
Die globalen Bemühungen, die Konsequenzen der Klimaerwärmung zu begrenzen, können von Spiritualität profitieren. (The Conversation). „Wir haben keine Zeit für Fantastereien, religiöse oder andere. Wir müssen jetzt handeln!“, sagte mir […]
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Die globalen Bemühungen, die Konsequenzen der Klimaerwärmung zu begrenzen, können von Spiritualität profitieren. (The Conversation). „Wir haben keine Zeit für Fantastereien, religiöse oder andere. Wir müssen jetzt handeln!“, sagte mir […]
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Berlin (dpa, iz). Vier von fünf Bundesbürgern nehmen eine Spaltung der Gesellschaft wahr. Das zeigen die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Evangelische Kirche und der Diakonie.
Parallel dazu zeigt eine Studie des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) einen deutlichen Vertrauensverlust der muslimischen Community gegenüber der Bundespolitik in den letzten zwei Jahren.
Diese Ergebnisse deuten nach Ansicht der Autoren auf eine zunehmende politische Entfremdung hin, die laut Experten nicht primär auf migrationsspezifische Faktoren zurückzuführen ist, sondern tiefere strukturelle Ursachen hat.
Danach sind 70 % der Deutschen überzeugt, dass Diskussionen über wichtige Themen in der Öffentlichkeit heute weniger sachlich und respektvoll geführt werden als früher.
Jeder Dritte (36 %) hat demnach schon selbst erlebt, dass Debatten über polarisierende Fragen unsachlich oder respektlos ablaufen. Knapp ein Drittel der Bundesbürger hat wegen unterschiedlicher Meinungen zu solchen Themen schon einmal den Kontakt zu Menschen aus dem eigenen Umfeld reduziert oder gar abgebrochen.
AfD-Kanzlerkandidatin Weidel spricht vor Kameras. (Juergen Novak, Shutterstock)
Von den 2.000 erwachsenen Bundesbürgern, die Forsa befragt hat, äußerten sich 71 Prozent besorgt über aktuelle Entwicklungen im Hinblick auf Rechtsextremismus. Etwa genauso viele Menschen (70 Prozent) sehen Inflation als Sorgenthema. 57 Prozent der Befragten nannten hier Migration, 65 Prozent Islamismus und 46 Prozent Linksextremismus.
Die Meinungsforscher hatten den Teilnehmern die Frage vorgelegt: „Manchmal hört und liest man in den Medien die Aussage, unsere Gesellschaft sei gegenwärtig gespalten. Sehen Sie das auch so oder sind Sie nicht der Meinung, dass unsere Gesellschaft aktuell gespalten ist?“
82 % der Befragten entgegneten mit „sehe ich auch so“, während 12 % erklärten, sie seien nicht dieser Ansicht. Die restlichen Teilnehmer machten hier keine Angabe oder antworteten mit „weiß nicht“.
Religiosität beziehungsweise Spiritualität spielt aktuell laut Umfrage für knapp ein Drittel der Bundesbürger (32 %) eine Rolle, wenn es um ihr mentales Wohlbefinden geht.
Foto: imago | Ina Peek
Ein Unsicherheitsfaktor für die in Deutschland lebenden Menschen mit Einwanderungsgeschichte ist das schwindende Vertrauen in Politiker. Das gilt laut einer Erhebung des deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung (Dezim) insbesondere für Personen, die sich selbst als Muslime identifizieren.
23 % von ihnen hatten bei einer Befragung 2022 angegeben, deutschen Politikerinnen und Politikern «überhaupt nicht» zu vertrauen.
Als ihnen 2024 die gleiche Frage vorgelegt wurde, vertraten 34 % der befragten Muslime diese Auffassung. Zum Vergleich: In der Gruppe der Menschen, die sich selbst als „nicht rassistisch markiert“ bezeichnen, lag der Anteil derjenigen, die Politikern überhaupt nicht vertrauen, zuletzt bei 19 %.
Befragte mit bundesdeutscher Staatsangehörigkeit zeigten größere Skepsis (58 %) als jene ohne (33 %). In Deutschland gebürtige Muslime misstrauen der Politik stärker: 47 % vertrauen der Bundespolitik „gar nicht“, verglichen mit 28% der im Ausland geborenen.
