Auch Erfolgsgeschichten: Experte rät zu ausgewogenerem Blick auf Afrika

In den westlichen Industriestaaten neigt man bisweilen dazu, in Afrika nur Missstände zu sehen. Der Entwicklungsexperte Pranish Desai wirbt für eine andere Sichtweise. Von Markus Schönherr (KNA). Abgemagerte Kinder, die um Spenden betteln – sie prägen den Blick des Westens auf Afrika genauso wie die Kritik an autokratischen Regimen. Alles legitime Sorgen, meint nun ein […]

13.10.2022 Markus Schönherr 4 Min. Lesezeit

Foto: wazkkii, Adobe Stock

In den westlichen Industriestaaten neigt man bisweilen dazu, in Afrika nur Missstände zu sehen. Der Entwicklungsexperte Pranish Desai wirbt für eine andere Sichtweise. Von Markus Schönherr

(KNA). Abgemagerte Kinder, die um Spenden betteln – sie prägen den Blick des Westens auf Afrika genauso wie die Kritik an autokratischen Regimen. Alles legitime Sorgen, meint nun ein Experte aus Johannesburg und rät dennoch zu einer differenzierten Sicht: Wer Afrika wirklich helfen wolle, sollte sich vor allem auf die bisherigen Erfolge konzentrieren.

„Es ist von entscheidender Bedeutung, dass Geberländer sowohl auf das achten, was nicht funktioniert, als auch auf das, was funktioniert“, sagt Pranish Desai. Der Datenanalyst vom südafrikanischen Thinktank Good Governance Africa fordert von Deutschland und anderen westlichen Staaten „größere Ausgeglichenheit“ beim Blick in Richtung Süden. Darauf machte er zuletzt auch in örtlichen Medien vermehrt aufmerksam. „Wenn es darum geht, menschliche Entwicklung voranzubringen, sollten Geberstaaten und politische Entscheidungsträger vor Ort versuchen, aus den ‘positiven Lektionen’ zu lernen.“ Das helfe dabei, künftige Schritte in der Kooperation so zu setzen, dass sie den größtmöglichen Erfolg erzielten.

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