Völkerrecht: Aus Srebrenica für Gaza lernen

Ein Kurzessay, in welcher Hinsicht aus der Strafverfolgung nach Srebrenica Lehren für den Umgang mit Gaza zu ziehen sind.

23.08.2025 .Redaktion 3 Min. Lesezeit
srebrenica gaza

Foto: <a href=https://www.flickr.com/people/125156892@N05>UN ICTY</a>, via Wikimedia Commons | Lizenz: <a href=https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en>CC BY 2.0</a>

(The Conversation). Im Juli dieses Jahres jährte sich zum dreißigsten Mal das Massaker von Srebrenica, das in einer Enklave in Ostbosnien stattfand. Von Pilar Eirene de Prada

Zwischen dem 6. und 11. Juli 1995 wurden über 8.300 bosnisch-muslimische Männer und Kinder von Serben in einem Gebiet getötet, das von der UNO als ­„Sicherheitszone“ unter Schutz von Blauhelmsoldaten erklärt worden war. Die von Kriegsjournalisten übertragenen Eindrücke erschütterten die Welt und markierten einen Wendepunkt im kollektiven Bewusstsein.

Heute, da Bilder aus Gaza die Debatte darüber, was Völkermord ausmacht, neu entfachen, ist es unerlässlich, dass wir auf Srebrenica zurückblicken, um zu verstehen, wie Gerichte dieses Verbrechen interpretieren. Der Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) erkannte den Genozid von Srebrenica als Völkermord an.

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