Bosniaken in der österreichisch-ungarischen Monarchie

Bosniaken: Blick auf eine Periode der bosnischen Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Von Damir Saracevic

29.08.2023 .Redaktion 8 Min. Lesezeit
bosniaken

Foto: Anton von Werner, via Wikimedia Commons | Lizenz: Public Domain

(iz). Auf dem Berliner Kongress im Jahr 1878 beschlossen die damaligen Weltmächte die Besatzung Bosnien-Herzegowinas durch Österreich-Ungarn und den Rückzug des Osmanischen Reiches aus dem Land. Das geschwächte Osmanische Reich, das sich in einer politischen Krise befand, verließ Bosnien-Herzegowina tatsächlich nach dem Berliner Kongress.

Die selbstorganisierte bosnisch-herzegowinische Bevölkerung leistete allerdings Widerstand nach der Ankunft des neuen Reiches. Dieser unerwartete Widerstand war so heftig, dass der österreichisch-ungarische Kaiser die Zahl seiner Soldaten verdoppeln musste, um erst nach drei Monate langen, schweren Kämpfen, die Hauptstadt Sarajevo zu besetzten.

Trotz der österreichisch-ungarischen Besatzung war das Land formell bis zur Annexion im Jahr 1908 verwaltungstechnisch dem osmanischen Sultan unterstellt. Bosnien-Herzegowina bekam in der Monarchie den Status eines Bundeslandes mit eigener Landesregierung, die dem Finanzministerium in Wien unterstand.

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