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Wie wichtig ist das Freitagsgebet?

freitag

Reihe zum muslimischen Alltag: Anmerkungen zu Bedeutung und Funktion des Freitagsgebets.

(iz). Am 21. Mai wurden Teilergebnisse zum Freitagsgebet in deutschen Moscheegemeinschaften einer umfassenderen Forschungsreihe der Universität Erlangen (FAU) bekannt (siehe S. 13). Sie machen deutlich, dass bestehende Horrorszenarien von wöchentlichen Radikalisierungen während der verpflichtenden Ansprache (arab. khutba) keine Datengrundlage haben.

Die Khutbas beschäftigen sich nach der Darstellung der Forscher überwiegend mit ethischen Fragen des Alltags, zwischenmenschlichen Beziehungen, Bildung, Familie, Nachbarschaft, Umweltschutz und gesellschaftlichem Engagement. Ebenso wurden Aufrufe zur gesamtgesellschaftlichen Teilhabe, Hilfsbereitschaft und Demokratie regelmäßig thematisiert.

Das Projekt „Wechselwirkungen“ wertete Predigtmanuskripte der drei größten Moscheeverbände in unserem Land aus: DİTİB, IGMG und VIKZ. Diese repräsentieren etwa zwei Drittel (rund 1.500 von 2.300) der Moscheen und Gebetsräume in Deutschland.

Die Studie deckt nicht alle Moscheegemeinden ab. Es wird eingeräumt, dass es einzelne geben könnte, in denen radikale Inhalte vorkommen. Diese seien aber nicht repräsentativ für den muslimischen Mainstream in der Bundesrepublik.

Das wichtigste Gebet der Woche

Eines der bedeutendsten Elemente unserer Lebenspraxis ist das rituelle Gebet (arab. as-salat). Und wird immer direkt nach der Schahada aufgezählt. Es zählt zu den „fünf Säulen des Islam“, neben dem Glaubensbekenntnis („es gibt keinen Gott außer Allah, und Muhammad ist Sein Gesandter“), dem Fasten im Monat Ramadan, die Hajj zum Haus Allahs nach Mekka und der jährlichen Vermögenssteuer. Die Verpflichtung zu seiner Verrichtung ist im Qur’an als dem offenbarten Wort Allahs in zahlreichen Versen erwähnt. Beispiel dafür ist dieser: „Wahrlich, das Gebet zu bestimmten Zeiten ist für die Gläubigen eine Pflicht.“ (Sura An-Nisa, Sure 4, 103)

In einem Hadith, einer Überlieferung vom Propheten Muhammad, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, heißt es über diese essenzielle Form der Anbetung Allahs: „Stellt euch vor, jemand von euch hätte vor seinem Haus einen Fluß und würde in ihm fünfmal am Tage baden, würde dann etwas von seinem Schmutz an ihm bleiben?“

Die Gefährten antworteten: „Nichts von seinem Schmutz würde bleiben.“ Da sagte er: „Genauso ist es mit den fünf Gebeten. Allah tilgt durch sie die Sünden.“ (Abu Huraira)

In seiner Form und Bedeutung nimmt das Freitagsgebet (das an diesem Tag anstatt des Mittagsgebets verrichtet wird) eine herausragende Stellung in unserer Woche ein. Es muss gemeinschaftlich gebetet werden. Je nach Rechtsschule gibt es in den Einzelheiten Vorbedingungen, damit es verpflichtend wird.

Um Obligation zu werden, darf die Distanz zur nächstgelegenen Moschee ein bestimmtes Maß nicht überschreiten. Darüber hinaus braucht eine Moscheegemeinde am Freitag ein Mindestmaß an Teilnehmern, damit es Pflicht wird. Außerdem muss sich bspw. nach einigen malikitischen Gelehrten das Gebäude im bleibenden einer islamischen Stiftung (arab. waqf) sein.

Es ist eine Obligation für jeden Muslim, der die Pubertät erreicht hat, geistig gesund, sesshaft, männlichen Geschlechts und in der Lage ist, in die Moschee zu kommen. Es ist keine Verpflichtung für Frauen und Kinder, Reisende, Kranke und Pflegekräfte, die ihre Patienten nicht allein lassen können sowie bei akuter Gefahr oder bedrohlichen Witterungsverhältnissen.

Es findet am Freitag ab dem Zeitpunkt statt, ab dem Muslime das Mittagsgebet machen können. Es beginnt mit einer Ansprache. Wer nicht am Freitagsgebet teilnehmen kann, verrichtet das reguläre Gebet mit der vollen Länge.

