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Ramadan 2026 in Berlin

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Ramadan 2026 in der Hauptstadt. Der US-Berliner Journalist Robert Rigney zieht eine persönliche Bilanz (iz). Von 2011 bis 2012 lebte ich in Istanbul. Es war mein letztes Jahr als Nichtmuslim. […]

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Berlin – auch eine Hauptstadt der Moscheen

Wilmersdorf Moschee Geschichte spuren

Berlin: Der 100-jährige Bau in Wilmersdorf ist nur eine von vielen Moschebauten der Hauptstadt.

(IZ/KNA). Am 12. März besuchte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zum Fastenbrechen die „Wilmersdorfer Moschee“ im gleichnamigen Stadtteil. Sie wurde vor 100 Jahren errichtet und gilt als Deutschlands älteste noch erhaltene Moschee.

Die „Wilmersdorfer Moschee“ wurde 1924 bis 1928 von der islamischen Lahore-Ahmadiyya-Bewegung, die ihren Sitz in Pakistan hat, gebaut. Der Berliner Architekt Karl Alfred Herrmann entwarf den Bau im „Mogulstil“, der sich an orientalische Vorbilder anlehnt.

Foto: Fabian Goldmann

Die Moschee stand nach eigenen Angaben von Beginn an Muslimen aller Nationen offen und wurde schnell zu einem Ort des interreligiösen Dialogs. Neben dem Gebet werden dort Feste, Vorträge und Veranstaltungen für unterschiedliche Gruppen organisiert. Ab 1993 steht das Gotteshaus unter Denkmalschutz. Seit 2010 findet in der Moschee regelmäßig das Freitagsgebet statt.

Der Bau ist nur einer von unzähligen Moscheegebäuden und muslimischen Gebetsräumen der Hauptstadt. Neben diesem historischen Bau ist es auch die Sehitlik-Moschee nahe des Tempelhofer Felds, die zu den islamischen Wahrzeichen der Metropole gehört.

Ein weiterer markanter Bau ist die Kreuzberger Mevlana-Moschee am Kottbusser Tor. Sie vereint traditionelle und moderne Elemente. Zu ihrer Architektur gehören die kunstvoll gestaltete Kuppel sowie ein Minarett. Sie ist ein Zentrum für Veranstaltungen, Bildung, soziale Projekt und ein Ort für interreligiöse Dialoge.

Am Kottbusser Tor: Kuppel und Minarett der Mevlana-Moschee prägen seit einiger Zeit das Stadtbild. (Foto: Shutterstock)

In der Hauptstadt gibt es derzeit ca. 100 Moscheen und Gebetsräume. Nach Schätzungen leben in ihr ca. 250-300.000 Muslime. Neun Gemeinschaften befinden sich in Bauten, die gezielt für ihren heutigen Zweck errichtet wurden und als solche erkennbar sind. Der Rest befindet sich in umgewidmeten Immobilien wie Gewerberäumen, Wohnhäusern oder liegt in Hinterhöfen.

Soweit es diese religiösen Gebäude betrifft, setzt sich die zeitweise Spaltung der Hauptstadt fort. Mit Ausnahme der Khadija-Moschee liegen alle Moscheegebäude in Westberlin. Dort lebt auch weiterhin die absolute Mehrheit aller Berliner Muslime.

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Ohne Bäume wäre Berlin anders

Berlin Bäume Tiergarten Brandenburger Tor

(iz). Berlin ist eine besondere Stadt, erbaut inmitten von Wald und freier Natur. Im Süden der lichte, freundlich scheinende Grunewald mit seinen teils sandigen Böden, erinnert daran, dass die Ostsee […]

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Australien widerruft Anerkennung West-Jerusalems als Hauptstadt

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Canberra (dpa). Australien macht die Anerkennung von West-Jerusalem als israelische Hauptstadt nach wenigen Jahren wieder rückgängig. Außenministerin Penny Wong begründete dies am Dienstag in Canberra damit, dass über den Status von Jerusalem in Friedensverhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern entschieden werden solle. Die australische Botschaft sei immer in Tel Aviv gewesen und werde dort auch bleiben. Australien wolle eine Zwei-Staaten-Lösung, in der Israel und ein Palästinenserstaat „in Frieden und Sicherheit“ miteinander auskommen.

Israels Ministerpräsident Jair Lapid äußerte sich enttäuscht. Er sprach von einer „hastigen Entscheidung“. „Wir können nur hoffen, dass die australische Regierung andere Dinge ernsthafter und professioneller handhabt. Jerusalem ist die ewige und vereinigte Hauptstadt Israels und nichts wird dies jemals ändern.“ Das Außenministerium kündigte an, den australischen Botschafter einzubestellen.

