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Singapur am vielfältigsten. Deutschland auf Platz 20

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Singapur führt: Die Staaten mit der weltweit größten Vielfalt in Sachen Religion liegen  nicht in Europa. Besonders ein Land sticht hervor. (KNA). Singapur ist das religiös vielfältigste Land der Welt. […]

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Kurzmeldungen Inland (Nr. 368): von Radikalisierung bis zu Blutspenden

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Die Kurzmeldungen aus dem Inland (Nr. 368) reichen vom Aktionstag für Vielfalt über Gefahren durch IS-Anhänger bis zu einem Aufruf für Blutspenden.

Regierung lehnt Bau von 19 Siedlungen ab

BERLIN (IZ). Belgien, Kanada, Deutschland und zwölf weitere Staaten verurteilen in einer gemeinsamen Erklärung die Genehmigung von 19 neuen israelischen Siedlungen im besetzten Westjordanland durch das israelische Sicherheitskabinett als Verstoß gegen internationales Recht. Die Regierungen warnen vor wachsender Instabilität und einer Gefährdung des Gaza-Gesamtplans sowie der Perspektiven für eine Zwei-Staaten-Lösung. Israel wird aufgefordert, die Entscheidung im Einklang mit UN-Resolution 2334 zurückzunehmen.

Foto: Pixabay | Lizenz: CC0 Public Domain

Bündnis für mehr Vielfalt an Aktionstag

BERLIN (KNA/IZ). Mit Theaterworkshops, Spaziergängen und Debatten ein Zeichen gegen Spaltung und für Toleranz setzen. Das möchte ein breites Bündnis. Mit dabei sind auch die Kirchen, Muslime und der Zentralrat der Juden. Die „Initiative kulturelle Integration“ hat zum landesweiten Aktionstag „Zusammenhalt in Vielfalt“ am 21. Mai aufgerufen. Zum Auftakt stellte das Netzwerk aus 28 Organisationen am 16. Januar in Berlin erste Veranstaltungen vor, die im Laufe des Jahres bundesweit stattfinden. Der Sprecher der Initiative und Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats, Olaf Zimmermann, sagte, alle Menschen seien eingeladen, sich aktiv für den gesellschaftlichen Zusammenhalt stark zu machen.

GdP sieht Gefahren durch IS-Anhänger

BERLIN (KNA/IZ). Der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei Kopelke hat vor einer möglichen unkontrollierten Rückkehr deutscher IS-Kämpfer aus Syrien gewarnt. Die aktuelle Lage sei gefährlich. „Einige der seit Jahren mit ihresgleichen in Syrien einsitzenden Islamisten könnten auf Rache sinnen“, sagte er dem Berliner „Tagesspiegel“ am 21. Januar. Bei Kämpfen zwischen syrischen Regierungstruppen und kurdischen Einheiten im Norden soll es zu Ausbrüchen dieser Extremisten gekommen sein. Über die Zahl gibt es widersprüchliche Angaben.

kinder Bildungssystem

Foto: Anastasia Shuraeva, Pexels

Warnungen von Bildungsungerechtigkeit

BONN (KNA). Verbände und Hilfswerke weisen auf die Bedeutung von Bildung und auf fehlende Bildungsgerechtigkeit hin. Laut einer Umfrage des Deutschen Beamtenbunds DBB zum Internationalen Tag der Bildung sehen 90 % Probleme in der Bildung als größte Gefahr für die Zukunft des Landes. Erst dahinter folgen die Zunahme gesellschaftlicher Spannungen (88 %), die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich (85 %), der Mangel an qualifizierten Fachkräften (78 %), zunehmender Rechtsextremismus und „islamistischer Terror“ (je 70 %) und der Klimawandel (62 %).