Foto: Khalil Mitchell, Visual Aurum

Der Freitag selbst hat eine Bedeutung

Zunächst einmal muss klargestellt werden, dass dieser Tag (arab. al-jumu’a) mitnichten ein Feiertag im Sinne des christlichen Sonntags ist, an dem nicht gearbeitet werden dürfte. Allerdings soll während der Freitagspredigt und des Gebets kein Handel stattfinden – ebenso wenig weitere Tätigkeiten. Er ist aber auch kein Wochentag wie jeder andere.

As-Salat Al-Jumu’a hat eine wichtige gemeinschaftliche Bedeutung. Zu ihm kommt die Bevölkerung eines Ortes in feierlicher Stimmung zusammen. Nach dem Gebet besteht die Möglichkeit für sozialen Austausch. Deshalb ist es bspw. in der malikitischen Schule verpönt, nach dem Ende des Pflichtgebetes weitere, freiwillige Gebet zu sprechen.

Das Freitagsgebet wurde im Islam erst zur Zeit von Medina als verpflichtend etabliert, als eine funktionierende Gemeinschaft entstanden war. Die Khutba, die dem Gebet vorausgeht, sollte idealerweise Elemente enthalten, die für die konkrete Moscheegemeinschaft aktuell oder langfristig relevant sind.

Im Gegensatz dazu hat sich bspw. in den großen türkisch-geprägten Moscheeverbänden (DİTİB, IGMG & VIKZ) die Gewohnheit einer zentral vorgegebenen Predigt durchgesetzt.

Der Tag selbst ist gesegnet

In einer überlieferten Aussage des Propheten, Allahs Friede auf ihm, heißt es: „Der beste von den Tagen, an denen die Sonne aufgeht, ist der Tag des Jumu’a. An ihm wurde Adam geschaffen, und an ihm war sein Fall aus dem Garten. An ihm wurde ihm vergeben, und an ihm starb er. An ihm wird die Stunde kommen, und jedes sich bewegende Ding lauscht von Morgen bis Abend in Erwartung der Stunde, mit Ausnahme der Dschinn und der Menschen. Während des Freitags gibt es eine Zeit, an dem Allah seinem im Gebet stehenden Sklaven das gibt, worum er ihn bittet. (…)“ (Abu Huraira)

Dieser Moment ist nicht genau bekannt. Als einer der wahrscheinlichsten Zeitpunkte wird der Augenblick genannt, an dem der Imam während der Khutba zwischen den beiden Teilen kurz sitzt. Deswegen sprechen viele Muslime und er selbst in dieser Zeit Bittgebete.

Der Prophetengefährte Abu Lubaba überlieferte vom Propheten Muhammad, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben: „Der Tag des Jumu’a ist der Meister und der größte unter den Tagen. In Allahs Sicht ist er größer als der Tag des ‘Id Al-Fitr und der Tag des ‘Id Al-Adha.“

In einer anderen Aussage, die von Ibn ‘Abbas berichtet wurde, wird dieser Tag selbst als Feiertag beschrieben. Er ist ein Moment der Feier – wenn Freude und Glück auf die Herzen der Gläubigen herabgesandt werden.

Die Höflichkeiten des besonderen Tages

Es bestehen mehrere empfehlenswerte Handlungen, die den Tag an sich als auch das Verhalten während der Zeit in der Moschee verschönern.

Soweit der Einzelne betroffen ist, gibt es bspw. diese Aspekte: Es ist notwendig (im Sinne einer sehr empfohlenen Sunna) vor dem Weg zum Jumu’a eine rituelle Ganzkörperwaschung (arab. ghusl), durchzuführen. Das zählt zur spirituellen Höflichkeit dieses Tages. Am besten sollte sie besser spät, also kurz vor dem Gang zum Gebet, durchgeführt werden. Frühestens kann man sie ab vollendetem Sonnenuntergang des Donnerstags durchführen.

Zum Adab gehört es, möglichst früh in die Moschee zu gehen. Das heißt, rechtzeitig am Beginn seiner Zeit, allerdings nicht schon frühmorgens. Auch ist es Sunna, sich dafür zu parfümieren und die beste Kleidung zu tragen.

Empfehlenswert ist ebenfalls, den Schnurrbart zu kürzen, die Nägel zu schneiden sowie Achsel- und Schambehaarung zu rasieren, sollte dies nötig werden. Auch das Benutzen des Miswak/Siwak (Hölzchen zur Zahnreinigung) ist empfohlen. 

Ebenso ist man nach Möglichkeit gut beraten, zum Freitagsgebet zu Fuß zu gehen. Letzteres ist in muslimischen Ländern mehrheitlich kein Problem, in Europa hingegen sind die Entfernungen zu den Moscheen meist größer.

