Debatte: Was tun nach der Islamkonferenz?

Wir brauchen eine Debatte über Erwartungen an den politischen Dialog. Ist der Vorrang von „Anerkennung“ noch zeitgemäß?

18.01.2024 Sulaiman Wilms 3 Min. Lesezeit
Muslimfeindlichkeit Islamkonferenz debatte

DIK 2022. Ministerin Faeser im Gespräch mit einer Teilnehmerin. (Pressefoto: © Henning Schacht / Bundesinnenministerium)

(iz). Die jüngste Runde der Deutschen Islamkonferenz (DIK) unter Leitung von Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) war ein deutlicher Rückschritt, für einige sogar ein Desaster. Statt wie geplant „Muslimfeindlichkeit“ zu behandeln, kam das Thema Antisemitismus unter MuslimInnen auf die Agenda.

Muslime sollten eine konstruktive Debatte über die DIK führen

Auch wenn Frau Faeser im Nebensatz betonte, es gäbe keinen Generalverdacht, konterkarierte der Inhalt ihrer Rede diese Aussage. Es versteht sich von selbst, dass diesmal keine Vertreter muslimischer Dachverbände auf dem Podium saßen.

Diese Runde der DIK ist kein Einzelfall. Beobachter – muslimische wie nichtmuslimische – fühlten sich an die destruktive und kontraproduktive Phase nach dem 11. September erinnert.

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