für die Menschenrechte und die Gleichheit aller eintreten?“, so Ergün.

Kampf für die Freiheit

Neben Ergün und Isa sprachen auch die Abgeordneten des Europäischen Parlaments Ismail Ertuğ, Miriam Lexmann und Raphael Glucksmann im Forum. „Wenn man nicht überall für die Freiheit kämpft, wird es nirgendwo Freiheit geben“, so Lexmann.  Ertuğ kritisierte das Vorgehen der chinesischen Regierung. „Die Internierung und Umerziehung von Tausenden von Menschen wird die Probleme nicht lösen, sondern eher vergrößern“, so Ertuğ in seiner kurzen Rede.

Nach der Eröffnungsrede berichteten Überlebende über ihr Leiden und die Folter, die sie in den Umerziehungslagern erlebt haben. „Ich glaube fest daran, dass wir eines Tages die Freiheit haben werden“, erklärt die Überlebende Gülbahar Xaitiwaji.

Erwartungen an die internationale Gemeinschaft

Im ersten Panel ging es um die Erwartungen an die internationale Gemeinschaft und die Europäische Union im Hinblick auf den Völkermord an den Uiguren. „Es ist erschreckend, dass einige muslimische Länder die UN-Resolution zur Untersuchung von Menschenrechtsverletzungen an Uiguren abgelehnt haben“, erklärte Kelley Currie, ehemalige US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen. Der Versuch, eine Debatte über den Bericht des UN-Hochkommissariats über Menschenrechtsverletzungen in der chinesischen Region Xinjiang durchzusetzen, scheiterte im Oktober. 19 Mitglieder des Rates stimmten gegen den Antrag, 17 dafür und 11 enthielten sich. 

Muslime müssen lauter werden

Auch Hamid Sabi vom Uiguren-Tribunal sieht Muslime in der Pflicht. „Ich glaube nicht an die Westmächte. Sie haben einige Dinge getan, aber nicht genug. Aber es ist auch an der Zeit, einigen Ländern mit muslimischer Mehrheit die Stirn zu bieten und sie zu verurteilen. Sie haben nichts getan. Sie haben sich sogar auf die Seite Chinas gestellt“, so Sabi im zweiten Panel. Dort ging es um die internationalen rechtlichen, politischen und wirtschaftlichen Reaktionen auf den Genozid.

Für den britischen Abgeordneten Afzal Khan ist es „unmoralisch und unverantwortlich“, wenn Menschen die Augen vor dem Leid der Uiguren schließen. Vor allem dann, wenn jeden Tag neue Studien und Berichte erscheinen, die diesen Vorwurf.

Weiterhin wurde über die Reaktionen der internationalen Zivilgesellschaft und der Medien auf den Völkermord in Ost-Turkestan debattiert. “Unsere Haltung richtet sich gegen die chinesische Regierung, nicht gegen das chinesische Volk. Dieser Punkt ist wichtig”, erklärte Mesud Gülbahar, Vorsitzender von Hasene International, am Anfang des Panels. Der Journalist Marco Respito betonte, dass leider eine große Anzahl von Journalisten die Propaganda des chinesischen Staates wiederholen, ohne diese zu hinterfragen. „Wir müssen über die üblichen Methoden hinausgehen“, erklärte die Direktorin des René-Cassin Mia Hasenson-Gross. Nur so könne man andere Menschen für sich gewinnen.“

Im Anschluss der Panels soll am Donnerstag eine Deklaration veröffentlicht werden.

Zum Kölner Beschneidungsurteil: Muslimische und Jüdische Vertreter appellieren an die deutsche Politik. Ein Bericht von Yasin Bas

(iz). Unterschiedliche Vertreter der jüdischen und muslimischen Religionsgemeinschaften aus Europa haben bei einem gemeinsamen Spitzentreffen in der belgischen Hauptstadt Brüssel die Politiker in Deutschland zur Herstellung von Rechtssicherheit im Umgang mit dem Beschneidungsurteil gemahnt. Die Repräsentanten bezeichneten das Urteil als einen „Angriff auf grundlegende Religions- und Individualrechte“ und appellierten an alle politischen Parteien sowie den Bundestag die unerklärliche Entscheidung des Gerichts zu revidieren. Die Türkisch-Islamische Union (DITIB) veröffentlichte am 18. Juli hierzu eine Presseerklärung.