In der Nacht zum Freitag und an ihm selbst sollte man viel Qur’an lesen (wie die Sura Al-Kahf) und außerdem reichlich Salawat (Segenswünsche für den Propheten) sprechen. Daher findet man vor dem Beginn der Freitagspredigt unzählige Moscheebesucher, die sich der Qur’anlektüre widmen: In Ländern wie Marokko wird gemeinsam und laut rezitiert, was ein unvergleichliches Erlebnis ist.

In der Gemeinschaft vor und im Laufe des Gebets und der Khutba gibt es ebenfalls einige prophetischen Gepflogenheiten und spirituelle Perfektionen, die den Moment besonders machen. Nach dem Betreten der Moschee sollten wir uns so weit wie möglich vorne hinsetzen, ohne dabei die anderen Menschen zu stören oder über ihre Köpfe hinwegzusteigen.

Sobald man einen Platz gefunden hat, sollte man zwei Einheiten des Gebets (arab. raka’at) verrichten. Das gilt aber nur für den Fall, dass der Imam den Gebetsraum nicht betritt. Zum Adab in diesem Augenblick gehört das angemessene Sitzen, sich nicht hinzufläzen und nicht die Füße in die Gebetsrichtung auszustrecken.

Sobald der Imam zum Minbar geht, muss jedes Gerede enden.

Nicht einmal der Gruß darf erwidert werden. Wenn der Imam spricht, gibt man ihm die volle Aufmerksamkeit; inkl. der körperlichen, sodass man sich ihm zuwendet. Das ist mehr als Höflichkeit, sondern Pflicht für jeden teilnehmenden Muslim – Männer wie Frauen. Denn die Khutba ersetzt jene zwei Raka’at, die während des Freitagsgebets nicht verrichtet werden.

Foto: Santos1992, Shutterstock

Routine, Manifest oder relevanter Inhalt?

Mindestens einmal die Woche, für ca. 20-45 Minuten, sitzen wir in der Moschee und hören der Freitagspredigt zu. Was ist der eigentliche Zweck dieser Ansprache und wie sind die Erwartungen der ZuhörerInnen? Wie nutzen wir diese wöchentliche Gelegenheit des Gesprächs in der Gemeinschaft?

Auch in Deutschland diskutieren Muslime seit geraumer Zeit, was von einer guten Khutba zu erwarten ist – und was nicht. Ab der Institutionalisierung der Religionsgemeinschaften zu Beginn der 2000er Jahre wurden verschiedene Aspekte oder Formen der Freitagsansprache thematisiert: bloßer Formalismus, Vernachlässigung konkreter Fragen, fehlende Angebote auf Deutsch sowie die gelegentliche Politisierung in manchen Gemeinschaften.

Bei der Sprache haben sich viele Moscheevorstände mittlerweile bewegt und bieten die relevanten Elemente in unserer Landessprache an – ggf. auch als Zusammenfassung.

Wie oben beschrieben, verteilen die großen türkischen Moscheeverbände eine zentrale Ansprache, die in ihren jeweiligen Mitgliedsgemeinden verlesen wird. Das hat einerseits den Vorteil, dass Unsinn oder radikale Inhalte vermieden werden. Andererseits haben die Imame keine Chance, auf die spezifischen Anliegen ihrer Gemeinschaft einzugehen.

Jenseits der notwendigen Elemente einer Khutba (Aufteilung in zwei Segmente, bestimmte arabische Formeln etc.) stellt sich für Muslime über die deutschen Grenzen hinaus die Frage, wie sie ganzheitlich aussehen soll, um den den größtmöglichen Nutzen zu bringen.

Der US-amerikanische Blogger, Gemeinschaftorganisator und Kommentator Omar Usman beschrieb vor einigen Jahren, dass die Ansprache am Freitag keine analoge Variante eines Beitrags im Internet sei oder eine bloße Meinung darstelle. Vielmehr rufe der dieser Tag uns dazu auf, Allah zu gedenken und über das jeweilige Thema zu reflektieren.

In seinen Augen erfüllt eine geglückte Khutba mehrere Funktionen: „Sie soll spirituelle Erneuerung ermöglichen und zur Erziehung der Gläubigen beitragen. Zuerst steht die Erinnerung an Allah im Mittelpunkt, gefolgt von spiritueller Läuterung und schließlich der Vermittlung von Wissen und Weisheit. Sie soll Hoffnung geben und die Zuhörer inspirieren, motivieren und zu einem besseren Leben anleiten. Sie ist ein anvertrautes Gut und muss mit Ernsthaftigkeit und Verantwortungsbewusstsein gehalten werden.“

Er warnte davor, die Khutba zu instrumentalisieren – etwa für politische oder soziale Zwecke, die nicht im Einklang mit der spirituellen Essenz stehen. Zwar seien solche Themen nicht prinzipiell unpassend, doch sollte die Priorität stets auf der Förderung der Spiritualität und der Community liegen.