BAKU (KNA). UN-Generalsekretär Antonio Guterres sieht die Ergebnisse der Weltklimakonferenz in Baku als Teilerfolg. Er habe auf ein ehrgeizigeres Ergebnis gehofft, erklärte Guterres am 24. November in der aserbaidschanischen Hauptstadt. „Aber dieses Abkommen liefert eine Basis, auf der man aufbauen kann“. Nun komme es darauf an, dass die Staaten im kommenden Jahr weitere Klimaaktionspläne in Übereinstimmung mit dem 1,5-Grad-Ziel vorlegten. „Das Ende des Zeitalters der fossilen Brennstoffe ist wirtschaftlich unausweichlich“, so Guterres. Die G20-Länder als größte Verursacher müssten dabei führen. Die Verhandlungen der mehr als 190 Teilnehmerstaaten hätten in einer Situation globaler Unsicherheit und Spaltung stattgefunden. Dennoch hätten die Teilnehmer bewiesen, dass multilaterale Zusammenarbeit auch schwierige Themen bewältigen könne. Am Sonntagmorgen hatten sich die Staaten bei der Weltklimakonferenz COP29 in Baku nach verlängerten, zähen Unterhandlungen auf ein Ergebnis geeinigt. Wichtigstes Resultat: Industrieländer sollen bis 2035 jährlich mindestens 300 Mrd. US-Dollar an Klimahilfen für ärmere Staaten zahlen. Bisher lag die Marge bei 100 Mrd., Ziel bleibt eine Jahressumme von 1,3 Billionen US-Dollar. Die aufstrebenden Wirtschaftsmächte China und Indien sollen erst schrittweise an der Zahlung beteiligt werden. Keine konkreten Fortschritte gab es bei der globalen CO2-Reduzierung. Hier blockierten Öl- und Gasförderländer wie Saudi-Arabien weitergehende Beschlüsse.
Foto: Josep Fontanelles Borrell, X
BRÜSSEL (KUNA/IZ). Der Hohe Vertreter der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik, Josep Borrell, sagte am Donnerstag, er habe die Haftbefehle des IStGH gegen den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu, den ehemaligen Verteidigungsminister Yoav Gallant und einen Hamas-Führer zur Kenntnis genommen. „Diese Entscheidungen sind für alle Vertragsstaaten des Römischen Statuts bindend, zu denen alle EU-Mitgliedstaaten gehören“, schrieb er in seinem X-Account. Am 21. November beschuldigte der Strafgerichtshof Netanjahu und Galant sowie den Hamas-Führer Mohammad Deif, seit den Angriffen der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen zu haben.
NOTTINGHAM (The Conversation). Vom Irak über Afghanistan bis hin zu den USA werden die Grundfreiheiten für Frauen ausgehöhlt, da Regierungen bestehende Gesetze zurücknehmen. Erst vor wenigen Monaten führten die Taliban, die 2021 die Kontrolle über das Land wiedererlangten, ein Verbot für afghanische Frauen ein, in der Öffentlichkeit zu sprechen. Ab August umfasste das Verbot auch das Singen, lautes Lesen, das Rezitieren von Gedichten und sogar das Lachen außerhalb ihrer Häuser. Die erste Amtszeit von Donald Trump hat gezeigt, dass es in seiner zweiten Präsidentschaft zu einer weiteren Aushöhlung der Frauenrechte kommen könnte. Die UN-Organisation UN Women schätzt, dass es weitere 286 Jahre dauern könnte, bis die weltweiten geschlechtsspezifischen Unterschiede beim Rechtsschutz beseitigt sind. Kein Land hat bisher die Gleichstellung der Geschlechter erreicht, was sich am Lohngefälle, der rechtlichen Gleichbehandlung und dem Ausmaß der sozialen Ungleichheit ablesen lässt. Frauen und Mädchen werden nach wie vor in allen Teilen der Welt diskriminiert, und es scheint, als würde sich die Lage verschlechtern.