Die Schura bestimmt einen neuen Vorstand

BREMEN (IZ). Die Schura Bremen hat im Dezember ihre ordentliche Mitgliederversammlung mit 22 Moscheegemeinden abgehalten und einen neuen Vorstand gewählt. Im Mittelpunkt standen der Umgang mit wachsendem antimuslimischem Rassismus, Reaktionen von Politik und Medien auf den Genozid an Palästinensern, Gebetsmöglichkeiten an Schulen, Jugendarbeit sowie die Ausweitung von Bestattungsflächen. Der Vorsitzende Murat Celik wurde im Amt bestätigt; seine Stellvertreter sind künftig Ömer-Faruk Coban, Halime A. und Yakup Akman. Generalsekretär bleibt Riyad Preukschas.

Foto: Falkschule, Hamm

Landesregierung hält an Islamunterricht fest

DÜSSELDORF (KNA). Die schwarz-grüne Landesregierung in Nordrhein-Westfalen will den Islamischen Religionsunterricht an den Schulen weiter ausbauen. Eine von ihr beauftragte wissenschaftliche Untersuchung unterstreiche, dass der vor 14 Jahren in dem bevölkerungsreichsten Bundesland eingeführte Bekenntnisunterricht „ein wichtiger Bestandteil der Bildungsaufgabe und Ort der Orientierung für muslimische Schülerinnen und Schüler“ sei, sagte Schulministerin Dorothee Feller (CDU) am 21. Januar im Bildungsausschuss des Landtags. Gerade in einer Zeit, in der Social-Media-Inhalte polarisierten, aufhetzten oder falsch seien, gebe das Fach Orientierung.

Terror von Hanau fordert ein spätes Opfer

HANAU (IZ). Sechs Jahre nach dem rassistischen Anschlag von Hanau ist der 70-jährige Ibrahim Akkuş an den Spätfolgen seiner Schussverletzungen gestorben, wie die Stadt Hanau mitteilte. Akkuş hatte den Angriff vom 19.02.2020 schwer verletzt überlebt und lebte seitdem mit massiven körperlichen und seelischen Beeinträchtigungen. Mit seinem Tod steigt die Zahl der Todesopfer des rechtsterroristischen Anschlags auf zehn und rückt erneut das ungelöste Versagen von Sicherheitsbehörden sowie die unzureichende Aufarbeitung in den Fokus. Angehörige und Initiativen kritisieren weiterhin mangelnde Transparenz, fehlende Konsequenzen und unzureichende, langfristige Unterstützung für Betroffene.

Foto: LV Zentralrat NRW, Facebook

Der Zentralrat kündigt Reformen an

KÖLN (IZ). Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) hat einen umfassenden Reform‑ und Transparenzprozess angekündigt. Zudem solle eine unabhängige Untersuchung der Vorwürfe gegen die zum ZMD gehörende ATIB durchgeführt werden. Der Text vom 8. Januar betont damit seinen Willen zu innerer Erneuerung und Rechenschaft. Generalsekretär Aladdin Beiersdorf‑El Schallah erklärte, man wolle Strukturen „kritisch überprüfen und zukunftsfest machen“.

Engpass bei Blutkonserven: Muslime sollen spenden

KÖLN (IGMG). „Die Blutkonserven werden immer knapper, weil immer weniger Menschen spenden. Moscheen helfen und informieren – mehrsprachig, verbindend, wirksam“, erklärt Ali Mete, Generalsekretär der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG). Anlass sind Appelle deutscher Kliniken und des Roten Kreuzes an die Menschen, mehr Blut zu spenden. „Blutkonserven sind eine stille Lebensversicherung der Gesellschaft, die nur funktioniert, wenn genügend Menschen mitmachen. Doch nur etwa drei Prozent der Bevölkerung spenden“, so Mete weiter.

