(iz) Nun ist es schon wieder eine Weile her, dass der ZMD eine Pressemitteilung herausgab, in der er professionelle Fußballspieler von der Verpflichtung zum Fasten im Monat Ramadan ausnahm, damit […]
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(iz) Nun ist es schon wieder eine Weile her, dass der ZMD eine Pressemitteilung herausgab, in der er professionelle Fußballspieler von der Verpflichtung zum Fasten im Monat Ramadan ausnahm, damit […]
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(igmg.de) Kurz vor dem Beginn des Ramadans veröffentlicht der Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland (IRD) eine Stellungnahme, in der es um das Fasten in der Schule geht. Neben theologischen Hintergrundinformationen […]
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(iz). Während sich in Deutschland, und darüber hinaus, Millionen Erholungssuchende auf dem Weg in ihren Sommerurlaub machen, schlagen Abermillionen europäischer Muslime einen anderen, inneren Weg ein. Zeitgleich mit dem Aufbruch […]
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(iz). Angesichts der aktuell immer länger – und wärmer – werdenden Fastentage im Ramadan, die bedeuten, dass das Fasten anstrengender wird, stellt sich die Frage, wie man richtig und bewusst […]
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(iz). Obwohl wir täglich in sämtlichen Medien mit „dem Islam“ konfrontiert werden, stoßen nur die wenigsten bis zu dessen spirituellem Kern vor. Dabei bietet auch der diesjähriger Ramadan nicht nur eine erneute Möglichkeit zur Begegnung mit Muslimen, sondern auch, etwas über den zeitlosen Gehalt ihrer religiösen Lebensweise zu erfahren.
Aus diesem Anlass befragten wir den Lehrer, Imam und Übersetzer Dr. Asadullah Yate über die verschiedenen wichtigen Aspekte des Fastenmonats.
Islamische Zeitung: Wir Muslime sagen immer, dass der Ramadan die besten Zeit des Jahres sei. Wir freuen uns auf sie und sind traurig, wenn sie vorüber ist. Für einen nichtmuslimischen Außenseiter mag es seltsam erscheinen, eine gute Zeit zu haben, wenn man weder essen oder trinken kann beziehungsweise sich der anderen erlaubten Dinge des Lebens erfreuen darf. Wie kann dies eine wunderbare Zeit sein?
Dr. Asadullah Yate: Es handelt sich um eine Zeit des Wandels und der Ausnahme. Vor allem und zuerst handelt es sich beim Ramadan um eine erschütternde Phase. Der Fastenmonat verändert das normale Verhaltensmuster des Lebens, was wiederum eine Veränderung im reglementierten Alltag von Essen und Schlafen nach sich zieht.
Die Unterbrechung unserer Routine erweckt die spirituelle Seite des Herzens. Das Herz erwacht, weil wir weniger essen und schlafen. Dies führt natürlicherweise zur Belebung der anderen Wirklichkeit des menschlichen Selbst [der Nafs] und des Herzens. Aus diesem Grund wird man spiritueller. Das Wort „Tarawwih“ [der Name des besonderen Gebets, dass in der Nacht verrichtet wird] bedeutet wörtlich „spirituell werden“. Die Bedeutung des Tarawwih leitet sich von „Ruh“ [Geist] ab.
Aus diesem Grund ist der Ramadan die Zeit der besonderen Zustände und der Freude.
Islamische Zeitung: Sicherlich kennen die meisten Muslime die relevanten Verse des Qur’an im Zusammenhang mit dem Ramadan. Könnten sie uns kurz einen Überblick verschaffen?
Dr. Asadullah Yate: In der Sure Al-Baqara [Vers 183 ff.] sagt Allah, dass das Fasten uns in dem gleichen Maße vorgeschrieben wurde, wie für jene Völker, die vor uns kamen. In anderen Worten: Das Fasten ist seit den Tagen Adams immer ein Teil der menschlichen Realität gewesen. Es ist keine Praxis, die nur auf die Muslime beschränkt ist.
Und Allah sagt in einem Vers, dass es uns vorgeschrieben sei, dass wir im Monat Ramadan fasten müssen. Es gibt natürlich Ausnahme für jene, die reisen oder krank sind. Jene Gruppen müssen in diesen Zuständen nicht reisen und die ausgelassenen Tage später nachholen.