Die Teilnehmer aus Politik, Verbänden, Religionsgemeinschaften, der Justiz und der Medizin hätten bei dem Treffen die Entwicklungen des Beschneidungsurteils des Kölner Landgerichts mit den entsprechenden Konsequenzen erörtert und sich gegenseitig beraten. Das Kölner Landgericht hatte in einer Entscheidung die Beschneidung von Kindern als Körperverletzung gewertet und sie – ein international einmaliger Vorfall – verboten.


Der Vorsitzender der DITIB Prof. Ali Dere sagte: „Dieses Gespräch hat uns die internationale Betroffenheit und die weitreichenden Wirkungen in den Religionsgemeinschaften, die dieses Urteil ausgelöst hat, deutlich vor Augen geführt. Es besteht dringender Handlungsbedarf, der durch dieses folgenreiche Urteil für die muslimische und jüdische Glaubenspraxis geschaffen wurde. Daher appellieren wir gemeinsam dafür, die notwendige Rechtssicherheit herzustellen, um damit auch muslimisches und jüdisches Leben in Deutschland unter Achtung von wesentlichen Religions- und Elternrechten zu gewährleisten.“

Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) verwies die Juden und Muslime dagegen auf den Bundesgerichtshof oder das Bundesverfassungsgericht. Nicht die Legislative, sondern die Judikative sei der richtige Ansprechpartner, der dieses Urteil prüfen müsse.

Die Menschenrechte und vor allem die Religionsfreiheit in Europa wird für bestimmte Religionsangehörige Stück für Stück reduziert. Vor allem Juden und Muslime sind hiervon betroffen. Urteile aus der jüngsten Vergangenheit wie das Minarett-Verbot in der Schweiz, die Burka-Verbote in Frankreich und Belgien, die Bestrebung zum Schächtverbot in den Niederlanden oder die fast täglichen Angriffe und Anschläge auf Gebetsstätten von Juden und Muslimen, senden keine positiven Signale für ein gemeinsames Miteinander im „geeinten Europa“.

Der Regierungssprecher Steffen Seibert erklärte nach den weltweiten Protesten gegen das Kölner Gerichtsurteil, dass die Bundesregierung eine rasche Lösung und Beilegung des Streits anstrebe. „Für alle in der Bundesregierung ist es völlig klar: Wir wollen jüdisches und wir wollen muslimisches religiöses Leben in Deutschland“, so Seibert. Der Regierungssprecher ergänzte, dass verantwortungsvoll durchgeführte Beschneidungen in Deutschland straffrei bleiben sollten. „Wir wissen, da ist eine zügige Lösung notwendig, da kann nichts auf die lange Bank geschoben werden“, erklärte Seibert weiter. Die Freiheit der religiösen Betätigung sei für die Bundesregierung „ein hohes Rechtsgut“.

Europa, das eine Wertegemeinschaft sein soll, entledigt sich seiner Tugenden. Frankreich distanziert sich seiner Ideale der „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“. Holland, das einstige Vorzeigeland für Toleranz und Demokratie begibt sich immer stärker in das Fahrwasser von Pim Fortuyn. Unter dem neuen Fortuyn Wilders entwickelt das Land eine islam-, und in letzter Zeit auch immer mehr, europafeindliche Politik. Rechtsextreme und rechtsterroristische Gruppierungen werden nicht nur in Mitteleuropa, sondern auch in Skandinavien immer populärer. Die wirtschaftliche Krise Europas führt mittelfristig zu einer politisch-gesellschaftlichen aber auch individuellen Krise, sodass der Verteilungsstreit um ökonomische, politische und gesellschafltich-kulturelle Ressourcen immer weiter zunimmt.

Wie zu Ende des 19. Jahrhunderts und des ersten Drittels des 20. Jahrhunderts beginnen Teile Europas die Menschen- und Individualrechte ihrer „Minderheiten“ ins Blickfeld zu nehmen und sie etappenweise und schleichend anzutasten. Die Richtung, in die sich einige europäische Länder begeben, führt in eine Sackgasse. Es scheint, dass die ökonomische Krise auch zu einer unvergleichbaren Identitätskrise Europas führt. Aus dieser kann Europa nur herauszukommen, wenn es Diversität nicht als Bedrohung und Konkurrenz empfindet. Durch die oben erwähnten Menschenrechtsbeschneidungen, Verbote und Diskriminierungen verkrampfen sich einige europäische Staaten zu sehr.

Damit das gesellschaftlich-friedvolle Klima nicht noch weiter belastet wird, dürfen diese Verkrampfungen keine Dauerhaftigkeit erlangen. Europa sollte seinen Werten treu bleiben.

