Droht Jerusalem eine „Disneylandisierung“?

Derzeit sind Touristen in Jerusalem wegen des Gaza-Kriegs eher Mangelware. Doch meist wirkt die Heilige Stadt dreier Weltreligionen wie ein Magnet.

31.05.2024 .Redaktion 4 Min. Lesezeit
jerusalem

Foto: kirill4mula, Adobe

(KNA). Sie ist als Touristen-Attraktion für Millionen Jerusalem-Besucher gedacht. Bislang führt sie jedoch von nirgendwo nach nirgendwo. Über einen rutschigen Feldweg, steil bergab von der Altstadtmauer und dem lateinischen Friedhof mit dem Grab Oskar Schindlers erreicht man die „längste Hängebrücke des Landes“. Von Johannes Schidelko

Jerusalems Hängebrücke

Mit 202 Metern überspannt sie das malerische, in der Bibel freilich als Ort von Kinderopfern für den Gott Moloch übelst beleumdete Hinnom-Tal. Sie endet unterhalb des palästinensischen Ortes Abu Tor, abgelegen bei einem Café und Kulturzentrum der privaten israelischen Siedlerorganisation Elad, die sich der biblischen Archäologie unter klaren nationalen Vorzeichen verschrieben hat.

Dass die bei der Einweihung im Juli angekündigten Millionen-Scharen noch nicht gekommen sind, liegt an der mangelnden Verkehrsanbindung, aber natürlich auch am Gaza-Krieg und dem Touristeneinbruch.

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