Vor Ort in Krakau: Millionen auf der Flucht
Innerhalb weniger Wochen führte der russische Angriff auf die Ukraine dazu, dass Unzählige ihre Heimat verließen. Von Ismahane Emma Karima Bessi (iz). Krakauer Hauptbahnhof. „Sie sind eine von uns und wir wollen Sie drin haben“, waren die Worte der EU-Kommissionspräsidentin Von der Leyen am 28.02.2022. Gewagte Worte, wenn man bedenkt, dass sich die Ukraine in […]
7.04.2022 Ismahane Bessi 6 Min. Lesezeit
Foto: Autorin
Innerhalb weniger Wochen führte der russische Angriff auf die Ukraine dazu, dass Unzählige ihre Heimat verließen. Von Ismahane Emma Karima Bessi
(iz). Krakauer Hauptbahnhof. „Sie sind eine von uns und wir wollen Sie drin haben“, waren die Worte der EU-Kommissionspräsidentin Von der Leyen am 28.02.2022. Gewagte Worte, wenn man bedenkt, dass sich die Ukraine in einem dauerhaften Konflikt mit Russland befindet, der seit dem 24.02.2022 in eine russische Invasion mündete. Seitdem sind bereits Millionen von Ukrainern auf der Flucht, die ich bisher auf meiner Reise durch Polen auf dem Weg in die Ukraine kennenlernen durfte.
Um der einseitigen Berichterstattung, der westlichen, ukrainischen und russischen Medien zu entfliehen, mache ich mir selbst ein Bild. Neben verarmten Senioren und aufgeschlossenen Müttern mit ihren Kindern treffe ich auf wohlhabende Familien und Tausende von alleinstehenden jungen Frauen. Einige von ihnen wollen weiter nach Deutschland, die meisten jedoch entscheiden sich in Polen zu bleiben, weil sie hier schneller Arbeit bekommen würden als in Deutschland. Zudem sind sie der Hoffnung, dass sie bald zurück in ihre Heimat können: die Ukraine.
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