Wenn Muslime Wörter wie „Wandel“ oder „Veränderung“ hören, sind häufig Reaktionen vorprogrammiert. Bei vielen entstehen Bilder, die durch Schlagwörter wie „Reform“ bzw. „Erneuerung“ geprägt sind. (iz). Noch schlimmer: Einige fühlen […]
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Wenn Muslime Wörter wie „Wandel“ oder „Veränderung“ hören, sind häufig Reaktionen vorprogrammiert. Bei vielen entstehen Bilder, die durch Schlagwörter wie „Reform“ bzw. „Erneuerung“ geprägt sind. (iz). Noch schlimmer: Einige fühlen […]
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(The Conversation). Am Morgen des 7. Oktobers 2023 kam es zu einer Reihe von Ereignissen, die den Nahen Osten tiefgreifend verändert haben. Von Simon Mabon
Zu Beginn dieses Monats sah die Region anders aus als heute. Saudi-Arabien schien bereit zu sein, seine Beziehungen zu Israel zu normalisieren, nachdem es kürzlich langjährige Differenzen mit dem Iran beigelegt hatte.
Mit der Normalisierung der Verbindungen zwischen den beiden führenden Militärmächten der Region hätte sich die Möglichkeit ergeben, den Einfluss des Iran einzudämmen. Dies wäre wiederum geeignet gewesen, Frieden in den Jemen und den Libanon zu bringen.

Foto: Ashraf Amra/UNRWA
Dank der Ereignisse dieses Tages ist diese Vision zunichtegemacht. Als die Sonne aufging, starteten Hamas-Kämpfer einen brutalen Terroranschlag im Süden Israels, bei dem 1.195 Menschen getötet und weitere 251 als Geiseln genommen wurden.
In den letzten zwei Jahren waren die zerstörerischen Auswirkungen in der gesamten Nahostregion zu spüren, da die Tel Aviver Streitkräfte versuchten, ihre einseitige und hegemoniale Vorherrschaft durchzusetzen.
Über Gaza hinaus hat Israel militärische Angriffe in der gesamten Region durchgeführt, die Tausende von Todesopfern und weitreichende Zerstörungen verursacht und die Saat der Spaltung gesät haben.
Im Libanon führten israelische Angriffe auf Beirut und den Süden des Landes zu mehr als 3.100 Todesopfern – darunter hochrangige Hisbollah-Führer wie Hassan Nasrallah. Die Streitkräfte (IDF) begannen im Oktober 2024 eine Militäroffensive im Südlibanon und drängten Hisbollahkämpfer nördlich des Litani-Flusses zurück. Obwohl am 26. November ein Waffenstillstand vereinbart wurde, setzt Israel seine Bombardierungen des Libanon fort, wobei die israelische Regierung die Weigerung der Hisbollah, ihre Waffen abzugeben, als Grund angibt.
Nachdem Hamas und die libanesische Milize in die Defensive gedrängt worden waren, richtete Netanjahu seine Aufmerksamkeit auf den Iran. Angesichts der seit langem bestehenden Auffassung Tel Avivs, dass Teheran eine unmittelbare Bedrohung für die Sicherheit Israels darstellt, ist dies kaum überraschend.
Der sogenannte Schattenkrieg, der in den letzten zehn Jahren zwischen den zwei Ländern stattgefunden hatte, brach offen aus. Der Ausbruch dieses Konflikts der beiden Staaten am 13. Juni 2025 – seitdem als „12-Tage-Krieg“ bezeichnet – hatte verheerende Auswirkungen auf das iranische Regime.
Netanjahu hatte dessen Volk dazu aufgerufen, die Republik zu stürzen. Doch obwohl viele Bürger mit dem Regime unzufrieden sind, schienen die israelischen Angriffe das Gegenteil zu bewirken, da sich die Menschen hinter ihrer Flagge versammelten.
Die Kampfhandlungen gipfelten in Bombenangriffen der USA auf iranische Nuklearanlagen. Obwohl ihr Erfolg fraglich ist, ermöglichten sie es US-Präsident Donald Trump, einen Sieg der USA zu verkünden.

