Mit Rumi und Shakespeare lernen

Mit Rumi und Shakespeare lernen: Können vermeintlich unlösbare Konflikte der menschlichen Existenz beigelegt werden?

05.05.2025 Juan Cole 10 Min. Lesezeit
rumi shakespeare

Foto: talhacelik, Adobe Stock

(Renovatio Magazine). Jalaluddin Rumi wurde manchmal als „Shakespeare des Ostens“ bezeichnet. Der Vergleich ist gerechtfertigt: Die zwei Autoren prägten die Sprachen, in denen sie schrieben – Persisch bzw. Englisch – auf eindrucksvolle Weise und erforschten die gesamte Bandbreite der menschlichen Erfahrung. Beide zeigten ein Interesse daran, wie scheinbar unlösbare Konflikte durch Formen der Versöhnung beigelegt werden können.

Wir können Erhebliches lernen, wenn wir zwei Erzählungen dieser Autoren zu den Themen Bedauern, Vergebung und Wiedervereinigung vergleichen und gegenüberstellen. Sie appellieren gleichermaßen an Wunder – Rumi an einen magischen Papagei und Shakespeare an einen italienischen Zauberer. Beide untersuchen die Motive der Mächtigen, sei es der General Othello oder der Schwiegersohn des Propheten Muhammed, Ali.

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