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Foto: DITIB.org

1 Jahr Staatsvertrag: Muslime beim Runden Tisch

MAINZ (IZ). Ein Jahr nach der Unterzeichnung der Verträge mit vier islamischen Verbänden lud Ministerpräsident Schweitzer die Mitglieder des Runden Tisches Islam in die Staatskanzlei ein. Der Runde Tisch Islam besteht seit 2012 und steht unter der Leitung des Beauftragten für Migration und Integration Vicente. Mit der Unterzeichnung der Verträge im Dezember 2024 setzte Rheinland-Pfalz ein bundesweit bedeutsames Zeichen. Als erstes Flächenland in Deutschland wurden die Beziehungen zu islamischen Religionsgemeinschaften umfassend vertraglich geregelt.

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Imam Benjamin Idriz: „Diese Vielfalt hat uns bereichert“

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IZ-Begegnung mit Imam Benjamin Idriz über eine Kindheit in einer Gelehrtenfamilie, multikulturelle Moscheegemeinden und die Notwendigkeit des Dialogs. (iz). Benjamin Idriz, 1972 in Skopje geboren, ist Imam und islamischer Theologe […]

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Die Natur steht vor einem Wendepunkt

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Die Natur befindet sich an einem Wendepunkt. Durch menschliche Aktivitäten sind bis zu Million Pflanzen- und Tierarten vom Aussterben bedroht. (IPS). Daher ist die Sicherung einer nachhaltigen Entwicklung und die […]

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Reiseblog Westbalkan: Olympia oder die Monotonisierung der Welt

Monotonisierung

IZ-Herausgeber Abu Bakr Rieger auf den Spuren von Evliya Çelebi: Schon Stefan Zweig beklagte die Monotonisierung der Welt.

(iz). Im griechischen Olympia gibt es in einer touristisch geprägten Straße einen Buchladen. Unter den Klängen einer Sinfonie von Beethoven stöbere ich allein in der Abteilung für englische und deutsche Bücher, bis mich der Eigentümer entdeckt. Wir kommen ins Gespräch und ich erzähle ihm von unserer Odysee.

„Reisen“, seufzt er und zuckt mit den Achseln, „ist eine Bewegung, von der ich lebe, aber ich erwarte davon nichts mehr. Zu viele Leute sind heutzutage unterwegs, um zu erfahren, dass alle gleich sind!“ Ich kaufe ein Buch bei ihm und bezahle. Zum Abschied drückt der Buchhändler mir einen deutschen Text mit dem Titel „Die Monotonisierung der Welt“ in die Hand und wendet sich dann wieder seiner Wirklichkeit zu.

Foto: Breve Storia del Cinema, via flickr | Lizenz: Public Domain

Schon Stefan Zweig beklagte die Monotonisierung der Welt

Im Café lesen wir das uns überlassene Dokument aus dem Jahr 1925, geschrieben vom österreichischen Schriftsteller Stefan Zweig. Vor einem Jahrhundert beklagte er, trotz der Beglückung des Reisens an sich, ein leises Grauen vor der Monotonisierung der Welt.

„Alles wird gleichförmiger in den äußeren Lebensformen, alles nivelliert sich auf ein einheitliches kulturelles Schema. (…) Immer mehr scheinen die Länder gleichsam ineinander geschoben, die Menschen nach einem Schema tätig und lebendig, immer mehr Städte einander äußerlich ähnlich.“ Er fragte nach dem Ursprung der Welle, die das Farbige, das Eigenförmige aus dem Leben wegzuschwemmen droht. 

Stefan Zweig war ein großer Schriftsteller mit einem tragischen Schicksal, aber der Grundaussage des Textes – die wohl den Buchhändler überzeugte – stimmen wir nicht zu.

Minarette

Foto: Tharik Hussain

Auf dem Balkan erlebt man das Gegenteil

Auf unserer Reise durch Bosnien, Montenegro und Albanien lernten wir Regionen kennen, die aus vielen Gründen große Unterschiede – im Kulturellen, Religiösen und Politischen – aufweisen. Dabei ist uns nicht entgangen, dass die Gewohnheiten des Konsums, des Tourismus und die Rolle der Smartphones sich an vielen Orten gleichen.

