Auf Reisen: Andalusische Einflüsse bei Gaudí

Gaudí überrascht: Ein genauerer Blick auf den Architekten zeigt seine andalusischen Einflüsse.

29.07.2026 Massouda Khan 3 Min. Lesezeit
Gaudí architektur

Foto: lapas77/Adobe Stock

(iz). Für viele ist Barcelona synonym für Tapas, Strand und Design. Wer jedoch genauer hinsieht, entdeckt in den Straßen und Fassaden Spuren eines älteren Dialogs.

Zwischen gotischen Türmen und modernistischen Linien blitzt immer wieder die Erinnerung an Al-Andalus auf, jenes muslimische Spanien, das Antoni Gaudí mit seinem Formen- und Farbenreichtum tief geprägt hat.

Seine Bauten sind nicht nur Ausdruck eines exzentrischen Genies, sondern auch das Ergebnis einer intensiven Auseinandersetzung mit der islamischen Architektur des Westens.

Schon Casa Vicens, Gaudís erstes großes Werk, trägt diese Handschrift. Die Fassade ist ein Spiel aus grün-weißen Fliesen, ornamentierten Ziegeln und beinahe minarettartigen Eckelementen – eine Komposition, die an Mudéjar-Bauten erinnert. In diesen arbeiteten muslimische Handwerker nach der Eroberung der Christen weiter.

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