Foto: The White House/flickr | Lizenz: gemeinfrei
Er forderte ein Ende der Feindseligkeiten, und Teherans Vergeltungsmaßnahmen gegen die US-Attacken beschränkten sich auf einen sorgfältig orchestrierten Angriff auf eine US-Basis in Katar, der im Voraus angekündigt wurde und eher performativ als eskalierend war.
Israel hat auch regelmäßig Angriffe gegen die vom Iran unterstützten Huthis im Jemen durchgeführt, die seine (und andere Länder) Schiffe im Roten Meer angegriffen hatten. Und seit dem Sturz des Assad-Regimes hat sein Militär große Teile Süd-Syriens besetzt und die entmilitarisierte Pufferzone um die umstrittenen Golanhöhen unter Verletzung eines Vertrags zwischen den beiden Ländern aus dem Jahr 1974 eingenommen.
Vor kurzem hat Tel Aviv Ziele in Doha, Katar, angegriffen, um hochrangige Hamas-Führer zu ermorden, was letztlich fehlschlug. Der Luftschlag führte zu einer Einigung der Golfmonarchien, die eine echte Diskussion zur Beendigung des Krieges forderten. Während US-Beamte über den israelischen Angriff auf einen wichtigen Nicht-NATO-Verbündeten empört waren, sahen andere eine Chance für einen Durchbruch.
Donald Trumps 20-Punkte-Plan zur Durchsetzung eines Waffenstillstands hat das Potenzial, eine beeindruckende diplomatische Errungenschaft zu sein. Sie könnte eine Vielzahl unterschiedlicher Akteure zusammenbringen und eine echte Chance bieten, die Kämpfe zu beenden; trotz seiner zahlreichen Mängel. Als Bereich zur Friedensförderung klingt er jedoch hohl.
Der Plan gibt keinen Hinweis darauf, wie ein palästinensischer Staat entstehen soll. Er deutet zwar an, dass die Autonomiebehörde (PA) unter den richtigen Umständen eine Rolle bei der Verwaltung des Gebiets spielen wird; dies hat Netanjahu wiederholt abgelehnt.
Stattdessen wird eine „Internationalen Übergangsbehörde“ einem Mandat ähneln, wie es vor über einem Jahrhundert vom Völkerbund auferlegt wurde. Und selbst wenn Trumps Plan zu einem Waffenstillstand und zur Freilassung der israelischen Geiseln führt, hat sich die regionale Ordnung dramatisch verändert.
Ohne einen palästinensischen Staat kann es keine Normalisierung der Beziehungen zwischen Saudi-Arabien und Israel geben. Dies ist ein Punkt, den Kronprinz Mohammad bin Salman deutlich gemacht hat.
Die Wut der Bevölkerung in der gesamten Region wird bestehen bleiben. Das Scheitern, nach den Abraham-Abkommen einen lebensfähigen Staat zu sichern, hat bei einigen Wut und Unmut ausgelöst. Dieses Gefühl wächst nun angesichts des Todes und der Zerstörung, die den Menschen in Gaza zugefügt werden.
Foto: en.kremlin.ru
Wenn es nicht zu einem Waffenstillstand kommt, wird die Zerstörung Gazas in einem Tempo weitergehen, das weiterhin katastrophale Auswirkungen auf den gesamten Nahen Osten haben wird. Israel wird diplomatisch isoliert bleiben, während seine Bürger weiterhin in Angst vor Raketenangriffen der Huthis und der Hisbollah oder Angriffen der verbliebenen Hamas leben und sich noch jahrelang mit den Erinnerungen an den 7. Oktober auseinandersetzen müssen.
Währenddessen sterben weiterhin täglich Palästinenser, und es gibt immer noch israelische Geiseln (und in einigen Fällen Leichen), die darauf warten, nach Hause gebracht zu werden. Gaza ist verwüstet, und der Wiederaufbau der Enklave wird Jahrzehnte dauern. Und die sogenannte internationale, auf Regeln basierende Ordnung wird sich möglicherweise nie wieder erholen.
