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Islamische Lebenspraxis: Vom Umgang mit Selbstmordgedanken

selbstmordgedanken

Bei der Entstehung von Selbstmordgedanken spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Meistens ist es das Zusammenspiel von psychologischen und sozialen Faktoren.

(iz). Die häufigste Ursache für Suizidgedanken ist z.B. eine schwere Depression. Betroffene berichten von Gefühlen der Hoffnungslosigkeit, Wertlosigkeit oder Erschöpfung. Das alles erhöht das Risiko.

Aber auch Angststörungen und bestimmte Persönlichkeitsstörungen, wie z.B. Schizophrenie, Paranoia oder Borderline, sind ebenfalls Katalysatoren. Und letztendlich auch traumatische Erlebnisse, wie z.B. sexuelle Gewalt, körperliche Misshandlung oder der Verlust eines geliebten Menschen. Diese können zu posttraumatischen Belastungsstörungen führen und damit das Suizidrisiko erhöhen.

Religiöse Überzeungen und Selbstmordgedanken

Religiöse Überzeugungen können dabei Schutzfaktoren sein. Positive religiöse Überzeugungen, wie ein Glaube an ein Leben nach dem Tod, ein Gefühl der Verbundenheit mit einer höheren Macht oder Gottvertrauen, können Schutz bieten. Der Glaube bietet eine positive Sichtweise bei Krisen und Krankheiten.

Wenn die Religion aber missverstanden wird, kommt es zu negativen Überzeugungen, wie die Vorstellung, eine Sünde begangen zu haben, die nicht vergeben werden kann, oder die Angst vor der Hölle. Diese Gedanken können das Suizidrisiko erhöhen.

Foto: Rawpixel, Freepik.com

Überwindung der Gedanken

Die Überwindung von Suizidgedanken erfordert in der Regel eine professionelle Behandlung. Das kann eine psychotherapeutische Intervention sein oder auch eine stationäre Aufnahme. Je nach Situation oder Kontext kann das unterschiedlich sein.

Aber auch außerhalb dieser professionellen Behandlung ist es wichtig, dass man eine positive Umgebung hat. Menschen, die einen motivieren, die einem Kraft geben, die dafür sorgen, dass man seinen Blickwinkel ändert, führen dazu, dass man aus dem Loch der Hoffnungslosigkeit herauskommt.

Bei der Überwindung können spirituelle Ressourcen und Praktiken, wie z.B. das Gebet oder der Besuch religiöser Gemeinschaften, eine zentrale Rolle spielen. Und in diesem Kontext ist auch die Etablierung der islamischen Seelsorge wichtig. Hier existiert ein großer Bedarf und diese Bedarfslücke ist noch lange nicht gedeckt.

Der Einfluss der Gemeinschaft

Schlussendlich spielt auch die religiöse Gemeinschaft eine ganz wichtige Rolle bei der Unterstützung von Menschen, die mit Suizidgedanken kämpfen. Die Gemeinschaft bietet ein Gefühl von Zugehörigkeit, Hoffnung und Unterstützung.

Gleichzeitig kann die Gemeinschaft spirituelle Ressourcen zur Verfügung stellen, z.B. Gespräche mit einem Seelsorger können den Betroffenen helfen, ihre Gefühle zu äußern und Lösungswege zu erarbeiten.

Gruppenangebote in den Moscheegemeinschaften, das Zusammenkommen bei Gebeten, Festen und Feiern bietet Schutz und Orientierung. Es verleiht Kraft und Energie für die Konflikte des Alltags. Die Konflikte werden dann möglich zu bewältigen. Die Wahrnehmung, die Perspektive ändert sich und wird positiv. Und das ist das entscheidende für die Betroffenen. Eine positive Wahrnehmung und Hoffnung für die Zukunft zu schaffen.

Suizid ist eine negative Betrachtungsweise, eine Wahrnehmung der eigenen persönlichen Welt. Daher ist es wichtig, diese Sichtweise ins Positive, in die Hoffnung zu switchen. Wer Positiv schaut, denkt positiv. Wer positiv denkt, hat Freude am Leben. Das Leben wird dann lebenswert, selbst bei Krisen und Krankheiten.

