Die Pandemie hat vielen die Verletzlichkeit unseres Körpers bewusst gemacht sowie die Gewissheit des Todes und wie wertvoll Gesundheit, Gemeinschaft und Mitgefühl sind. Solche Einsichten sind nicht selten in armen Gesellschaften, in denen das Hauptkapital einer Person ihre/seine körperliche Gesundheit sowie das Produkt ihrer/seiner Hände ist. Wohlhabende und privilegierte Menschen jedoch sind umgeben von einer […]
Die Pandemie hat vielen die Verletzlichkeit unseres Körpers bewusst gemacht sowie die Gewissheit des Todes und wie wertvoll Gesundheit, Gemeinschaft und Mitgefühl sind. Solche Einsichten sind nicht selten in armen Gesellschaften, in denen das Hauptkapital einer Person ihre/seine körperliche Gesundheit sowie das Produkt ihrer/seiner Hände ist. Wohlhabende und privilegierte Menschen jedoch sind umgeben von einer immer komplexeren Technologie und hängen von ihnen ab. Diese trennt uns zum Besseren oder Schlechteren von dem, was menschliche Existenz Jahrtausende ausmachte. Von Jan Lundius
(IPS). Sobald sie ihren Eintritt in die menschliche Sphäre vollzogen hatte – vom Feuer und dem Rad, über die Druckpresse und Luftfahrt bis zu Internet und hochkomplexen Waffensystemen –, wurde das Leben eines jeden, auch der privilegierten Menschen in einem Maß verändert, das früher unvorstellbar war. Beispielsweise wurden Autos als ein effektives und bequemes Transportmittel erfunden. Bald sollten sie so viel mehr sein.
Unsere Städte, die gesamte Landschaft, sind völlig verändert worden, um Platz für Kraftfahrzeuge zu schaffen. Eine Veränderung, die lange nicht abgeschlossen ist. Ich habe an so unterschiedlichen Orten wie Kinshasa und Bangkok in endlosen Staus gesteckt. Mit dem Auto durch Europa zu fahren, ist zu einem Albtraum geworden. Überall verstopfen Horden riesiger LKWs den Verkehr und bedrohen Leben und Gliedmaßen anderer Verkehrsteilnehmer, deren Leben durch das Verhalten rücksichtsloser Fahrer gefährdet ist. Jährlich werden rund 1,35 Millionen Menschen auf den Straßen in aller Welt getötet. Das sind täglich mehr als 3.700 Leute, die in Zusammenstößen mit Autos, Bussen, Motorrädern, Fahrrädern und LKWs ums Leben kommen. Dazu gehören die Millionen, die ein Leben lang verletzt bleiben noch gar nicht dazu.
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