An zwei Stellen dieser qur’anischen Verse erwähnt Er auch Regeln, die aufgehoben wurden. Diese betreffen jene historische Phase, in der die Muslime entscheiden konnten, ob sie fasten oder nicht. Wenn sie dies nicht taten, mussten sie eine Fiyja bezahlen.
Aber Allah hat mit jenen Versen in der Sure Al-Baqara nun diese Möglichkeit aufgehoben und uns gesagt, dass wir fasten müssen, wenn wir ansässig sind. Mit anderen Worten, wenn wir weder reisen oder krank sind.
An einer anderen Stelle dieser Gruppe qur’anischer Verse erlaubt Allah, dass die Muslime nun Geschlechtsverkehr während der gesamten Nacht haben können. Denn zu Beginn des Islam war es ihnen nur erlaubt, sich ihren Eheleuten bis zur Zeit des Nachtgebets zu nähern. Und so finden wir in Zusammenhang mit dem Ramadan zwei Gelegenheiten, bei denen eine frühere Praxis des Islam durch eine spätere aufgehoben wurde.
Palästinensische „Musaharatis“ schlagen Trommeln, während sie am ersten Abend des Ramadan ihre Runde drehen. (Shutterstock)
Islamische Zeitung: Ich habe von verschiedenen Phasen des Ramadans gehört und jede einzelne soll für ein bestimmtes Element des Fastenmonats stehen. Könnten sie uns diese kurz beschreiben?
Dr. Asadullah Yate: Der Gesandte Allahs sagte, dass der erste Teil des Ramadans, die ersten zehn Tage, Gnade oder Rahma ist. Der zweite Teil, seine Mitte – die Maghfira – ist die Vergebung, in der dem Diener Allahs alle falschen Handlungen verziehen werden. Und der dritte Teil ist die Freiheit, der Schutz vor dem [Höllen]Feuer.
Wir wissen von einer anderen prophetischen Überlieferung, dass jemandem, der den Ramadan „Imaman“ (mit vollem Vertrauen auf Allah) und „Ihtisaban“ (voll bewusst) fastet, seine Zunge hütet und sich offensichtlich von allen Dingen fern hält, die es zu vermeiden gilt, die falschen Handlungen vergeben werden. Man ist dann am Feiertag zum Ende des Ramadans wie ein neugeborener Säugling.
Islamische Zeitung: Für die Muslime ist die „Nacht der Macht“ (Lailatul Qadr) der Höhepunkt des Fastenmonats. Warum ist dies eine besondere Zeit und was bedeutet sie für die Muslime?
Dr. Asadullah Yate: Diese Nacht ist der enorme Augenblick, in dem Allah der Qur’an auf einmal herab sandte. Wir wissen natürlich, dass der Qur’an in einer langjährigen Periode offenbart wurden, wenn der Prophet Rechtleitung benötigte, um zu wissen, was er in einer bestimmten Lage zu tun hatte. Aber er wurde auch in einem Durchgang herab gesandt – in dieser Nacht der Macht (Qadr). Die Nacht ist eine Offenbarung der Macht Allahs.
Qadr bedeutet aber Maß oder Bestimmung. Es ist die Nacht, in der Allah die Ereignisse des kommenden Jahres bestimmt. Der Prophet hat uns angewiesen, nach ihr in den letzten zehn Tagen des Ramadans Ausschau zu halten.
Dann hatte er diese Anweisung weiter eingegrenzt und gesagt, wir sollten nach ihr in den ungeraden Nächten suchen. Und schließlich gab der Gesandte Allahs eine noch genauerer Bestimmung, als er sagte, dass es sich dabei um die 27. Nacht handelt.
Wir haben unterschiedliche Überlieferungen, von denen keine absolut bestimmend ist. Der Gesandte Allahs wies uns an, wir sollten nach dieser Nacht „suchen“. Manche sind der Ansicht, dass sich die Nacht der Macht während des gesamten Ramadans finden lasse. Aber die wahrscheinlichsten Hinweise finden sich bezüglich der letzten zehn Tage des Ramadans und bezüglich des 27. Ramadan.