Foto: TexBr, Shutterstock
BEIRUT (IPS). Mit dem Herannahen des Winters bedrohen die anhaltenden Luftangriffe und Bombardierungen im Libanon das Leben und die Lebensgrundlagen der Zivilbevölkerung im ganzen Land und in den Nachbarregionen, was zu einer sprunghaft ansteigenden Zahl von Todesopfern und Vertriebenen geführt hat. Seit die Feindseligkeiten im September eskalierten, wurden im Libanon zahlreiche wichtige Infrastruktureinrichtungen zerstört, darunter auch historische Stätten, die für die libanesische Geschichte von großer Bedeutung sind. Im Verlauf des Konflikts zwischen Israel und der Hisbollah haben die Luftangriffe der israelischen Streitkräfte (IDF) auch vor Zivilisten nicht Halt gemacht. Wiederholte Luftangriffe in der Hauptstadt Beirut haben unter der Zivilbevölkerung weit verbreitete Angst ausgelöst, dass sich Hisbollah-Funktionäre unter ihnen verstecken und sie weiteren Angriffen aussetzen. Die hohe Zahl an Vertriebenen erhöht den Druck auf die humanitären Bemühungen in dieser Krise. Laut einem Bericht des Hilfswerks der Vereinten Nationen für Palästinaflüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) sind seit der Eskalation der Feindseligkeiten im September etwa 473.000 Menschen aus dem Libanon nach Syrien geflohen. Es wurde hinzugefügt, dass durchschnittlich etwa 500 bis 600 Flüchtlinge täglich die libanesische Grenze überqueren.
BEIRUT (KUNA). Das Notfallzentrum des libanesischen Gesundheitsministeriums gab am 16. November bekannt, dass die Zahl der Todesopfer durch israelische Luftangriffe auf 3.452 gestiegen ist, wobei 14.664 Menschen verletzt wurden. Bei erneuten Luftangriffen auf Städte wie Al-Khribeh in Baalbek wurden bpsw. sieben Menschen getötet und 65 verletzt, darunter drei Kinder.
GENF (KUNA). Der Hohe Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte, Volker Türk, äußerte am 1. November seine große Sorge um die Sicherheit von Journalisten in Konfliktgebieten, insbesondere im Nahen Osten, den er als die gefährlichste Region für sie bezeichnete. In einer Erklärung aus Genf anlässlich des Internationalen Tages gegen Straflosigkeit bei Verbrechen an Journalisten hob Türk den erheblichen Verlust an Menschenleben unter palästinensischen Journalisten hervor. Er wies darauf hin, dass über 80 % der Morde an Journalisten ungestraft bleiben, insbesondere in Gebieten wie Gaza, der Ukraine, dem Sudan und Myanmar. Im Jahr 2023 wurden 71 Journalisten getötet, 61 davon im Dienst, und mehr als 300 weitere wurden inhaftiert.
Foto: foxnews.com, Wikimedia Commons | Lizenz: CC BY-SA 4.0
ISLAMABAD (KNA). Die Regionalregierung des Punjab hat den anhaltenden dichten Smog zur „Gesundheitskrise“ erklärt. Es handle sich um eine Folge des Klimawandels, hieß es am 15. November in einer Erklärung. Experten machten indes in erster Linie den Autoverkehr für die massive Luftverschmutzung in der Region verantwortlich: So seien allein in der Stadt Lahore täglich 5,2 Mio. Motorräder und 1,3 Mio. Autos auf den Straßen unterwegs. Der Smog beeinträchtigt inzwischen einen Großteil der Menschen in Punjab, das mit 128 Mio. Einwohnern die bevölkerungsreichste Provinz ist. Allein innerhalb eines Monats seien dort zwei Mio. Fälle von Atemwegserkrankungen registriert worden.
NEW YORK (KUNA). Der zermürbende Krieg und Israels verheerende Militäraktion in Gaza habe zu Massenvernichtung und enormen Verlusten geführt, sagte der UN-Sonderkoordinator für den Nahost-Friedensprozess, Tor Wennesland, am 18. November. In einer Besprechung vor dem UN-Sicherheitsrat zur Lage im Nahen Osten erklärte er: „Nach über einem Jahr schrecklichen Krieges und Blutvergießens steht die Region an einem düsteren Scheideweg.“ Er sagte: „Die internationale Gemeinschaft muss jetzt handeln – gemeinsam mit den Parteien –, um den gefährlichen Kurs, auf dem wir uns befinden, zu ändern.“ Wennesland warnte, dass die humanitäre Lage in Gaza zu Beginn des Winters „katastrophal“ sei, insbesondere die Entwicklungen in Nordgaza mit einer großflächigen und nahezu vollständigen Vertreibung der Bevölkerung und weit verbreiteter Zerstörung und Rodung von Land, inmitten einer beunruhigenden Missachtung des humanitären Völkerrechts. Er erklärte, dass das besetzte Westjordanland weiterhin in einer „destruktiven Spirale aus Gewalt und Hoffnungslosigkeit“ gefangen sei.
