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Internationale Wochen gegen Rassismus: KRM-Sprecher Gümüş dankt Moscheen für Einsatz

Murat Gümüş Rassismus KRM

Murat Gümüş sieht enormen Nachholbedarf im Kampf gegen antimuslimischen Rassismus. Das zeigten nicht nur die tatsächlich erfassten Straftaten in den offiziellen Statistiken, sondern auch zahlreiche Studien.

Köln (KRM/iz). „Ich danke für die vielen Initiativen, die in den Moscheen zu den internationalen Wochen gegen Rassismus durchgeführt wurden. Dazu gehören das Aufgreifen des Themas Rassismus in Freitagspredigten, in Gesprächszirkeln, Social Media Aktionen und diversen Projekten vor Ort, die deutlich zeigen, dass Rassismus, ganz gleich von wem er ausgeht und an wen er sich richtet, keinen Platz in unseren Reihen hat“, erklärte der neue Sprecher des Koordinationsrates der Muslime (KRM), Murat Gümüş, anlässlich des Ausgangs der internationalen Wochen gegen Rassismus. „In mehreren hundert Initiativen“ wurden die internationalen Wochen gegen Rassismus in Moscheegemeinden begangen.

Erste Erklärung als KRM-Sprecher zum Thema Rassismus

Er übernahm am 1. April turnusgemäß den Sprecherposten im KRM von seinem Vorgänger, Eyüp Kalyon. Im Kampf gegen den antimuslimischen Rassismus müsse noch viel unternommen werden. Das zeigten nicht nur die erfassten Straftaten in offiziellen Statistiken, sondern auch zahlreiche Studien. Die Dunkelziffer sei viel höher. Viele Betroffene würden Übergriffe gar nicht erst anzeigen. Die Aufklärungsquote islamfeindlich motivierter Straftaten sei nach wie vor extrem niedrig.

Hinzukämen antimuslimische Diskriminierungen in Schule, auf der Arbeit, bei der Wohnungssuche und bei Bewerbungsverfahren. „Hier kann und muss der Staat mehr tun. Über 4300 Veranstaltungen im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus zeigen, dass ein Großteil der Gesellschaft bereit ist, sich stärker gegen Rassismus einzubringen.“

Rassismus Wochen

Foto: TU Dresden

Hoffnungen auf unabhängigen Expertenkreis UEM

Sein Gremium setze große Hoffnungen in die Arbeit des Unabhängigen Expertenkreises Muslimfeindlichkeit. Ob die Arbeit des Expertenkreises Früchte trägt, wird sich jedoch erst in der Umsetzung seiner Empfehlungen zeigen. „Der KRM wird sowohl die Ergebnisse als auch die Umsetzung etwaiger Empfehlungen mit größter Aufmerksamkeit verfolgen“, erklärt er.

Foto: KRM, Facebook

Wer zum KRM gehört

Weiter bedankte sich Gümüş bei seinem Vorgänger Eyüp Kalyon für „seine sehr gute Arbeit“. Er übernimmt turnusgemäß für ein halbes Jahr die Vertretung des Koordinationsrates der Muslime nach außen.

Im Koordinationsrat der Muslime sind seit 2007 die größten Moscheeverbände in Deutschland zusammengeschlossen. Dies sind: Türkisch-islamischen Union der Anstalt für Religion e.V (Ditib), Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland e.V. (IRD), Zentralrat der Muslime (ZMD), Verband der islamischen Kulturzentren (VIKZ).

2019 schlossen sich außerdem der Zentralrat der Marokkaner (ZRMD) in Deutschland und die Union der islamischen Albanischen Zentren in Deutschland (UIAZD) dem KRM an.

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Roma-Vorsitzender Rose fordert mehr Zivilcourage gegen Rassismus

Rassismus Romani Rose

Romani Rose hat mehr Mut im Umgang mit Rassismus gefordert. Zuschauen ist für ihn keine Option.

Schwerin (KNA). Der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, hat mehr Zivilcourage gegen Rassismus angemahnt. „Wir erleben wieder, dass Menschen in der Krise auf der Suche nach Sündenböcken sind“, erklärte Rose am Montag zum Auftakt der Internationalen Wochen gegen Rassismus in Schwerin.

Romani Rose: Menschen dürfen nicht zuschauen

„Rassismus kommt aber erst dann zum Tragen, wenn die Menschen zuschauen und nicht widersprechen“, so Rose mit Blick auf das diesjährige Motto „Misch dich ein“.

