
Kanada genießt mit einigem Recht bei Diversität und Bürgerrechten einen besseren Ruf als die gegenwärtigen USA. Trotzdem gibt es auch hier Probleme. (The Conversation). Im April 2024 kursierte im Internet […]
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Kanada genießt mit einigem Recht bei Diversität und Bürgerrechten einen besseren Ruf als die gegenwärtigen USA. Trotzdem gibt es auch hier Probleme. (The Conversation). Im April 2024 kursierte im Internet […]
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Washington (KNA). Sie galt als aufsteigender Star in der Partei. Mit nur 31 Jahren zog die aus einer palästinensischen Familie stammende Ruwa Romman als erste Muslimin in das Parlament des Südstaats Georgia ein. Der Krieg in Gaza stellt die Demokratin, wie sie sagt, vor „eine unmögliche Entscheidung“. Kamala Harris hat ihre Erwartungen an einen Kurswechsel nicht erfüllt, Donald Trump hält sie für geradezu gefährlich – in den USA und für ihre Familie im Nahen Osten. Von Bernd Tenhage
Rommans Mutter stammt aus Hebron, ihr Vater aus dem Dorf Suba nahe Jerusalem. Sie selbst wuchs in Forsyth County auf, derselben Gegend wie die rechtsradikale Abgeordnete Marjorie Taylor Greene. Vor zwei Jahren gelang der Demokratin, die sich in der Öffentlichkeit mit Kopftuch zeigt, der historische Einzug ins Parlament von Georgia.
Während des Gaza-Kriegs wurde Romman zu einer der Stimmen der nationalen „Uncomitted-Bewegung“, die Joe Biden bei den Vorwahlen wegen Gaza einen Denkzettel verpassen wollte. In Michigan stimmten mehr als 100.000 Menschen „Uncomitted“, also für keinen Kandidaten – mehr als genug, um den Ausgang knapper Wahlen am 5. November zu entscheiden.
Nach dem Rückzug Bidens sollte Romman für die Bewegung auf dem Parteitag der Demokraten in Chicago mit einer versöhnlichen Rede helfen, die Partei hinter Vizepräsidentin Harris zusammenzubringen. Doch die Regie erlaubte den Auftritt nicht. Darin sieht Romman bis heute eine verpasste Chance. Dafür spricht auch das durchgesickerte Manuskript.
Sie fühle sich geehrt, heißt es in der nie gehaltenen Rede, „die erste Palästinenserin“ zu sein, „die je auf einem Parteitag der Demokraten sprechen darf“. Danach beschreibt sie ihre Herkunft, lobt die breite Koalition der Demokraten, verspricht Unterstützung für Harris und fordert im Gegenzug „einen Waffenstillstand zu erreichen, das Töten von Palästinensern zu beenden, alle israelischen und palästinensischen Geiseln zu befreien und einen Weg zu kollektivem Frieden und Sicherheit zu finden“.
Foto: Ruwa Romman
Bis heute versteht sie nicht, warum Harris die Chance nicht nutzte. Und Romman wartet bis heute vergeblich auf eine klare Positionierung der Kandidatin. Was sie selbst dem Vorwurf aussetzt, zu nachgiebig zu sein. Rückversicherungen von Emissären an die Gemeinschaft seien nicht genug, insistiert die junge Frau. „Ich habe schon in der Schule keine geheimen Freundschaften gemocht.“
Eine Woche vor den Wahlen findet sie sich wie viele arabischstämmige Amerikaner zwischen allen Stühlen wieder. „Die Menschen sehen seit einem Jahr die Bilder der Zerstörung in Gaza durch den Einsatz amerikanischer Bomben“, beschreibt Romman die Lage. „Da spielt die Parteizugehörigkeit keine Rolle.“ Es sei schwer für die Menschen, jemanden zu wählen, den sie für das Elend ihrer Verwandten mitverantwortlich machen.
Im wichtigen Swing State Michigan könnte das Harris den Wahlsieg kosten. Dort leben laut Arab American Institute fast 400.000 arabischstämmige Amerikaner. Eine aktuelle Erhebung des Instituts zeigt Harris und Trump bei arabisch-amerikanischen Wählern Kopf an Kopf – ein dramatischer Einbruch gegenüber Bidens Unterstützung von 59 Prozent im Jahr 2020.
Der Bürgermeister der mehrheitlich muslimischen Industriestadt Hamtramck, Amer Ghalib, hat bereits Trump unterstützt. Während der prominente libanesischstämmige Politiker Nasser Beydoun aus Dearborn zu der Grünen Jill Stein neigt. „Harris tut nichts, außer ein paar nette Zeilen in Reden zu sprechen“, kritisiert der Geschäftsmann, der bei den Vorwahlen der Demokraten erfolglos für die Nominierung als Senatskandidat angetreten war.
„Die Leute wissen nicht, wohin“, bestätigt Osama Siblani, Herausgeber einer arabisch-amerikanischen Zeitung in Dearborn, dem Politikportal Politico die angespannte Stimmung. „Sie sind völlig zerrissen. Manche werden Trump wählen, nur um Biden und Harris zu bestrafen.“
Das wird Romman nicht tun. Nach langem Ringen hat sie sich entschieden, Harris zu wählen. „Diese Stimme ist nicht für sie, sondern für die Menschen in meinem Bezirk, die keine weitere Trump-Präsidentschaft überleben können“, erklärt sie. Gleichzeitig sei es das Versprechen nach einer Wahl von Harris ins Weiße Haus, „nicht nachzugeben, ein Ende des Massensterbens und der Gewalt zu fordern“.
