Spiritueller Missbrauch: Wenn Autorität zweckentfremdet wird

Spiritueller Missbrauch ist eine Form von Gewalt, bei der religiöse Autorität und Glaubensinhalte benutzt werden, um Menschen zu kontrollieren, kleinzuhalten oder zu traumatisieren.

2.07.2026 .Redaktion 3 Min. Lesezeit
spirituell missbrauch

Foto: rachaphak/Adobe Stock

(iz). Sulaiman Wilms erinnerte in Ausgabe 354 daran, dass er „seit einigen Jahren auch unter Muslimen thematisiert“ wird und dass wir es mit einem Phänomen zu tun haben, „bei dem im Namen des Glaubens Grenzen überschritten werden“.

Gerade dort, wo Imame, Lehrer bzw. spirituelle Begleiter über Deutungshoheit verfügen, kann er sich zeigen: Wenn Gehorsam eingefordert wird, ohne Raum für Fragen oder Widerspruch. Wenn Menschen mit Höllendrohungen, Schuldgefühlen bzw. dem Entzug religiöser Anerkennung gefügig gemacht werden.

Er warnt, dass Gemeinschaften in solchen Situationen oft „mehr um die eigene Fassade besorgt sind als um das Leid der Betroffenen“. Man schiebt die Verantwortung weg, statt Strukturen zu überprüfen. Wilms weist darauf hin, dass Missbrauch auch dort beginnt, „wo Menschen sich nicht mehr sicher fühlen dürfen, ihre eigenen Fragen zu stellen oder Zweifel zu äußern“.

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