Türkische Serien als Exporthit

Türkische Serien erfreuen sich großer Beliebtheit und flimmern auch in vielen anderen Ländern auf den Bildschirmen. Doch Kritiker werfen der Regierung vor, auf diesem Weg Propaganda zu betreiben. Von Anne Pollmann Istanbul (dpa). Das Erfolgsrezept vieler typisch türkischer Serien ist alles andere als geheim. Sie folgen einem klassischen Plot: Gut kämpft gegen Böse – mit […]

15.02.2021 .Redaktion 3 Min. Lesezeit

Foto: Méditerranée Audiovisuelle | Lizenz: Urheber genannt, Nutzungserlaubnis nicht dokumentiert

Türkische Serien erfreuen sich großer Beliebtheit und flimmern auch in vielen anderen Ländern auf den Bildschirmen. Doch Kritiker werfen der Regierung vor, auf diesem Weg Propaganda zu betreiben. Von Anne Pollmann

Istanbul (dpa). Das Erfolgsrezept vieler typisch türkischer Serien ist alles andere als geheim. Sie folgen einem klassischen Plot: Gut kämpft gegen Böse – mit Happy End. Der türkische Staatssender TRT sieht das Land beim Export von Serien ganz weit vorn – nur die Produktionen aus den USA finden dem Sender zufolge mehr Verbreitung.

Besonders beim arabischsprachigen Publikum kommen die Dramen aus der Türkei gut an. „Dirilis: Ertugrul“ („Auferstehung: Ertugrul“) etwa war TRT zufolge ein voller Erfolg. Die Serie wurde in dem Staatssender ausgestrahlt. Auch auf dem Balkan oder in Spanien locken die zumeist klassischen und recht konservativen Liebesgeschichten à la turka viele Menschen vor den Bildschirm. Das sorgt auf so manch diplomatischem Parkett für Verstimmung. Ägyptens Regierung, die mit der Türkei über Kreuz liegt, warnte vor türkischen TV-Produktionen und beklagte, das Land versuche so seinen Einfluss in der Region auszubauen.

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