In der deutschen Geschichte seien die beiden Minderheiten Juden und Roma stets Sündenböcke gewesen. Auch heute gebe es wieder ein Erstarken von Nationalismus, Antisemitismus, Antiziganismus und Rassismus.

Foto: ptdh, Pixabay | Lizenz: CC0 Public Domain

„Es geht nicht darum, Schuld aus der Vergangenheit zu übertragen, sondern Verantwortung für das Zusammenleben in unserem Land zu übernehmen und für eine gemeinsame Zukunft einzutreten“, so Rose. Es stimme ihn hoffnungsvoll, dass es bei den diesjährigen Wochen gegen Rassismus mit mehr als 4.000 Veranstaltungen mehr Programmpunkte gebe als jemals zuvor.

Veranstaltungsreihe bis Anfang April

Bis Anfang April sind bundesweit zahlreiche Workshops, Vorträge, Kunstaktionen, Lesungen und Ausstellungen geplant, die auf gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit aufmerksam machen wollen. Die Stiftung gegen Rassismus mit Sitz in Darmstadt organisiert die Aktionswochen.

Mit einer Plakatkampagne zur Aktionswoche gegen antimuslimischen Rassismus wird das neue Meldeportal I Report beworben. Foto: CLAIM / Laurent Hoffmann

Die zentralen religiösen Feiern finden von diesem Donnerstag bis 2. April in Augsburg statt. Am Auftakt wollen Vertreter von Aleviten, Muslimen, Christen, Buddhisten, Bahai, Sikh und Jesiden teilnehmen.

Sportverbände rufen zu einem Bewegungs-Aktionstag an diesem Samstag auf. Unter dem Schlagwort #BewegtGegenRassismus wollen etwa der Deutsche Fußball Bund (DFB) und die Deutsche Sportjugend im DOSB (dsj) zeigen, dass Sport verbinde, bunt und vielfältig sei und keinen Platz für Rassismus lasse.

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Internationalen Wochen gegen Rassismus beginnen am 20. März

Rassismus

Die Internationalen Wochen gegen Rassismus bieten Gelegenheit, gemeinsam etwas gegen Rassismus zu unternehmen.

Darmstadt 8IWGR). Am 20. März findet die bundesweite Auftaktveranstaltung der Internationalen Wochen gegen Rassismus im Schweriner Schloss, dem Plenarsaal des Landtages Mecklenburg-Vorpommern statt.

Schwesig wird die Internationalen Wochen eröffnen

In einer Grußbotschaft vor der anstehenden Auftaktveranstaltung betont die Ministerpräsidentin Mecklenburg-Vorpommerns, Manuela Schwesig, dass das Bundesland sich darauf freue, seine Weltoffenheit und Vielfalt zu zeigen.

Foto: Wolfgang Pehlemann, via Wikimedia Commons | Lizenz: CC BY-SA 3.0

„Die Internationalen Wochen gegen Rassismus bieten Gelegenheit, gemeinsam etwas gegen Rassismus zu unternehmen. Auf Rassismus aufmerksam zu machen, Solidarität zu zeigen, der Angst vor Unterschieden die Freude an Begegnung und gemeinsamen Erlebnissen entgegenzusetzen“, so Manuela Schwesig.

Auftakt in Schwerin

Um 17 Uhr startet die bundesweite Auftaktveranstaltung in Schwerin mit der Begrüßung durch die Präsidentin des Landtages, Birgit Hesse. Nach Grußbotschaften der Vorsitzenden des Stiftungsrates der Stiftung gegen Rassismus, Filiz Polat, MdB, und der diesjährigen Botschafterin der Internationalen Wochen gegen Rassismus, Staatsministerin Reem Alabali-Radovan, wird es, neben verschiedenen musikalischen Beiträgen, Einordnungen zur Lage des Rassismus in Mecklenburg-Vorpommern und eine anschließende Podiumsdiskussion geben.

Die bundesweite Auftaktveranstaltung lässt sich am 20. März 2023 ab 16.45 Uhr im Livestream auf der Website des Landtages Mecklenburg-Vorpommern unter folgendem Link verfolgen: https://www.landtag-mv.de/aktuelles/landtag-live Das Grußwort der Ministerpräsidentin Manuela Schwesig lässt sich hier abrufen: https://www.youtube.com/watch?v=ra-1SiJfGaM 

Link: https://stiftung-gegen-rassismus.de/