Foto: Marwan Hamouu, Shutterstock
GENF (KUNA). UN-Generalsekretär Antonio Guterres forderte am 1. November den Schutz von Journalisten in Gaza und allen besetzten palästinensischen Gebieten. In einer Botschaft, die bei der Eröffnung des Internationalen UN-Medienseminars zum Frieden im Nahen Osten in Genf verlesen wurde, betonte Guterres die Position der Vereinten Nationen, die eine politische Lösung der Krise und ein Ende der israelischen Besatzung fordert. Das Leid der Journalisten sei „beispiellos“. Die anhaltende Verfolgung von Journalisten zeige, wie sich die Lage im Gazastreifen und in allen palästinensischen Gebieten verschlechtere.
NEW YORK (IPS). Da sich die Lebensbedingungen im Sudan infolge des sudanesischen Bürgerkriegs verschlechtern, nehmen die Hungersnot und die Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht unter den rund 11,5 Millionen Vertriebenen weiter zu. Konflikte zwischen den Rapid Support Forces (RSF) und den sudanesischen Streitkräften (SAF) haben die Hilfsmaßnahmen erheblich behindert, sodass Millionen von Zivilisten mit weit verbreiteten Krankheiten und einem allgemeinen Mangel an lebensnotwendigen Ressourcen zu kämpfen haben. Neue Daten von UNICEF zeigen, dass der Süden des Landes am stärksten von der Hungersnot betroffen ist. Schätzungsweise 57 Prozent der Bevölkerung sind während der mageren Jahreszeit 2025 akut von Ernährungsunsicherheit bedroht. Kinder sind unverhältnismäßig stark betroffen, und viele von ihnen sind auf der IPC-Skala (Integrated Food Security Phase Classification) den höchsten Stufen von Hunger und Unterernährung ausgesetzt.
Foto: Fibonacci Blue, via Wikimedia Commons | Lizenz: CC BY 2.0
WASHINGTON (Agenturen). Bei den Kongresswahlen am Dienstag wurden drei muslimische Kandidaten erneut in das US-Repräsentantenhaus gewählt. Die demokratische Abgeordnete Rashida Tlaib, die einzige palästinensische Amerikanerin im Kongress, konnte ihren Sitz im 12. Kongressbezirk von Michigan verteidigen. Ilhan Omar, die erste von zwei muslimischen Frauen im Kongress, gewann eine dritte Amtszeit als Vertreterin des Bundesstaates Minnesota im Mittleren Westen. Der demokratische Abgeordnete Andre Carson wurde im 7. Bezirk von Indiana wiedergewählt, wo er den Republikaner John Schmitz besiegte.
(The Conversation). Jeden Ramadan organisieren Freiwillige in der Westall Moschee und im OneSpace in Melbourne wöchentlich kostenlose Iftars (gemeinsame Abendessen zum Fastenbrechen im Ramadan). In diesem Jahr waren die Teilnehmerzahlen nach Angaben der Freiwilligen höher. Von Nasya Bahfen
Um die Müllberge zu reduzieren, werden die Teilnehmer gebeten, ihre eigenen wiederverwendbaren Essensbehälter und Wasserflaschen mitzubringen. Flaschen und Dosen werden in speziellen Behältern gesammelt und im Rahmen des staatlichen Pfandsystems recycelt, was nach Angaben der Helfer pro Wochenende zwischen 12 und 25 Dollar in die Kassen der Moscheen spült.