(Teilnehmer/innen des Brüsseler Treffen waren u.a.: Rabbi Menachem Margolin, General Director, European Jewish Association (EJA), Rabbi Yitzchak Schochet, Rabbinical Centre of Europe, Rabbi Israel Diskin, Rabbi in München, Deutschland, Rabbi Mendi Pevzner, European Jewish Association (EJA), Prof. Dr. Ali Dere (Theologe), Vorsitzender der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion DITIB, Deutschland, Imam Mustafa Katstit – Islamic Center, Cinquantenaire, Brüssel, Belgien, Josseph Lempkovits, Chief Editor, European Jewish Press (EJP), Assistant to MEP Elmar Brok (Germany), Chairman of the Committee on Foreign Affairs, European Parliament, Mr. Robby Spiegel, President of the Israeli bonds, Belgien, Mr. Joël Rubinfeld, Co-President of European Jewish Parliament, Dr Igor Byshkin, Urologist, Köln, Deutschland, ADV. Attorney Marc Libert – Brüssel, Belgien, Assistant to MEP Hannu Takkula (Finnland), Assistant to MEP Frédérique RIES (Belgien), Assistant to MEP Marek Siwiec (Polen), Assistant to MEP Carlo Fidanza (Italien) sowie Assistant to MEP Andrea Schwab (Deutschland)

Belgien: Imam erliegt einer Rauchvergiftung. Ein Tatverdächtiger wird festgenommen. Über die Motive wird noch gerätselt.

Brüssel (dpa/IZ). Bei einem Brandanschlag auf die Brüsseler Riad-Moschee ist ihr 46 Jahre alter Imam getötet wurden. Er erlag einer Rauchvergiftung, berichteten belgische Medien am Montagabend. Eine weitere Person atmete giftige Dämpfe ein, überlebte aber. Laut Nachrichtenagentur Belga nahm die Polizei einen Tatverdächtigen fest. Es soll das Gebäude im Stadtbezirk Anderlecht in Brand gesetzt haben. Über die Hintergründe der Tat herrschte zunächst Unklarheit.

Das Feuer breitete sich rasch in dem aus, konnte aber von der Feuerwehr gelöscht werden. Nach Angaben des „SPIEGEL“ sei die Moschee hingegen „komplett oder fast vollständig“ verbrannt worden. Bei dem Anschlag hielten sich laut Belga etwa 10 Menschen in dem Gebäude auf. Der Vorbeter wurde in der ersten Etage gefunden. Die belgische Innenministerin Joelle Milquet verurteilte den Anschlag scharf. Sie sei „sehr schockiert“, berichtete Belga. In Anderlecht unweit des größten Brüsseler Bahnhofs Gare du Midi leben viele Einwanderer. Am Abend versammelten sich laut Rundfunk mehrere hundert Menschen vor der Moschee.

Das Hamburger Nachrichtenmagazin zitierte die Polizeisprecherin Marie Verbeke. Wie der „SPIEGEL“ berichtete, soll es sich bei dem mutmaßlichen Täter um einen 34-jährigen, gebürtigen Muslim handeln. Nach möglichen Mittätern werde nicht gefahndet. Wegen fehlender Papiere sei eine sofortige Identifizierung des Mannes unmöglich gewesen. Die betroffene Moschee befindet sich in einem Viertel mit einem großen muslimischen Bevölkerungsanteil, deren Mehrheit marrokanischer Abstammung ist.

Der Publizist und Blogger Akif Sahin verwies heute Vormittag auf eine Twitter-Meldung der belgischen Parlamentarierin Mahniur Özdemir. Die praktizierende Muslimin vermutete, dass es sich bei dem Anschlag auf die mutmaßlich schiitische Moschee um die Tat eines so genannten „Salafiten“ handeln könnte. Ein Artikel des Berliner „Tagesspiegels“ verstärkt die Vermutung. Demnach habe ein Vertrater der Riad-Moschee ausgesagt, Zeugen seien sich darüber einig gewesen, der mutmaßliche Täter gehöre dieser Glaubensrichtung an. Angeblich habe sich der mutmaßliche Angreifer in Ausrufen auf den Syrien-Konflikt bezogen. Das syrische Regime des Assad-Clans wird in der aktuellen Niederschlagung der Protestbewegung vom schiitischen Iran unterstützt.

Brüssel sucht einen neuen Umgang innerhalb der Stadt. Von David Cronin, Brüssel

(IPS). Der Duft von gebratenen Hähnchen zieht durch die Luft. Die Bä­c­ker­eien sind überladen mit Baklava und anderen kalorienhaltigen Leckerbissen. Nur drei Haltestellen entfernt vom Brüsseler Hauptbahnhof ist der mittelalterliche […]

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