Der Tod eines jugendlichen Geflüchteten hat Debatten über die Polizei erneuert

(iz). Am 12. August fand in der Dortmunder Abu Bakr Moschee unter Anwesenheit von muslimischen Vertretern und des Oberbürgermeisters der Stadt das Totengebet für Mohammed D. statt. Fünf Tage zuvor wurde der unbegleitete senegalesische Flüchtling bei einem Polizeieinsatz erschossen, nachdem er mit einem Messer auf Polizisten losgegangen war. Im Anschluss an das Gebet sagte der […]

29.08.2022 Sulaiman Wilms 4 Min. Lesezeit
Hassverbrechen kurzmeldungen Weihnachtsmarkt

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(iz). Am 12. August fand in der Dortmunder Abu Bakr Moschee unter Anwesenheit von muslimischen Vertretern und des Oberbürgermeisters der Stadt das Totengebet für Mohammed D. statt. Fünf Tage zuvor wurde der unbegleitete senegalesische Flüchtling bei einem Polizeieinsatz erschossen, nachdem er mit einem Messer auf Polizisten losgegangen war.

Im Anschluss an das Gebet sagte der Zentralratsvorsitzende, Aiman Mazyek: „Wir bedauern diesen schlimmen und tragischen Vorfall außerordentlich und erwarten im Sinne der Gerechtigkeit und des Friedens in der Stadt vollständige Aufklärung. Das sind wir den Angehörigen des jungen Senegalesen und unserem Rechtsstaat schuldig.“

Der unbegleitete Flüchtling lebte in einer Dortmunder Jugendeinrichtung. Dortige Betreuer riefen die Polizei zu Hilfe, nachdem er mit einem Messer gesichtet wurde. Laut Polizeiangaben hätten die elf anwesenden Beamten es nicht geschafft, die Lage durch Pfefferspray und Taser in den Griff zu bekommen. Schließlich hat eine Beamter mit einer Maschinenpistole sechs Schüsse auf den Jugendlichen abgegeben. Trotz einer Notoperation erlag er später seinen Verletzungen. Als Reaktion auf den Einsatz tödlicher Gewalt wurde eine benachbarte Polizeibehörde eingeschaltet und mit der Aufklärung beauftragt.

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