Foto: puijslab, Shutterstock
Die Lailatul Qadr ist die Nacht, in der wir daran erinnert werden, dass der Qur’an offenbart wurde. Wir wissen von einer anderen Überlieferung, dass es die Nacht der Stille ist. Dabei handelt es sich um einen Augenblick, in welcher die Belohnung von Allah endlos vergrößert wird. Für jedes Gebet während dieser Nacht, im Tarawih oder danach, gibt es eine besondere Belohnung.
Der Prophet hatte es uns ebenfalls empfohlen, in den letzten zehn Tagen des Ramadans I’tikaaf zu machen. Das heißt, sich in die Moschee zurückzuziehen und von der auswärtigen Welt abschneiden.
Islamische Zeitung: Nur wenige Tag nach der Lailatul Qadr kommt das Fest des ‘Id, welches das Ende des Ramadans markiert. Was ist die soziale Bedeutung des ‘Ids für die Muslime?
Dr. Asadullah Yate: Natürlich ist der ‘Id eine Zeit der enormen Freude, in der die Enthaltsamkeit plötzlich in eine Feier verwandelt wird, zu der alle zusammenkommen. Der Gesandte Allahs sagte, dass es zwei Freuden für den Fastenden gibt. Zum einen, wenn er am Ende des Tages sein Fasten bricht und zum anderen, wenn er seinem Herrn begegnet.
Die Muslime fasten für Allah und Allahs sagte in einem Hadith Qudsi: „Das Fasten ist für mich.“ Es ist also eine spezielle Form der Anbetung, die Allah für Sich beansprucht. Und Er sagt weiter: „Ich werde die Belohnung dafür geben.“
Das Fasten kann nicht von außen beobachtet werden. Nur der Fastende selbst und Allah wissen davon und so gibt es keine Grundlage für Rija – für das Angeben. Was am ‘Id geschieht ist die Umkehrung der gesamten Sache nach außen. Die Freude wird in den Menschen sichtbar und sie kommen zusammen. Normalerweise wird das besondere Feiertagsgebet in einer Musalla, einem Ort außerhalb der Stadt, verrichtet, in der alle Platz finden. Der ‘Id ist ein Augenblick der Vereinigung nach dieser Zeit der Enthaltsamkeit.

Foto: Imago | tagesspiegel
Islamische Zeitung: Sie haben umfangreich die muslimische Welt bereist. Was ist der Unterschied zwischen den Muslimen Europas auf der einen Seite und denen im Nahen Osten, wie sie den Ramadan praktizieren?
Dr. Asadullah Yate: Offenkundig fastet nur ein Teil der Bevölkerung in Europa. Und so findet sich hier eine andere Atmosphäre, wenn man die Geschäfte und Straßen betritt und die Mehrheit der Menschen nicht fastet. Dies hat eine Auswirkung auf den persönlichen Zustand. Man ist sich offenkundig bewusst, dass nur die anderen Muslime fasten.
In der traditionell muslimischen Welt geschieht der Ramadan jedoch als gemeinschaftliches Ereignis. Und so wird wegen der Macht des Fastens der Ruhani-Aspekt der Menschen geweckt und sie dadurch gestärkt. Dadurch wird der Din des Islam belebt und mit ihm die Menschen.
Wir wissen vom Propheten, dass die Teufel während des Ramadans in Ketten gelegt sind und die besten Eigenschaften der Menschen zu Tage treten. Dies ist in Europa nicht immer der Fall, denn wir werden uns des Unterschieds zwischen Fastenden und Nichtfastenden bewusst.
Allerdings gibt uns dies natürlich die Möglichkeit, jenen Menschen, die keine Muslime sind, das große Geschenk des Ramadans zu erklären. Wir können sie zum Fastenbrechen einladen und mit ihnen das Licht teilen, dass Allah uns gegeben hat.
Islamische Zeitung: Vielen Dank für das Gespräch.