Aber es sind die Begegnungen mit den Menschen, die sich aus unterschiedlichen geistigen Dimensionen speisen, die uns nicht daran glauben lassen, dass sich tatsächlich eine Monotonisierung der Welt vollzieht.

An vielen Orten beobachtet man den Versuch, das eigene Erbe nicht nur zu bewahren, sondern zu aktualisieren. Dabei wirken bittere Erfahrungen mit den modernen Ideologien nach. Nicht zuletzt fanden wir angenehm, dass in diesen Ländern der Tourismus sich in einer eher sanften Form entfaltet, ohne das originäre Leben zu verdrängen.

Vielleicht ist es die Rolle der Religionen, sich der vollständigen Materialisierung der Welt, mit ihren Riten, Weisheiten und Gebräuchen, entgegenzustellen. Der Charakter der Menschen, ihre Moral, ihre Offenheit für das Andere und nicht zuletzt die Gastfreundschaft nähren sich aus unsichtbaren Quellen. Hierher gehören die Erzählungen, deren Bedeutung bis heute nachklingen.

Foto: OSCE

Albanische Gastfreundschaft widersetzte sich dem Vernichtungswillen der Nazis

Ein Beispiel hierzu ist eine bedenkenswerte Episode aus der Geschichte Albaniens, die Robert Menasse erzählt. In der Zeit der Besetzung durch die Nazis scheiterte der Versuch, die Juden in dem Land zu verfolgen, an der gewohnheitsrechtlichen Rolle der Gastfreundschaft.

Das traditionelle Gesetz wurde von den Einheimischen über die Forderungen der Besatzer gestellt. Albanien war, von all den Ländern, die von der Wehrmacht besetzt waren, das Einzige, in dem es nach dem Krieg mehr Juden gab, als vorher.

Gerade wenn die ungeheure Macht der Technik und die Angleichung der Lebensgewohnheiten weiter voranschreiten, ist es nicht unwahrscheinlich, dass sich viele EuropäerInnen wieder stärker auf ihre Wurzeln besinnen. In diesen Räumen – so die Hoffnung – wird weder ein Materialismus noch ein Nationalismus das tiefere, geistige Leben vollständig verdrängen. Vielfalt statt Uniformität ist die Devise dieser Tradition.

Ohne Zweifel gehört der Islam zur europäischen Geistesgeschichte. Seine zivilisatorischen Beiträge liegen offen zu Tage, zum Beispiel in einer Stadtentwicklung, die Moscheen, Kirchen und Synagogen einen Platz einräumt oder aber, sie sind als Tugenden und Mentalitäten – man denke nur an die Gastfreundschaft – präsent. 

Tharik Hussain nennt dieses Phänomen das unvermutete Europa. Es liegt an uns, diese Seite der Vergangenheit bekannter zu machen. Denn, wie Hussain schreibt: „Die Bemühungen, die muslimische Geschichte unseres Kontinents zu ignorieren, auszuradieren, umzuschreiben oder einfach unter den Teppich zu kehren, waren so vehement und umfassend, dass selbst die Menschen, die in muslimischen Ländern lebten, nicht mehr mit ihr vertraut waren.“

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Imam Benjamin Idriz: „Ein Brückenbauer zu allen“

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(iz). Imam Benjamin Idriz wurde 1972 als Nachkomme einer Gelehrtenfamilie im mazedonischen Skopje (damals Jugoslawien) geboren. In den 1980ern und 1990ern widmete er sich seiner Aus- und Fortbildung als Imam […]

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Britische Muslime zwischen Zukunft und tiefen Wurzeln

(MCB). Nach der letzten Volkszählung zählt die muslimische Gemeinschaft in Großbritannien etwa 3,372 Millionen Menschen. Es ist die Heimat einer der vielfältigsten Gemeinschaften der Welt. Die meisten stammen aus Südasien, […]

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