Viele Besucher sind ausländische Studenten aus Indonesien oder Malaysia. Sie leben weit weg von ihren Familien, zahlen hohe Studiengebühren, jonglieren mit dem Studium in prekären Arbeitsverhältnissen und repräsentieren einen Teil der australischen Gesellschaft, der besonders stark von den steigenden Lebenshaltungskosten betroffen ist. Dazu gehört der sprunghafte Anstieg der Lebensmittelpreise infolge der durch die globale Erwärmung verursachten Ernteausfälle.
Dies ist nur ein kleines Beispiel für ein weltweites Problem. Die Art und Weise, wie Muslime auf der ganzen Welt den Ramadan erleben, verändert sich durch den Klimawandel, oft zum Schlechteren.
Foto: UN Photos
Wie die Mitglieder weiterer islamischer Gemeinschaften in Australien bilden die Muslime indonesischer Herkunft in Melbourne eine privilegierte Minderheit, die in einem wohlhabenden und friedlichen Land lebt.
Muslime in anderen Teilen der Welt stehen vor größeren Herausforderungen. Einige Staaten, die als besonders anfällig für die Auswirkungen des Klimawandels gelten, sind Länder mit einer muslimischen Bevölkerungsmehrheit (wie Indonesien, Bangladesch und Pakistan).
Im Nahen Osten und in Nordafrika, wo es viele Länder mit muslimischer Bevölkerungsmehrheit gibt, beschreibt das Welternährungsprogramm eine „anhaltende Krise der Ernährungssicherheit“. In dieser von Konflikten und Klimaveränderungen geprägten Region ist laut WFP der (zeitweise) Verzicht auf Nahrung (als religiöse Tradition) für Millionen von Menschen das ganze Jahr über zur Realität geworden.
Die Ernährungsunsicherheit im Nahen Osten und in Nordafrika wird durch seine Trockenheit verschärft, in der 12 der trockensten Länder der Welt liegen.
Dazu gehören Algerien, Bahrain, Katar, die Palästinensischen Gebiete, Saudi-Arabien, Tunesien und Jemen. Angesichts des prognostizierten Rückgangs der Niederschläge, der das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der nahöstlichen Staaten dezimieren wird, stellt der Klimawandel eine große Bedrohung für diese Länder dar.
Ernährungsunsicherheit und Wasserknappheit sind nicht die einzigen Auswirkungen des Klimawandels, die im Ramadan zu spüren sind. Steigende Temperaturen haben dazu geführt, dass Menschen aufgrund extremer Wetterereignisse wie Stürme, Waldbrände und Wassermassen vertrieben wurden.
Im Jahr 2022 zerstörten Fluten in Pakistan die Wasserversorgung, sodass mehr als fünf Millionen Personen auf Teiche und Brunnen angewiesen waren. Dies trug zu einem Anstieg von Krankheiten bei, da das Wasser verunreinigt war.
Foto: Asianet-Pakistan, Shutterstock
Auch Hitzewellen während der Fastenzeit können tödlich sein. Im Jahr 2018 starben Dutzende von Menschen, auch in Pakistan, in der brütenden Hitze zu Beginn des Ramadan. Nach einem Extremwetterereignis ist das Bruttoinlandsprodukt eines konfliktgeplagten Landes viermal so stark betroffen wie das eines stabilen Landes.
In Zentralasien wurden nach Klimakatastrophen dauerhafte BIP-Verluste von 5,5 % verzeichnet, im Nahen Osten und Nordafrika von knapp über 1 %. Solche Verluste verschärfen die ohnehin prekäre Stabilität dieser mehrheitlich muslimischen Länder.
Extreme Wetterereignisse wie die Überschwemmungen in Bangladesch beeinträchtigen die Produktion von Gütern des täglichen Bedarfs. Auf praktischer Ebene wirken sich die Einkommensverluste, die durch die Überschwemmung ganzer Städte entstehen, auf die lokale Wirtschaft während des Ramadan und darüber hinaus aus, da die Überlebenden weniger ausgeben und sparsamer feiern. (The Conversation)
* Übersetzt und veröffentlicht im Rahman einer Creative Commons-Lizenz.