Des Weiteren bestehe für ihn das Problem, das viele Khatibs (Imame, die die Khutba halten) nicht immer die nötigen inhaltlichen Fähigkeiten für eine substanzielle Ansprache hätten. Darüber hinaus solle sie nicht als einziges Mittel der Kommunikation gesehen werden. „Es gibt zahlreiche andere Möglichkeiten, die Gemeinschaft zu erreichen, etwa durch Programme, E-Mails oder Videos.“

Unter Verwendung von Material auf dem IZ-Archiv.

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Das Freitagsgebet: Studie widerlegt kollektive Vorurteile

Freitagsgebet

Ende Mai veröffentlichte die Universität Erlangen-Nürnberg eine Erhebung über Freitagspredigten in deutschen Moscheen. Die Ergebnisse stellen eine Versachlichung von Debatten dar. Erlangen/Berlin (iz, KNA). Die FAU-Erhebung widerlegt das verbreitete Klischee, […]

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Kurzmeldungen Deutschland (Nr. 360): von Nahostpolitik zur Freitagspredigten

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Die Kurzmeldungen aus Deutschland (Nr. 360) reichen von der Außenpolitik über Dialog mit der Kirche bis zu Freitagsansprache in Deutschland. Regierung fordert Zugang zu humanitärer Hilfe BERLIN (KNA/IZ). Die Menschen […]

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Die Höflichkeiten des Freitags

Freitagsgebet

Das Freitagsgebet: Wenn die Muslime zum Jumu’agebet zusammenkommen, gibt es Punkte, die es zu beachten gilt

(iz). Der Prophetengefährte Abu Lubaba überlieferte vom Gesandten Allahs, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben: „Der Tag des Jumu’a ist der Meister und der größte unter den Tagen. In Allahs Sicht ist er größer als der Tag des ‘Id Al-Fitr und der Tag des ‘Id Al-Adha.“

Der Freitag als Feiertag

In einer anderen Aussage, die von Ibn ‘Abbas berichtet wurde, wird dieser Tag selbst als ein Feiertag (arab. ‘id) beschrieben. Er ist ein Moment der Feier – wenn Freude und Glück auf die Herzen der Gläubigen herabgesandt werden.

Er hat viele Geheimnisse und Belohnungen, die Allah für Seine Diener an diesem Tag vorbehalten hat. Um sie zugänglich zu machen, müssen wir aber gewisse Höflichkeiten (arab. adab) beachten.

In einem Hadith vom Propheten, Allahs Friede auf ihm, heißt es: „Der beste von den Tagen, an denen die Sonne aufgeht, ist der Tag des Jumu’a. An ihm wurde Adam geschaffen und an ihm war sein Fall aus dem Garten. An ihm wurde ihm vergeben und an ihm starb er. An ihm wird die Stunde kommen und jedes sich bewegende Ding lauscht von Morgen bis Abend in Erwartung der Stunde, mit Ausnahme der Jinn und der Menschen. Währenddessen gibt es eine Zeit, an dem Allah seinem im Gebet stehenden Sklaven das gibt, worum er ihn bittet. (…).“ (Abu Huraira)

Foto: Shutterstock

Zwei wesentliche Aspekte

Dieser Adab hat zwei Aspekte: Einer bezieht sich auf den Freitag (arab. jumu’a) als solchen, ein anderer auf das Freitagsgebet.

Vor dem Gang zur Moschee sollte man die rituelle Ganzkörperwaschung (arab. ghusl) machen. Das ist mehr als eine vortreffliche Tat, sondern prophetische Gewohnheit vor dem Freitagsgebet. Dieser einfache Akt bringt enorme Belohnung mit sich.

Abu Umama überlieferte vom Propheten: „Macht Ghusl am Tag von Jumu’a. Wer das tut, dem werden die falschen Handlungen zwischen dem letzten und diesem Freitag vergeben (…).“

In der Nacht vor dem Jumu’a und am Tag selbst sollte man viel Qur’an lesen, zum Beispiel die Sura Al-Kahf, und außerdem viel Segenswünsche für den Prophete (arab. salawat) sprechen.