(iz). Für die Muslime beginnt die schönste und intensivste Zeit des Jahres. Wie so oft wird allerdings auch der korrekte Beginn des Ramadans diskutiert. Hierzu ist zweifellos die entsprechende Sichtung […]
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Tipps für den Körper: Auch wenn das Fasten im Ramadan keine Diät ist, kann sich ein achtsames Verhalten lohnen. (iz) Der gesegnete Monat Ramadan, in dem die Muslime zwischen der […]
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Silvia Horsch ist promovierte Arabistin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Arabistik der Freien Universität Berlin. Sie betreibt seit 2003 die Webseite Al-sakina.de und seit 2008 mit zwei anderen deutschen […]
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(iz). Das Fasten im Ramadan ist eine der fünf Säulen des Islam, so wie es im Hadith des Gesandten Allahs heißt: „Islam basiert auf fünf Säulen: Der Bezeugung, dass es keinen Gott gibt außer Allah und dass Muhammad sein Gesandter ist, der Etablierung des Gebets, der Bezahlung der Zakat, der Hadsch zum Haus Allah und dem Fasten im Ramadan.“ (Buchari und Muslim von Ibn ‘Umar).
Allah ta’ala spricht in vielen Versen über das Fasten im Ramadan, vor allem in Sura al-Baqara:
„Oh ihr Gläubigen! Das Fasten ist euch vorgeschrieben, so wie es denen vorgeschrieben war, die vor euch waren. Vielleicht habt ihr Taqwa. Es sind nur abgezählte Tage. Und wer von euch krank oder auf einer Reise ist, soll eine Anzahl anderer Tage fasten. Und denen, die es (nur) mit großer Mühe ertragen können, ist als Ersatz die Speisung eines Armen auferlegt. … Der Monat Ramadan ist es, in dem der Qur’an als Rechtleitung für die Menschen herabgesandt worden ist und als klarer Beweis der Rechtleitung und der Unterscheidung. Wer also in dem Monat zugegen ist von euch, der soll in ihm fasten. … Allah will es euch leicht, Er will es euch nicht schwer machen – damit ihr die Frist vollendet und Allah rühmt, dass Er euch geleitet hat. Vielleicht werdet ihr dankbar sein.“ (Al-Baqara, 183-186)
Abu Huraira überlieferte vom Gesandten Allahs, dass Allah sagte:
„Jede Handlung des Sohnes von Adam gehört ihm selbst, außer dem Fasten. Es ist Mein, und Ich werde ihn dafür entlohnen. Das Fasten ist ein Schutz. Wenn einer von euch fastet, soll er weder öbszön noch zu laut sprechen, und wenn ihn jemand beleidigt oder herausfordert, dann soll er sagen: ‘Ich faste.’ Bei Dem, in Dessen Hand die Seele von Muhammad ist, der Atem desjenigen, der fastet, ist bei Allah genehmer als der Duft von Moschus. Der Fastende hat zwei Freuden: Wenn er sein Fasten bricht, erholt er sich, und wenn er seinem Herren gegenübersteht, hat er Freude an seinem Fasten.“
Das Fasten im Ramadan ist keine Gesundheitskur, und der Grund dafür ist auch nicht, dass man dadurch die Lage der Armen und Hungernden nachempfinden soll. Dies sind lediglich Nebeneffekte. Muslime fasten im Ramadan, weil Allah es so befohlen hat, aus Taqwa.
Allah sagt in Seinem Buch: „Oh ihr Gläubigen! Das Fasten ist euch vorgeschrieben, so wie es denen vorgeschrieben war, die vor euch waren. Vielleicht werdet ihr Taqwa haben.“ Das Wort Taqwa kommt von „schützen“ oder „abschirmen“.
Taqwa ist die richtige Handlung zur richtigen Zeit, im Bewusstsein der Anwesenheit Allahs, Dem auch die Zeit gehört. Mit Taqwa schützt der Muslim sein Selbst. Jemand mit Taqwa lebt sein Leben so, dass er bemüht ist, nur diejenigen Dinge zu tun, die Allah gefallen, und beschützt damit seine Stellung als Stellvertreter Allahs auf der Erde.
Das Fasten ist verpflichtend: für Muslime; für Erwachsene; für geistig und für körperlich Gesunde, Kranke müssen die Tage nach ihrer Gesundung nachholen. Alte oder sehr hinfällige Menschen haben, falls sie können, die Möglichkeit, stattdessen Arme zu speisen. Voraussetzung ist auch die Freiheit von Menstruation – Frauen müssen Tage, die wegen Regelblutung ausgesetzt wurden, nachholen. Reisende dürfen das Fasten brechen.