Genf (dpa/IZ) Der Klimawandel ist im vergangenen Jahr mit alarmierenden Negativ-Rekorden deutlicher denn je sichtbar geworden. Celeste Saulo, die Chefin der Weltwetterorganisation (WMO), sprach bei der Veröffentlichung des abschließenden Berichts über den Zustand des Weltklimas 2023 am Dienstag von „Alarmstufe Rot“. „Beim Klimawandel geht es um viel mehr als um Temperaturen. Was wir im Jahr 2023 erlebt haben, insbesondere die beispiellose Erwärmung der Ozeane, den Rückzug der Gletscher und den Verlust des antarktischen Meereises, gibt Anlass zu besonderer Sorge“, teilte sie mit.
Die WMO bestätigte ihre vorläufigen Schätzungen: Die global gemittelte Durchschnittstemperatur lag 2023 rund 1,45 Grad über dem Niveau vor der Industrialisierung (1850-1900). Davor war 2016 das wärmste Jahr, mit rund plus 1,3 Grad.
Der europäische Klimawandeldienst Copernicus hatte die Erwärmung 2023 mit plus 1,48 Grad angegeben. Die WMO betrachtet jeweils Datensätze von Copernicus und mehrerer anderer renommierter Institute zusammen. Deshalb ist ihr Bericht über Klimaveränderungen besonders breit abgestützt und gilt als globale Richtschnur.
Im Laufe des Jahres hätten 90 Prozent der Ozeanregionen eine Hitzewelle erlebt, so die WMO. Zudem hätten die Gletscher mehr Eis verloren als in jedem anderen Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen 1950, vor allem in Nordamerika und Europa. Auch die Ausdehnung des antarktischen Meereises habe einen Negativ-Rekord erreicht. Die maximale Ausdehnung sei eine Million Quadratkilometer kleiner gewesen als beim vorherigen Negativ-Rekord: Das entspricht einer Fläche etwa so groß wie Deutschland und Frankreich zusammen.
Der global durchschnittliche Meeresspiegel sei im vergangenen Jahr so hoch gewesen wie nie seit Beginn der Satellitenmessungen 1993. In den vergangenen zehn Jahren sei der Meeresspiegel doppelt so schnell gestiegen wie in den ersten zehn Jahren seit Beginn der Satellitenmessungen. Ursachen seien sowohl die Schmelze von Gletschern und Meereis als auch die thermische Ausdehnung des wärmeren Wassers.
Karsten Haustein vom Institut für Meteorologie der Universität Leipzig kritisierte anlässlich des Berichts, dass in der öffentlichen Debatte hierzulande verbreitet der Eindruck dominiere, die Klimawandelfolgen seien durch Technologie schon irgendwie zu bewältigen. Es fehle an Willen, die Krise ernst zu nehmen. „Tatsache ist, dass die durch Nichthandeln entstehenden Folgekosten die nötigen Kosten, um den Klimawandel rechtzeitig zu stoppen, um fast den doppelten Betrag jährlich übersteigen werden.“ Je mehr jetzt investiert werde, um die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu beenden, desto mehr Geld werde insgesamt mittelfristig gespart. „Heutige Untätigkeit wird unsere Kinder und Enkel teuer zu stehen kommen.“
Wasser: 2,2 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Auch Dürren und Überschwemmungen zeigen, wie sehr Wasser zum wichtigen Faktor der Weltpolitik geworden ist. (KNA). Wasser ist in diesem […]
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Ordnung: Die Pandemie der letzten Jahre hat gezeigt, dass der Multilateralismus eine Antwort auf globale Krisen sein kann. (IPS). Das multilaterale System ist angesichts zunehmender geopolitischer Spannungen und Rivalitäten zwischen […]
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Pfungstadt. Am 23. März beginnt der Ramadan. Zum siebten Mal wendet sich die deutsch-muslimische Umweltschutzorganisation NourEnergy mit der Kampagne „GreenIftar“ an die Community: Sie motiviert MuslimInnen zu einem nachhaltigen und achtsamen Essen nach Sonnenuntergang.
Sie gibt Mitgliedern von Moscheen, Hochschulgruppen und privaten Haushalten inspirierende und einfach umsetzbare Ideen, um im Ramadan nicht Teil des Problems, sondern Teil der Lösung zu sein für die Umwelt und das Klima. Mit einem Fastenbrechen, dass nicht nur an heute, sondern auch an morgen denkt.