Es gehört zu den Höflichkeiten, die Zähne zu reinigen, Nägel zu schneiden, den Schnurrbart zu trimmen sowie Scham- und Achselhaare zu entfernen. Abu Huraira berichtete vom Propheten: „Es gibt fünf Dinge, die zur natürlichen Form des Menschen (arab. fitra) gehören – das Stutzen des Schnurrbartes, Nägelschneiden, das Rasieren der Schamhaare, Entfernung der Achselhaare sowie das Zahnholz (arab. siwak).“

Drittens sollten wir unsere beste Kleidung anziehen und viertens Parfüm auftragen. Abu Sa’id Al-Khudri sagte: „Teil der Pflichten des muslimischen Mannes am Tag von Dschmu’ua ist es, das Zahnholz zu nutzen, seine feinsten Kleider zu tragen und Parfüm aufzutragen, wenn er welches besitzt.“

Vorbereitung auf die Reise zum Herrn der Welten

Alle oben genannten Höflichkeiten dienen dazu, sich auf die Reise zum Haus Allahs und auf das Treffen mit unserem Herrn vorzubereiten. Es sind belegte Gewohnheiten des Propheten und welche größere Gelegenheit gibt es als den Freitag? Allah selbst sagt im Qur’an: „Kinder Adams, tragt die feinsten Kleider in jeder Moschee.“ (Al-’Araf, Sure 7, 31)

Die fünfte Höflichkeit ist es, sich frühzeitig auf den Weg zur Moschee zu machen. Je zeitiger man dort ist, desto größer ist die Belohnung bei Allah. In einem Hadith sagte der Gesandte Allahs, dass der Segen dessen, der das Haus mit einer Ganzkörperwaschung verlässt, umso höher ist, je früher er sich auf den Weg macht.

Dann ist es bevorzugt, dass man zur Moschee läuft. Diese Höflichkeit ist natürlich nur anwendbar, wenn man in ausreichender Nähe des Gebetsortes lebt. Nach dem Betreten der Moschee sollten wir uns so weit wie möglich nach vorne hinsetzen, ohne dabei die anderen Menschen zu stören oder über ihre Köpfe hinwegzusteigen.

Sobald man einen Platz gefunden hat, sollte man zwei Gebetseinheiten (arab. raka’at) verrichten. Das gilt aber nur für den Fall, dass der Imam den Gebetsraum noch nicht betreten hat. Zum Adab in ihr gehört das angemessene Sitzen, sich nicht hinzufläzen und nicht die Füße in die Gebetsrichtung auszustrecken.

Dieser Moment, wenn wir uns vor dem Auftauchen des Imams in die Moschee setzen, ist eine besondere Zeit. Allah hat Engel vor die Tore der Moschee gestellt und die Handlungen aller Personen darin aufgezeichnet, bis der Imam herauskommt. Dann werden die Bücher geschlossen. Nutzen wir ihn, um unserem Herrn näherzukommen, indem wir aus dem Qur’an rezitieren, uns an Allah erinnern und ernsthaft über Seine Zeichen nachdenken.

Foto: Nachlass Abdullah Weißer / via J. Matuschik

Wenn der Imam spricht, müssen wir zuhören

Sobald der Imam zum Minbar geht, sollte jedes Gerede enden. Nicht einmal ein Gruß darf erwidert werden. Mit Beginn seiner Ansprache (arab. khutba) gibt man ihm die volle Aufmerksamkeit; auch die körperliche, sodass man sich ihm zuwendet.

Das ist mehr als eine Höflichkeit, sondern Pflicht für jeden Muslim – Männer wie Frauen. Denn die Khutba ersetzt jene zwei Raka’at, die während des Freitagsgebets (im Gegensatz zum normalen Mittagsgebet) nicht verrichtet werden.

Nach dem Gebet ist es in vielen muslimischen Ländern Sitte, dass man sich mit der Familie zum gemeinsamen Essen trifft. In Marokko zum Beispiel wird am Freitag traditionell Couscous serviert, der dann auch an die Armen verteilt wird.

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Freitagsgebet: Debattenbeitrag über seine Bedeutungen

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Das Freitagsgebet ist ein wichtiges Element der Woche. Seine Bedeutungen gehen über das Ritual hinaus. (iz). Werden – Vergehen – Transformation: Diesen Dreiklang können Muslime von Freitag zu Freitag erleben. […]

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Destruktiver Zorn und was sich gegen ihn tun lässt

(iz). Es gibt mehr als 40 Ahadith [Berichte über Aussagen oder Handlungen des Propheten], in denen von Zorn die Rede ist. Er ist eine Eigenschaft, die der Prophet, Allahs Heil und Segen auf ihm, verboten hat, dass wir sie als Eigenschaft haben. In der letzten Khutba hörten wir eine Aussage über den Starken; dass der wirklich Starke der ist, der seinen Zorn beherrscht und nicht einer, der stark im Kampf ist. Der Kämpfer ist physisch stark und bezwingt seinen Gegenüber im Kampf oder im Wettstreit. Wenn man aber sich selbst beherrscht, das heißt, bezwingt, dann ist man innerlich stark, in seinem Batin. Und das ist das wichtigste.