Erstens muss die Absicht zu Fasten gefasst werden, ohne die es nicht gültig ist. Die Absicht, den ganzen Ramadan zu fasten, muss vor dem ersten Tag des Monats gefasst werden. Es wird jedoch auch empfohlen, diese Absicht jedes Mal vor Anbruch eines neuen Tages zu erneuern.
Zweitens muss man sich während der Zeit des Fastens aller Dinge enthalten, die das Fasten brechen können, wie Essen oder Trinken, sexueller Verkehr, Rauchen und erzwungenes Erbrechen. Falls man während des Fastens eine dieser Handlungen vollzieht, so entscheidet die Absicht über die Bewertung. Geschieht dies unbeabsichtigt, so wird der Tag weiter gefastet und man muss diesen einen Tag später nachholen.
Wird das Fasten im Ramadan allerdings absichtlich gebrochen, so muss man zur Sühne entweder zwei Monate durchfasten oder 60 Bedürftige speisen. Sollte der Ramadan bereits angefangen haben und man hat den ersten Tag mit einer Mahlzeit begonnen, so beginnt man sein Fasten in dem Augenblick, in dem einem die Nachricht vom Beginn des Ramadans erreicht und muss dann einen Tag Fasten nach dem Ende des Monats nachholen.
Das Verbot des sexuellen Verkehrs wird im Allgemeinen auch auf jegliche sexuelle Handlung ausgeweitet, die zur sexuellen Befriedigung führen könnte. Ein Erguss in den Stunden des Fastens zieht die gleiche Strafe der Kaffara (Sühne) nach sich wie absichtliches Essen oder Trinken, nämlich die Speisung von 60 Armen oder das Fasten von zwei Monaten. Selbstverständlich ist die sexuelle Beziehung von verheirateten Eheleuten während der Nachtstunden gestattet.

Foto: Freepik.com
Darüber hinaus gibt es einige Sunnan (Plural von Sunna) im Ramadan: Die Eile, das Fasten sofort nach dem Sonnenuntergang zu brechen (Iftar), das Essen vor dem Sonnenaufgang (Suhur) so spät wie erlaubt zu sich zu nehmen. Das Suhur soll rechtzeitig vor dem Fadschr beendet werden.
Gibt es Zweifel über den richtigen Zeitpunkt, so soll man damit aufhören. Und, sehr wichtig, das Fernhalten von nutzlosem oder streitsüchtigem Gerede. Der Prophet, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, sagte, „Wenn sich jemand nicht der Falschheit in Wort und Tat enthält, dann liegt Allah nichts daran, dass er sich des Essens und Trinkens enthält.“ (Abu Huraira, Buchari).
Wenn er sein Fasten brach, pflegte der Prophet zu sagen: „Der Durst ist verschwunden, die Blutgefäße sind feucht und die Belohnung ist sicher, wenn Allah will“ oder auch: „Oh Allah, wir haben für Dich gefastet, und wir haben unser Fasten gebrochen, mit dem, was Du uns gegeben hast. Wahrlich, Du bist der Hörende, der Wissende.“
‘Abdallah ibn ‘Amr ibn al-’As überlieferte, dass der Prophet, Friede und Segen Allahs mit ihm, sagte: „Wahrlich, das Du’a desjenigen, der sein Fasten bricht, wird nicht abgelehnt.“
Als Monat ist der Ramadan von größter Besonderheit, denn in ihm haben sich wichtige Gegebenheiten der Offenbarung und der ersten Gemeinschaft der Muslime ereignet. Am wichtigsten ist die Tatsache, dass im Ramadan der Qur’an herabgesandt wurde. Daher die Tradition, während des Ramadans den gesamten Qur’an mindestens einmal zu rezitieren.
Ein weiterer wichtiger Teil des Ramadan ist das gemeinschaftliche Tarawih-Gebet. Abu Huraira überlieferte, dass der Gesandte Allahs die Menschen aufmunterte, im Ramadan die Nacht mit Gebet zu verbringen, es aber nicht ausdrücklich verfügt hatte. Der Prophet, Frieden und Segen mit ihm, sagte, dass jedem, der die Nacht im Ramadan im Gebet mit Vertrauen und Erwartung in Allah verbringt, seine vergangenen Fehler vergeben werden.