Dank der seit 2017 bestehenden Kampagne konnte NourEnergy bisher über 50 Organisationen für die Kampagne GreenIftar gewinnen. Gemeinsam wurden bisher mehr als 250 GreenIftare veranstaltet und über 35.000 Gäste erreicht. Durch plastikreduzierte Fastenbrechen konnten unserer Umwelt so über 127.000 Plastikteile erspart werden.
Foto: NourEnergy, GreenIftar
Auch während des Lockdowns führte NourEnergy die Kampagne fort. Statt Fastenbrechen in Präsenz zu organisieren, wurden MuslimInnen motiviert in ihren privaten Haushalten nachhaltiger zu kochen und bewusster zu konsumieren.
Die Moscheegemeinden wurden bestärkt Onlinevorträge zum Thema „Nachhaltigkeit und Ramadan“ anzubieten. NourEnergy selbst hat 2021, mit über 170 Personen, Europas größten Online-GreenIftar veranstaltet.
Was die Teilnehmenden verbindet? Alle Teilnehmenden sind beflügelt von einer gemeinsamen Leidenschaft und dem Willen etwas Gutes, Wirkungsvolles für die Umwelt und das Klima tun.
„Für eine erfolgreiche Nachhaltigkeitskommunikation ist es wichtig, sich auf eine Zielgruppe zu konzentrieren und dabei ihre Lebensrealitäten und Handlungsmotive gut zu kennen. GreenIftar findet bewusst im Ramadan statt, in dem die Selbstreflexion und Achtsamkeit stark im Vordergrund stehen. Genau hier werden die Menschen auch abgeholt und eingeladen, ihr Konsumverhalten zu hinterfragen und neue, nachhaltige Vorsätze zu treffen, die sie auch über den Fastenmonat hinaus weiterleben.“
Esra Doganay, Programmleitung NourEnergy
Etwa 2800 Moscheen gibt es allein in Deutschland. Ein Großteil bietet an Wochenenden, einige im gesamten Ramadan – also ca. 30 Tage lang – Fastenbrechen an.
NourEnergy möchte diese Moscheen und andere muslimische Organisationen dafür gewinnen, nachhaltige Fastenbrechen zu veranstalten und somit Vorbilder für ihre Gemeinde zu werden.
2022 und 2023 waren ExpertInnen des Teams in Nordrhein-Westfalen auf Workshop-Tour. Es wurden bereits über 155 MultiplikatorInnen ausgebildet, die das gewonnene Wissen an ihre Organisation und ihr Umfeld weitertragen. GreenIftar wird u.a. mit Mitteln der Stiftung Umwelt und Entwicklung, Engagement Global sowie des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert.
Wie jedes Jahr steht auch jetzt eine umfangreiche #greeniftar-Kampagne auf sozialen Medien in den Startlöchern. Influencer und hochgradige Persönlichkeiten aus der Community rufen gemeinsam mit NourEnergy zu einem Ramadan im Zeichen der Schöpfung auf, mit dem Ziel: 2 Mrd. Muslime weltweit für eine nachhaltige Entwicklung.
Mit einem GreenIftar entscheide man sich bewusst dafür, dass die Mahlzeit nach dem Sonnenuntergang „keine Müllberge, Verschwendung und Leid in diese Welt setzt“. Einzelpersonen, Projekte und Moscheegemeinschaften sollen dazu inspiriert werden, das Fastenbrechen so verantwortungsvoll wie möglich vorzubereiten. Diese Achtsamkeit habe Einfluss auf das körperliche wie das seelische Wohlbefinden.
Foto: NourEnergy, GreenIftar
NourEnergy hat neun Ziele für ein grüneres Fastenbrechen definiert. Dazu gehören unter anderem:
1. Verwendung von regionalen und saisonalen Zutaten. Viele Obst- und Gemüsesorten werden importiert, da sie hierzulande nicht oder nur zeitweise angebaut werden können. Jahreszeitliche Lebensmittel aus der Region sind nicht nur länger haltbar und gesünder, sondern sie schmecken intensiver, da sie frisch geerntet einen minimalen Nährstoff- und Vitalstoffverlust erfahren.
