Bäume: Die Zerstörung der Regenwälder macht eine islamische Perspektive nötig.
11.07.2023Fazlun Khalid6 Min. Lesezeit
Foto: jcomp, Freepik
(IFEES). Allah sagt in Seinem Edlen Qur’an: „Er ist es, Der vom Himmel Wasser herabkommen läßt; davon habt ihr zu trinken, und davon (wachsen) Bäume, unter denen ihr (euer Vieh) frei weiden lasst. Er lässt euch damit Getreide wachsen, und Ölbäume, Palmen, Rebstöcke und von allen Früchten. Darin ist wahrlich ein Zeichen für Leute, die nachdenken.“ (An-Nahl, Sure 16, 10-11)
Islamische Umweltethik hat Wurzeln im Qur’an
Das islamische Recht hat seine Wurzeln im Qur’an sowie in den Aussagen und Handlungen des Propheten Muhammad, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, die als Sunna bekannt sind. Im Qur’an wird festgehalten, dass alles Allah gehört: „Er, Dem die Herrschaft der Himmel und der Erde gehört, (…) hat und alles erschaffen und ihm dabei sein rechtes Maß gegeben hat.“ (Al-Furqan, Sure 25, 2)
Der wirkliche Besitzer der natürlichen Welt ist ihr Schöpfer: „Seht ihr nicht, dass Allah euch das, was in den Himmeln und was auf der Erde ist, dienstbar gemacht hat, und euch mit Seinen Gunsterweisen überhäuft hat äußerlich und innerlich?“ (Al-Furqan, Sure 31, 20)
Er ernannte uns als Seine „Kalifen“ (Sachwalter) auf Erden, „damit Er euch mit dem, was Er euch gegeben hat, prüfe“. (Al-An’am, Sure 6, 167)
Foto: IZ Medien, Archiv
Dies stellt uns in die Arena einer moralischen Beziehung zur restlichen Schöpfung, die sowohl Selbstbeherrschung als Kontrolle über die Gier und Bewusstsein für die Bedürfnisse anderer erfordert, was in seiner besten Ausprägung Großzügigkeit ist.
Die Sunna des Propheten definierte diese Anweisungen des Qur’an wie folgt: Die Elemente, aus denen die natürliche Welt besteht, sind Gemeingut. Das Recht, von ihren Ressourcen zu profitieren, ist ein gemeinsames Gut. Es darf kein Schaden angerichtet werden, gerade in Hinblick auf zukünftige Generationen.
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