PEKING (Halalfocus). Uigurische Muslime beschuldigen chinesische UnternehÂmen, einheimische Waren als ausländische „Halal“-Lebensmittel zu Âetikettieren. Bisher war die Importware bei den Uiguren beliebt, weil sie den staatlich kontrollierten, muslimischen ÂOrganisationen misstrauen. Ein Unternehmen, Tianren International Ltd., gab auf Anfrage zu, in China produzierte Lebensmittel mit Halal-Etiketten versehen zu haben. Die angegebenen malaysischen Adressen waren gefälscht.
Nicht nur wegen der repressiven Politik gegen die Uiguren misstrauen sie chinesischen Produkten und ziehen kostspieligere aus dem muslimischen Ausland vor. Die uigurische Gemeinschaft habe nur sehr wenig MöglichÂkeiten, ihren Einfluss als Verbraucher in China durchzusetzen, ist die Einschätzung von Charles Burton, einem China-Experten, der für kanadische RegierungsÂbehörden arbeitet. Das Problem werde oft übersehen, weil die Han-Chinesen keinen Respekt für die religiösen ÂRechte der uigurischen Muslime hätten. Diese Fälschungen seien „ein Nebenprodukt der Unterdrückung der uigurischen ÂReligionsfreiheit“.