Wann gilt es solche Geduld zu üben? In einer Hadis heißt es: „Geduld gilt es im Augenblick des ‚ersten Schlags‘ zu haben.“ Wenn jemanden eine schlechte Nachricht erreicht, gewöhnt er sich nach einer Weile an diesen Umstand, passt sich an und akzeptiert die Lage. Der Mumin aber tut dies bereits im Augenblick, da ihn die Nachricht erreicht, und nicht erst später, denn „Geduld gilt es im Augenblick des ‚ersten Schlags’“ zu haben.

Es gibt eine Eigenschaft, die, wenn man sie sich aneignet, dem Propheten gleicht. Das ist eine Eigenschaft, die unter den Charaktereigenschaften den Rang ihres Oberhauptes, ihres Sayyid hat. Diese Eigenschaft ist Hilm, Milde. Der Gesandte Allahs, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, sagte: „Der Halim, der Milde, ist beinah ein Prophet.“ Und er sagte: „Hilm, die Milde, ist der Sayyid der Eigenschaften.“ Wenn man mild und dem Zorn fern ist, denkt man ruhiger, entscheidet korrekter, bezieht eine ausgeglichene und eine gerechte Position, irrt nicht ab, ist nicht ungerecht, übertreibt nicht, missbraucht nichts und niemanden. Wenn man jemanden straft, dann überlegt. Und wenn man jemandem eine Gegenleistung erbringt, ist es überlegt, und wenn man lobt oder kritisiert, geschieht es auch überlegt.

Wenn man aber die Kontrolle verliert und die Nafs die Überhand nimmt, dann kann alles was man tut, zu einem schlechten Ende führen. Wenn man zornig ist, verwandelt man sich in einen Anderen, und hält sich an keine Denkregel, hat eine lose Zunge und auch eine lockere Hand. So kann der Zorn zu Ergebnissen führen, die einem missfallen.

Es gibt Situationen, in denen man aufgrund falscher Informationen oder überschnellen Schlüssen zornig wird und später die Wahrheit erkennt und bereut. Und das ist eine schlimme Sache. Allah der Erhabene sagt in der Sure Hudschurat: „Oh ihr Muminin, wenn euch ein Fasiq eine Kunde bringt, dann schafft Klarheit darüber, damit ihr Leute nicht in Unwissenheit beschuldigt, und dann später das, was ihr getan habt, bereut.“ Daher sollte man eine negative Nachricht überprüfen und sich versichern, oder Beweise fordern. Wenn Du an deinem Bruder etwas siehst, dass offensichtlich ungewöhnlich ist, dann wahre eine gute Meinung von ihm, bis Du dir sicher bist. Die gute Meinung ist eine der schönsten Eigenschaften, die man als Muslim haben kann.

Möge Allah mit dem barmherzig sein, der sagte: „Es gibt zwei Eigenschaften, die keine andere gepriesene Eigenschaft überragt: Die Gute Meinung über Allah, und die Gute Meinung über seine Sklaven. Verkörpere diese beiden Eigenschaften und sei nicht stur und aufsässig.“

Eine der größten Tore zur Erleichterung sowie der schnellste und nützlichste Weg ist Dhikrullah. Er poliert die Herzen, ist der Schlüssel der Tür der Eingebung, und der Weg, auf dem die Manifestationen zu den Herzen gelangen. Durch Dhikr geschieht Charakterbildung und -festigung. Der Muslim grämt nicht, sorgt sich nicht oder ist nicht betrübt, außer über sein Vergessen in der Erinnerung an Allah. Wenn er sich mit Dhikr beschäftigt, kennt seine Freude kein Ende und er ist immer glücklich, denn dieser ist der Schlüssel zur Freude und zum Glück. Die Ghafla, die Vergesslichkeit, jedoch ist der Schlüssel zur Trauer und Kummer.

Allah der Erhabene sagt sinngemäß: „Jene, die Iman haben und deren Herzen durch Dhikrullah zur Ruhe kommen – und nur durch Dhikrullah kommen die Herzen zur Ruhe.“ Imam Bukhari und Imam Muslim überlieferten, dass der Gesandte Allahs, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, sagte: „Allah der Erhabene spricht: ‘Ich bin der Erwartung, der Meinung meines Sklaven über Mich. Ich bin bei ihm, wenn er Meiner gedenkt. Wenn er Meiner bei sich im Stillen gedenkt, gedenke Ich seiner bei Mir, und wenn er mich in einer Versammlung erwähnt, dann erwähne Ich ihn in einer besseren Versammlung.’“ At-Tirmidhi überlieferte die folgenden Worte des Propheten: „‘Soll ich euch über eine Tat informieren, die für euch die beste Tat, bei eurem König die reinste Tat und die die höchste eurer Ränge ist, und besser als das Spenden von Gold und Silber, und die Begegnung mit dem Feind auf dem Schlachtfeld und dass ihr einander erschlagt?’ Sie sagten, ‘Sicher!’ Und er sagte: ‘Es ist Dhikrullah.’“ Imam Muslim überliefert, dass der Prophet, Allahs Heil und Segen auf ihm, sagte: „Es gibt keine Versammlung von Menschen, die sich zum Dhikrullah trifft, außer dass die Engel sie umgibt, Rahma sie bedeckt, die Engel auf sie herabkommen und Allah sie bei jenen erwähnt, die bei Ihm sind.“

Es gibt zwei Punkte, die ich erwähnen möchte, um sie zu erklären. Das ist einmal laute Dhikr sowie die Versammlung von Menschen für Dhikrullah.