Dieser Artikel wurde erneut veröffentlicht aus The Conversation under a Creative Commons license. Lesen Sie hier den Originalartikel.
(KNA). Die Zuwanderung ist eine Chance für den Friedhof: Das stellen Dagmar Kuhle und Gerold Eppler von der Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal fest. Überlegungen für einen zeitgemäßen Friedhof haben sie im jetzt veröffentlichten „Jahrbuch für Sepulkralkultur“ formuliert.
Alle Menschen bräuchten einen Ort zum Trauern – das sei der Friedhof, dem für die Gesellschaft „zentralen Ort für die Bewältigung schwerer Verlusterfahrungen“. Von Angelika Prauß und Christiane Laudage
Nach Ansicht von Kuhle und Eppler wird die Friedhofslandschaft in Deutschland vielfältiger, weil zugewanderte Menschen ihre eigene Trauer- und Bestattungskultur mitbringen. Zwar fänden sie wegen der vielen Vorschriften nicht immer die Möglichkeit, ihre Trauer zu leben, doch gebe es an verschiedenen Orten ein Entgegenkommen:
So habe die Stadt Hamm schon 2015 das erste hinduistische Grabfeld in Deutschland eröffnet. Bei Muslimen, die der größten Zuwanderungsgruppe angehören und die eigene religiöse Bestattungsrituale haben, zeichneten sich zunehmend Lösungsansätze bei kommunalen Friedhöfen ab, so die Autoren.
Foto: IGMG Berlin
Kuhle und Eppler sehen in einem gelungenen Miteinander verschiedener Kulturen und Religionen eine Möglichkeit, dem Friedhof wieder zu dem gesellschaftlichen Stellenwert zu verhelfen, den er früher gehabt habe. Voraussetzung dafür seien ein Überwinden von Vorurteilen und ein neues Dienstleistungsverständnis.
Auch der stellvertretende Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal, Matthäus Vogel, sieht Entwicklungsbedarf bei den Friedhöfen. In der Öffentlichkeit müsse ein Bewusstsein für diesen Trauer- und Kulturraum geschaffen werden, damit die Menschen dort bestattet werden möchten, erklärte er bei einer Online-Veranstaltung des Kuratoriums Deutsche Friedhofskultur in Unna.
Zudem plädierte Vogel dafür, die Liegezeit im Grab nicht zu begrenzen. Dies vermittle die Botschaft „Das ist Dein Platz, den musst Du nicht wieder ablösen“ und trage dazu bei, sich mit dem Friedhof und der Grabstelle zu identifizieren.
Foto: 1971markus@wikipedia.de, Wikimedia Commons | Lizenz: CC BY-Sa 4.0
Friedhöfe würden heute zunehmend als Orte der Erholung, Freizeit und von Events wahrgenommen, erklärte Vogel, der das Friedhofs- und Bestattungsamt Karlsruhe leitet. Zugleich bleiben sie aus seiner Beobachtung vor allem ein Ort des Todes, der Trauer und der Trauerarbeit. Kirche und Kommunen als Friedhofsträger müssen laut Vogel die Trauernden deshalb ernst nehmen: „Trauernde haben keine Lobby.“
Dabei seien Trauer und Verlust „ein Riesenthema – das ernsteste Thema im Leben überhaupt“. Vogel beobachtet eine große Dankbarkeit bei Hinterbliebenen, wenn ihnen an dieser gravierenden Schnittstelle geholfen werde. Wichtig seien in diesem Zusammenhang die Kirchen – „mit den Kirchen im Boot ist man ganz anders aufgestellt“.
Zeit, um über die Zukunft nach dem krieg nachzudenken. Ein Zurück zum Status quo ist ausgeschlossen (IPS). Die beispiellose und unfassbare Grausamkeit, mit der die Hamas 1.400 unschuldige israelische Zivilisten […]
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