Australiens neue Regierung von Premierminister Anthony Albanese ändert mit der Entscheidung den Kurs von Vorgänger Scott Morrison. Dieser hatte im Dezember 2018 West-Jerusalem als israelische Hauptstadt anerkannt, die Botschaft allerdings in Tel Aviv belassen.

Darüber hinaus hatte er sich dazu bekannt, einen künftigen palästinensischen Staat mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt anzuerkennen, wenn eine dauerhafte Zwei-Staaten-Lösung erreicht sei. Palästinenser hatten die Entscheidung damals kritisiert. Israel von „einem Schritt in die richtige Richtung“ gesprochen.

Zuvor hatten die USA 2017 unter dem damaligen Präsidenten Donald Trump Jerusalem als Israels Hauptstadt anerkannt und ihre Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegt. Die Verlegung war für die Palästinenser ein Affront. Israel hatte den Ostteil Jerusalems im Sechstagekrieg 1967 erobert.

Palästinensische Hilflosigkeit: „Niemand steht uns bei"

Jerusalem (iz). Alle amerikanischen Präsidenten der neueren Geschichte bezeichneten sich als Freunde Israels, doch er – so Donald Trump während seines Wahlkampfes – würde beweisen, dass er ein wahrer Freund Israels sei.
An diesem Mittwoch, den 06. Dezember, hat er es nun getan. Entgegen aller Warnungen erklärte der US-Präsident, dass die USA Jerusalem als ungeteilte (!) Hauptstadt Israels anerkannten und die amerikanische Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegen wollten.
Sofort versammelten sich wütende Demonstranten in der Jerusalemer Altstadt und ein dreitägiger Generalstreik wurde ausgerufen. Schulen, Kindergärten, Büros und Geschäfte blieben geschlossen – wieder einmal. Die Hamas rief zu einer „neuen Intifada“ auf – wieder einmal. Denn leider protestieren und streiken die Palästinenser sehr oft. So oft, dass es außerhalb Palästinas niemanden mehr interessiert und auch niemand darüber berichtet. Israel verstößt permanent gegen sämtliche Regeln des Völkerrechts, doch die Palästinenser fühlen sich zunehmend hilflos.
„Es gibt keine Führung“, sagte ein Journalist aus Bethlehem. „Niemand steht uns bei und wir sollen unsere Söhne jedes Mal in den Tod schicken.“ Denn immer, wenn erneut ein Mauerabschnitt oder eine Siedlung gebaut wird, immer wenn Häuser demoliert werden oder die Beschränkungen an der Al-Aqsa-Moschee zunehmen, sind die Jugendlichen zur Stelle. Junge Männer gehen mit Steinen und Messern auf israelische Sicherheitskräfte los – und sterben. Ein Stein in der Hand und gleich darauf die Kugel im Kopf. „Ich möchte nicht, dass mein Sohn nach Jerusalem geht“, sagt die Mutter eines 14-Jährigen, „ich habe Angst um ihn“.
Die Stimmung ist angespannt. Wird etwas passieren? Trump wurde „gewarnt“ – aber wovor? Saudi Arabien und Ägypten haben seine Entscheidung moniert. Doch laut dem israelischen Fernsehsender „Channel 10“ hätte der US-Präsident sich diesen Schritt nicht getraut, wenn er nicht Saudi Arabien und Ägypten hinter ihm wüsste.
Erst vor einem Monat kehrte Mahmud Abbas aus Saudi Arabien zurück und berichtete, dass der einflussreiche Kronprinz Muhammad ibn Salman ihm einen mit Trumps Schwiegersohn Jared Kushner erarbeiteten „Friedensvertrag“ vorgelegt habe. Demnach sollte er einem palästinensischen Staat ohne Jerusalem als Hauptstadt, ohne Rückkehrrecht und ohne Abzug der Siedlungen zustimmen. Saudi Arabien bestritt diese Meldungen allerdings.
Während Mahmud Abbas immer noch auf ein Wunder seitens der „Internationalen Staatengemeinschaft“ und auf deren Hilfe hofft, werden in den sozialen Netzwerken und Medien Katar und die Türkei als einzige Unterstützer angesehen. Doch jeder weiß, dass auch diese Länder in ihre eigenen Probleme verstrickt sind.
Währenddessen fragen sich die Menschen vor Ort: Wo ist er also, der wahre Freund Palästinas?