In den letzten zehn Nächten des Ramadan kommt die Nacht der Macht, die Nacht des Schicksals (Lailatu’l-Qadr), von der Allah sagt, dass sie besser als tausend Monate ist. Es ist die Nacht, in der der Qur’an zum ersten Mal dem Gesandten offenbart wurde und die Engel von den Himmeln herabsteigen.
Foto: Ini Keutamaan Menghafal
Es ist gute Sitte unter den Muslimen, in dieser Nacht gemeinsam zu beten und Allah in Bittgebeten anzuflehen. Der Gesandte Allahs sagte, dass ein Du’a, welches in der Lailatu’l-Qadr gesprochen wurde, von Allah angenommen wird.
Eine Sunna des Gesandten war es, ‘Itikaf zu machen. In dieser Zeit, normalerweise das letzte Drittel des Ramadan, zog er sich für Gebet, das Gedenken Allahs und das Lesen des Qur’an in die Moschee zurück. Von außen wurde ihm Essen für die Nächte gebracht. Bedingung für die Gültigkeit eines ‘Itikaf ist es, dass es in einer Moschee stattfindet, und dass es mindestens einen Tag und eine Nacht andauert.
Ohne die Bezahlung der Zakat Al-Fitr und das ‘Id (Feiertags)-Gebet am Ende des Monats ist der Ramadan nicht vollständig und wird von Allah nicht angenommen. Wie der Beginn, so ist auch das Ende des Ramadan von der Sichtung des Neumondes abhängig.
Dabei spielen mathematische Berechnungen keine Rolle. Wie am Beginn des Monats müssen die lokalen Verantwortlichen der Muslime zwei vertrauensvolle Personen des Ortes beauftragen, nach dem Mond zu schauen. Sollte dieser nicht gesichtet werden können, wird der Ramadan nach dreißig Tagen beendet.
Der Ramadan hat nicht nur äußere Aspekte, sondern findet vor allem im Inneren des einzelnen Muslims statt. Das Fasten bewirkt eine Erschütterung der Illusion des Getrenntseins und der Eigenständigkeit des Selbst (Nafs), welches sich in den Verhaltensmustern der Erwachsenen zeigt. Es bringt den Menschen zurück zur Erinnerung seiner Kindheit, in der er – für ihn klar ersichtlich – von jemand anderem versorgt wurde.
Das Fasten ist ein Mittel, die untersten Strukturen der Nafs zu brechen – durch die Erzeugung des spürbaren Bewusstseins, dass es Allah ist, der uns versorgt.
Wenn jemand im Ramadan im Wissen und Vertrauen auf die Belohnung von Allah fastet, werden ihm alle vergangenen schlechten Taten vergeben. So hat das Fasten innerhalb der Schari’a eine Bedeutung, die ohnegleichen ist. Deshalb hat Allah dem Fasten ein eigenes Tor im Garten gegeben.
Foto: Mongkolchon Akesin, Shutterstock
Die Fastenden werden durch dieses Tor – das „Tor der Durstlöschung“ eintreten. Die Durstlöschung ist der höchste Grad des Trinkens, denn nachdem der Durst gelöscht wurde, verlangt es den Trinkenden nach nichts mehr.
Imam Muslim überlieferte in einem Hadith von Sahl ibn Sa’d, dass der Gesandte Allahs, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, gesagt hat:
„Es gibt ein Tor im Garten, welches das „Durstlöschende“ (Ar-Rajjan) heißt. Die Fastenden werden es am Tage der Auferstehung betreten. Niemand außer ihnen wird es betreten. Es wird gefragt: „Wo sind die Fastenden?“ und sie werden hindurchgehen. Wenn der Letzte von ihnen hindurch ist, wird es verschlossen und keiner wird mehr eintreten können.“
Emotion & Sehnsucht: Für viele Muslime ist der Fastenmonat mehr als nur die Erfüllung einer religiösen Pflicht. (iz). Obwohl die Regeln für das Fasten im Ramadan für alle gleich sind, […]
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