2. Bewusster Umgang mit Wasser. Wasser ist für Pflanzen, Tiere und Menschen lebensnotwendig und somit unverzichtbar. Im Alltag, beim Kochen oder beim Waschen wird Wasser verwendet. Leitungswasser spart Müll, Geld, Zeit und Kraft. Es ist günstiger als abgefülltes, verursacht keinen Abfall und muss nicht transportiert werden
3. Einfach und/oder vegetarisch kochen. Oft werden Tiere mit importiertem Soja und Getreide aus dem Ausland gefüttert. Nicht nur lange Transportwege, sondern auch die Abholzung wertvoller Wälder für den Anbau von Futter, der Verlust der Artenvielfalt, der Wasserverbrauch sowie Produktion von Lebensmitteln belasten die Umwelt.
4. Weniger ist mehr. Lebensmittelverschwendung ist in wohlhabenden Ländern eine Realität, die häufig vermeidbar ist. Durch einen bewussteren Umgang mit Nahrungsmitteln kann Verbrauch sinnvoll und damit ökologisch, wirtschaftlich und spirituell verantwortungsvoll gestaltet werden.
5. Verzicht auf unnötige Plastikverpackungen. Ein Leben ohne Plastik können wir uns nicht mehr vorstellen. Kunststoffe sind in vieler Hinsicht praktisch, aber nicht problemlos. Die Folgen seiner falschen Anwendung oder Entsorgung sind sowohl für die Menschen und die Umwelt verheerend – insbesondere für Meere und Meeresbewohner.
6. Mehrweg statt Einweg. Der Verbrauch von Einweggeschirr steigt in Deutschland seit Jahren rapide an. Dabei wird das meiste Essen sofort verzehrt – Teller, Becher und Boxen landen direkt im Müll und danach nicht selten in unsere Umwelt, in der sie viele Jahrzehnte verweilen. Um Umweltverschmutzung und energieintensive Entsorgung zu vermeiden, sollte man auf diese Utensilien weitestgehend verzichten.
Jakarta (KNA). Mit einem internationalen Forum „Religion of 20“ (R20) setzt das mehrheitlich islamische Indonesien als erster Gastgeber eines G20-Gipfels auf Religionen als Teil der Lösung globaler Probleme. Religionen und religiöse Führer sollten die Zusammenarbeit fördern und den Glauben zu einer Quelle für den Weltfrieden machen, sagte Indonesiens Präsident Joko Widodo laut dem Nachrichtenportal „Jakarta Post“.
Das Forum wurde von der Nahdlatul Ulama (NU) als größter muslimischer Organisation Indonesiens organisiert. R20 will laut „Jakarta Post“ Diskussionen zwischen religiösen Führern weltweit fördern, um gemeinsame Lösungen für Probleme wie religiösen Extremismus zu finden und die Kraft der Religion für Lösungen globaler wirtschaftlicher und politischer Probleme zu nutzen.
Zu der zweitägigen Veranstaltung auf Bali, die an diesem Donnerstag endete, wurden mehr als 400 Teilnehmer erwartet, darunter 160 interreligiöse Persönlichkeiten aus den 20 größten Volkswirtschaften der Welt. Zu den eingeladenen Organisationen gehörten die katholische Kirche, die anglikanische Kirche, die World Evangelical Alliance, die World Muslim League und zur Überraschung von Beobachtern auch die militante, hindu-nationalistische und paramilitärische „Rashtriya Swayamsevak Sangh“ (RSS). Die RSS ist treibende Kraft von Hass und Gewalt gegen Muslime wie Christen im mehrheitlich hinduistischen Indien.
Das Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschef der 20 wichtigsten Industriestaaten findet vom 15. bis 16. November auf Bali statt. Zwei Wochen vor dem Gipfel ist es laut Medienberichten weiterhin offen, ob Russlands Präsident Wladimir Putin nach Bali reisen wird. Russlands Krieg gegen die Ukraine sowie die durch die Ukrainekrise als auch die Coronapandemie ausgelöste weltweite Wirtschaftskrise werden das beherrschende Thema des G20-Gipfels sein.

Vor dreißig Jahren fand in Rio de Janeiro die Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung (Earth Summit) statt. Sie machte den Weg frei für drei wichtige Konventionen zur […]
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