Wie wichtig ist Ägypten? Kairo als Vermittler

Ägypten hat erbitterte Kriege gegen Israel geführt und vernichtende Niederlagen eingesteckt. 1978 wagte Kairo den Weg zum Frieden. Heute ist das arabische Land als Vermittler im Nahostkonflikt unverzichtbar.

29.10.2025 Christoph Schmidt 3 Min. Lesezeit
Ägypten

Foto: Daniel Torok | Lizenz: gemeinfrei

(KNA). „Kein Krieg gegen Israel ohne Ägypten, kein Frieden ohne Syrien“ – lange galt das als geostrategische Faustformel für den Konflikt im Nahen Osten. Von Christoph Schmidt

Aber der hat sich gründlich gewandelt. Während Syrien unter seiner neuen Führung vor einer unsicheren Zukunft steht und derzeit machtpolitisch und diplomatisch ausscheidet, wurde am 13. Oktober im ägyptischen Scharm el-Scheich der Friedensplan von US-Präsident Donald Trump unterzeichnet – ohne Beteiligung von Tel Aviv und der Hamas.

Neben den USA zählen auch Katar und die Türkei zu den Vermittlerstaaten des langersehnten Abkommens, doch Ägypten spielte im Nahostkonflikt als bevölkerungsreichstes arabisches Land mit großer kultureller Ausstrahlung und direkter Nachbar Israels immer eine Schlüsselrolle.

Mehrfach führte Kairo Krieg gegen den jüdischen Staat. Als Vormacht der arabischen Verbündeten erlitt es 1948 und im Sechstagekrieg vom Juni 1967 vernichtende Niederlagen. Damals verlor es die Kontrolle über den Gazastreifen und den Sinai.

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