Stephan Wahl: Gazakrieg mit einem Deal beenden

Viele kennen ihn aus dem „Wort zum Sonntag“: Ex-Sprecher Stephan Wahl. Der Israel-Experte hält ein Ende des Konflikts für möglich. Die Kriegsparteien müssen über ihren Schatten springen.

05.11.2024 .Redaktion 5 Min. Lesezeit
menschenrechte Rafah flucht krieg

Foto: UNRWA/Ashraf Amra

Jerusalem/Trier (KNA). Für Stephan Wahl (64) ist ein Ende des Nahostkonflikts möglich, wenn die Kriegsparteien über ihren Schatten springen. Der Priester des Bistums Trier und Schriftsteller blickt in einem Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) auf den Alltag in Israel – kurz vor dem Jahrestag des Überfalls der Hamas auf das Land am 7. Oktober. Wahl lebt in Jerusalem. Von Matthias Jöran Berntsen

Frage: Herr Wahl, wie sieht Ihr Alltag aus; in welchen Situationen wird es gefährlich?

Stephan Wahl: Ich lebe wohl an einem der sichersten Orte: im palästinensischen Teil der Stadt. Aller Wahrscheinlichkeit werden weder Hamas noch Hisbollah auf Ostjerusalem zielen, um keine Palästinenser zu gefährden und Al-Aqsa-Moschee oder Felsendom nicht versehentlich zu treffen.

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