Was den lauten betrifft, so ist er gemäß der Scharia sowohl laut als auch leise möglich. Der Gesandte Allahs, möge Allah ihn segnen und im Frieden geben, ermutigte zur Erinnerung an Allah auf beide Arten. Und die Gelehrten stimmen darin überein, dass der laute, also hörbare Dhikr besser ist, vorausgesetzt es ist keine Riya, keine Zurschaustellung dabei, oder man stört niemanden der betet, der Quran rezitiert oder der schläft.

Auf diesen Vorzug des lauten Zikr wird in mehreren prophetischen Überlieferungen hingewiesen. So zum Beispiel das Hadith Qudsi, das vorhin erwähnt wurde, in der Allah der Erhabene sagt, dass Er in der Erwartung seines Sklaven über Ihn ist und sagt: „… und wenn er mich in einer Versammlung erwähnt, dann erwähne Ich ihn in einer besseren Versammlung.“

Und der Dhikr in der Versammlung ist laut. Von Zayd ibn Aslam wurde überliefert, dass er sagte: „Ibnu Adra sagte: ‘Ich ging eines Nachts mit dem Propheten, Allahs Frieden und Segen auf ihm, und er bemerkte, dass ein Mann in der Mosche laut sprach. Ich sagte, ‘O Gesandter Allahs, vielleicht ist das jemand, der nur angibt.’ Er antwortete: ‘Nein, er ist vielmehr ein Flehender.’“

Was die Versammlung für die Erinnerung an Allah betrifft, so haben wir eine sehr klare Überlieferung darüber, aber es gibt sehr viele mehr. Ich möchte nur eine erwähnen. Imam Muslim und Hakam überlieferten von Abu Hurayra, der sagte:

„Der Gesandte Allahs, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, sagte: ‘Allah hat Engel, die über das Land ziehen, und nach Versammlungen für den Dhikr suchen, und wenn sie so eine Versammlung finden, dann umgeben sie diese Versammlung mit ihren Flügeln, und türmen sich auf bis zum Himmel. Und Allah der Erhabene fragt sie: ‚Woher kommt ihr?‘ Sie sagen: ‚Wir kommen von einer Versammlung deiner Sklaven, die mit Subhanallah, Allahu Akbar, Alhamdulillah und La Ilaha illa’llah deiner gedenken. Sie bitten Dich um eine Sache, und bitten Dich um Schutz vor einer Sache.‘ Er fragt sie: ‚Und was ist es, worum sie bitten?‘ Sie sagen: ‚Sie bitten Dich um den Garten.‘ Er fragt: ‚Haben sie ihn denn gesehen?‘ Sie sagen: ‚Nein, O Herr!‘ Er sagt: ‚Und wie wäre es, wenn sie ihn gesehen hätten?‘ Dann fragt er: ‚Und wovor suchen sie Schutz?‘ Sie sagen: ‚Vor dem Feuer.‘ Er fragt: ‚Haben sie es denn gesehen?‘ Sie sagen: ‚Nein.‘ Er sagt: ‚Und wie wäre es, wenn sie ihn gesehen hätten? Bezeugt, dass Ich ihnen vergeben habe und ihnen gebe worum sie bitten und sie vor dem beschütze, wovor sie Schutz suchen.‘ Die Engel sagen: ‚Es war unter ihnen einer, der sich unter sie verirrt hatte und nicht wirklich einer von ihnen war.‘ Er sagt: ‚Auch ihm habe ich vergeben, denn dies sind Leute, dass wer mit ihnen sitzt nicht unglücklich ist.’“

Berlin: Nach Brandanschlag fanden sich bei dem heutigen Freitagsgebet mehr als 1.000 Menschen ein

Berlin (iz). In der Nacht zum 12. August kam es zu einem Brand am Rohbau der Berliner Mevlana-Moschee im Stadtteil Kreuzberg. Seitdem begann für die Gemeinde in Kreuzberg ein Gezerre um Ursache und Tathergang. In der Presse hieß es zunächst weiträumig, die Baumaterialien hätten Feuer gefangen, von einem Brand in der Moschee war keine Rede.