Sie leiden unter Depressionen und Suizidgedanken? Hier finden Sie die Homepages muslimischer Telefonseelsorge:

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Therapeut Amin Loucif: „Störungen haben zugenommen“

(iz). Anes El-Amin Loucif ist deutsch-algerischer Herkunft und hat 2010 in Düsseldorf Psychologie studiert und 2014 dort seinen Master in dem Fachgebiet gemacht. Derzeit ist der Psychologe als psychologischer Psychotherapeut […]

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Das kleine Glück oder die Flucht in das Private

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(iz). In Krisenzeiten spielt das Privatleben naturgemäß eine große Rolle. Die Familie ist für viele der klassische Rückzugsort, idealerweise zieht man sich in die eigene Wohnung oder sogar in ein Haus im Grünen zurück.

Für Arme ist ein solches Idyll kaum finanzierbar, zudem wächst durch die inflationären Preise der ökonomische Druck. Die Bemühungen um das kleine Glück scheitern häufig. In Deutschland wird laut dem Statistischen Bundesamt jede dritte Ehe geschieden.

Ob in der Familie oder alleine: An den deutschen Stränden suchen Millionen Urlauber temporäre Erholung und genießen dieses Jahr den vermeintlichen Traumsommer, wären da nicht die medial verbreiteten Alpträume über die Klimakrise, Wassermangel und brennende Wälder. In Gesprächen wird deutlich, dass viele Menschen sich bewusst von den großen gesellschaftlichen Fragen dieser Zeit abwenden. Wer harmonisch mit Freunden zusammen sitzen will, meidet Themen wie die Covid-Strategie, den Ukrainekrieg oder die Inflation, Streitfragen, die immer mehr Zeitgenossen potentiell spaltet statt zusammenführt.

Die Flucht in das Private, in den Alltag, zu den kleinen Freuden des Lebens bestätigt indirekt den massiven Druck einer allgegenwärtigen Öffentlichkeit. Ironischerweise bedroht heute das Phänomen Homeoffice und die sozialen Medien eben diese Privatsphäre und die Idee einer Abkehr von den sich andrängenden Fragen der Zeit wird häufig zur Illusion. Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr, dichtete Rainer Maria Rilke unter dem Eindruck der Moderne.

Hier ist nicht nur das Beziehen eines realen Gebäudes gemeint, sondern die Notwendigkeit einer tragenden Philosophie zu folgen. Die Kunst und die Religion stiften diese Räume, die eine spirituelle und geistige Erfahrung ermöglichen. Gleichzeitig gibt es einen Trend, sei es in Bürgerinitiativen oder alternativen Projekten, gemeinsame Aktionen der Flucht ins Private entgegenzusetzen.

Das Phänomen der Depression, dass das Glück der Massen gefährdet, erklärt sich unter anderem aus der Ohnmacht, die viele Menschen angesichts der riesenhaften Probleme erleben. Die Politik rät heute zur Entsagung und zum Sparen, bereitet uns so auf das Ende der sorglosen Konsumgesellschaft vor. Wo sind die neuen Maßstäbe?

Goethe bietet uns eine zeitlose tragende Philosophie an, die über den Materialismus hinausweist: „Welch Glück, geliebt zu werden! Und lieben, Götter, welch ein Glück!“ Erleben wir, trotz oder gerade wegen der Krisen, neue Räume, wo Menschen gemeinsam unterwegs sind und die Dialektik von privat und öffentlich überwinden?

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Wie können wir achtsamer fasten?

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Ohne Achtsamkeit kann das Fasten im Ramadan auch zur Belastung und Erschöpfung führen. Anbei einige Tipps, wie es besser gehen könnte. (iz). Ramadan ist eine wunderbare Zeit. Ein Moment der […]

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Ein Kommentar von Sulaiman Wilms

(iz). Dass sich die Welt verändert, ist eine banale Tatsache. Sie bleibt nichtsdestotrotz wahr und schließt das Schicksal der Muslime in Europa – individuell wie kollektiv – mit ein. In […]

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