Deutschlandweit löste das Ereignis Entsetzen aus und entfachte eine hitzige Debatte über den oftmals ignorierten antimuslimischen Hass in Europa. Der Islamische Förderation Berlin rief ihre Moscheegemeinden auf, aus Solidarität das Freitagsgebet vor der Mevlana-Moschee zu verrichten; auch in den sozialen Medien verbreitete sich die Aufforderung. Diesem Aufruf folgten mehr als 1.000 Muslime, wofür die, sonst stark befahrene, Skalitzer Straße gesperrt wurde.

//2// Zahlreiche Passanten beobachteten und fotografierten die auf Teppichen kniende Menschenmasse, während diese der Rezitation der Sura Yasin lauschte.

 Der Imam predigte von Verständigung und Vielfalt. Es dürfe nicht zu Rassismus kommen, mahnte er, und betonte, dass die Abstammung eines Menschen ihn weder besser noch schlechter macht, sondern lediglich das menschliche Gottesverständnis und ein guter Charakter.

Er sah im Stolz das Fundament für Feindseligkeiten gegenüber anderen und verwies darauf, dass der Islam keine Bevorzugung einer Kultur oder eines Volkes kennt, sondern für jeden offen stehe. Er fuhr fort: Die Muslime dürfen „in keine Opferrolle fallen“, vielmehr sollten sie Vorbilder sein und nachahmenswerte Wege vorweisen.

Die Besucher bestanden aus Jung und Alt, Frauen und Männern, waren dunkel- und hellhaarig. Die Stimmung war neutral, bis gelassen. Befürchtete Emotionen blieben aus. Die Polizei war mit einem großen Aufgebot erschienen, musste es aber in keiner Hinsicht nutzen.

//4// Im Anschluss an das Gebet fand man sich noch einmal vor dem beschädigten Rohbau der Moschee zu einer Pressekonferenz ein. Zahlreiche Kamerateams waren erschienen, ebenso Funktionäre und andere Personen aus der Öffentlichkeit. Der Imam nutzte die Gunst der Stunde, um den Unmut der Gemeinde zum Ausdruck zu bringen. Die Kooperationsbereitschaft der Polizei ließe sehr zu wünschen übrig. Man habe der Presse noch vor dem Moscheevorstand Eintritt in das Gelände gewährt und die Gemeindemitgliedern erst nach Bitte der türkischen Auslandsvertretung um 09.00 Uhr des Folgetages den Tatort besichtigen lassen.

Auch von der Politik habe sich die Gemeinde mehr Anteilnahme erwartet, so habe die türkische Regierung ihnen mehr geholfen,als die deutsche und das dürfe nicht sein. Abgesehen von der Bezirksbürgermeisterin Monika Hermann von den Grünen habe kein zuständiger Politiker die Moschee besucht. Deutliche Kritik adressierte er namentlich an den regierenden Bürgermeister Berlins, Klaus Wowereit, und Innsensenator Frank Henkel. Außerdem gab er bekannt, dass am Morgen des 15.08. in der Asche Spuren von Brandbeschleunigern gefunden worden sind, wonach man von mutmaßlicher Brandstiftung ausgehen müsse. Er vertraue weiterhin den Ermittlungsbehörden und hoffe, dass solche „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ zukünftig nicht mehr geschehen mögen. 
Auch die Bürgermeisterin des Bezirks Kreuzberg-Friedrichshain, Monika Hermann, wollte die Wichtigkeit der kulturellen und religiösen Vielfalt Berlins erwähnen und sprach den Betroffenen ihr Mitgefühl aus. Sie appellierte an die Anwesenden, nicht selbstständig Schuldige zu suchen, sondern die Ermittlungsergebnisse der Polizei abzuwarten.

//3// 
Der Vorsitzende des Islamrats, Ali Kizilkaya, rief zu Besonnenheit und Vernunft auf. Man dürfe nicht vergessen, dass hier alle in einem Boot säßen und man gemeinsam den wichtigen Aufgaben nachgehen müsse. Auch Süleyman Kücük vom DITIB Landesverband Berlin zeigte sich solidarisch mit der Mevlana-Moschee. Seine Ansprache zur Pressekonferenz schloss der Imam mit einem Zitat von Rumi ab: „Wenn dir das Leben immer wieder seine dornige Seite zeigt, so sei nicht traurig. Wisse, dass das Leben dir dann auch die Rose zeigen wird.“

Augenzeugenbericht: Ein mörderischer Freitagmorgen in Kabul, von M.Belal El-Mogaddedi

(iz), 26.02.2010. Heute Morgen bin ich gegen 06 Uhr 30 durch eine gewaltige Explosion, deren Druckwelle die Fensterscheiben meines Schlafzimmers in Tausend Stücke zerbrechen ließ, aus dem Schlaf gerissen worden. […]

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