Hilfe für Zivilisten in Gaza steht auf der Tagesordnung in Israels Öffentlichkeit weit unten. Nicht so bei den jüdischen und arabischen Aktivisten von „Standing together“. Nir Jitzchak (KNA) Ihre Hilfe […]
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Arabische und muslimische Wähler in den USA schaffen es kaum in die Berichterstattung. Dabei könnten sie 2024 entscheidend werden. (The Conversation). Eine übersehene und unterschätzte Gruppe von arabisch-amerikanischen und muslimischen […]
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Sizilien war von 827 bis 1091 ein arabisches Emirat. In dieser Zeit herrschten drei arabische Dynastien. (My Halal Kitchen). Ich liebe es, etwas von der Geschichte des Essens zu erfahren. […]
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Mittlerweile gibt es vier Millionen US-Araber. Die Gruppe ist vielfältiger als manche denken. (The Conversation). Der April 2023 war Monat des arabisch-amerikanischen Kulturerbes – ein Abschnitt, in dem man mehr […]
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Weil CDU-Chef Friedrich Merz in einer Diskussion rund um die Silvester-Krawalle Kinder mit Migrationshintergrund als „Paschas“ bezeichnete, steht er in der Kritik.
Berlin (dpa).a CDU-Chef Friedrich Merz hat mit einer Aussage über Migrantenkinder und deren Gehorsam gegenüber Lehrerinnen und Lehrern für Aufregung gesorgt. Im Kontext der Krawalle in der Silvesternacht hatte Merz am Dienstagabend in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“ über den Umgang mit Lehrerinnen und Lehrern gesagt: „Und dann wollen sie diese Kinder zur Ordnung rufen und die Folge ist, dass die Väter in den Schulen erscheinen und sich das verbitten. Insbesondere, wenn es sich um Lehrerinnen handelt, dass sie ihre Söhne, die kleinen Paschas, da mal etwas zurechtweisen.“
Mit dem Begriff „Pascha“ werden umgangssprachlich besonders Männer bezeichnet, die sich wie selbstverständlich von einer Frau bedienen lassen.
Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Lehrerverbands, gab Merz am Mittwoch recht, „auch wenn man natürlich einschränken muss, dass das jetzt nicht ein Generalverdacht oder Pauschalvorwurf an alle Familien mit einem entsprechenden Migrationshintergrund sein kann“. Grundsätzlich gebe es aber ein Problem, dass insbesondere weibliche Lehrkräfte nicht ernstgenommen würden und deren Autorität nicht anerkannt würde.
Edgar Bohn, Vorsitzender des Grundschulverbands, konnte Merz‘ Behauptung nicht bejahen. „Die zitierte Aussage und die Pauschalierung kann ich nicht bestätigen und halte sie für sehr überzeichnet und nicht zutreffend“, sagte Bohn.
„Das sind eben überwiegend Jugendliche aus dem arabischen Raum, die sich nicht bereit sind, hier in Deutschland an die Regeln zu halten, die Spaß daran haben, diesen Staat herauszufordern“, hatte Merz weiter in der Sendung gesagt. Er wolle auch keine Entschuldigungen akzeptieren, etwa wenn man sage, diese Kinder hätten eine schwere Kindheit oder es in Deutschland schwer und würden nicht genug betreut und nicht genug umsorgt. „In diesem Land hat jeder eine Chance. Die sind selten so gut gewesen wie gegenwärtig. Und wer sich nicht daran hält, man muss es deutlich sagen, hat in diesem Land nichts zu suchen.“
Für seinen Auftritt erntete Merz viel Kritik. Ökonom Marcel Fratzscher, der ebenfalls in der Sendung gesessen hatte, äußerte sich am Mittwoch zu den Aussagen des CDU-Vorsitzenden via Twitter: „Es ist Populismus, weil Herr Merz von einer kleinen Minderheit implizit und explizit auf alle Menschen mit arabischen Wurzeln verallgemeinert.“ Er ärgere sich sehr, zu den Aussagen in der Sendung geschwiegen zu haben, so Fratzscher.
Auch Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) widersprach Merz. Es sei eine typische Denke, es gehe um irgendwelche Menschen, die hierhergekommen seien und sich nicht an die Regeln hielten. „Das ist aber nicht der Fall“, sagte Giffey am Mittwoch nach dem „Gipfel gegen Jugendgewalt“ im Berliner Roten Rathaus. „Die jungen Leute, über die wir hier mehrheitlich reden, das sind Berliner Kinder.“ Noch deutlicher wurde die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Reem Alabali-Radovan: „Diese Bemerkung schürt rassistische Ressentiments.“
Die Bundesgeschäftsführerin der Grünen, Emily Büning, warf dem CDU-Mann ein veraltetes Gesellschaftsbild vor. „Friedrich Merz hat sein Gesellschaftsbild seit 1990 nicht mehr aktualisiert und versteht nicht, dass wir längst eine vielfältige Gesellschaft sind“, sagte sie am Mittwoch „Zeit online“.
Der Auftritt Merz‘ sei „so gruselig und von menschenverachtendem Ton geprägt, dass einem die Worte fehlen“, schrieb Maurice Conrad, Klimaschutzaktivist bei Fridays for Future, auf Twitter. „Wenn die CDU so weitermacht, ist sie der NPD rhetorisch näher als der demokratischen Mitte.“
Starke Kritik äußerte auch SPD-Chefin Saskia Esken. „Wer in Talkshows Deutschlands Kinder mit Migrationshintergrund als unerwünschte Personen bezeichnet, spaltet das Land und zerstört damit bewusst den Zusammenhalt unserer Gesellschaft“, sagte Esken den Zeitungen der Mediengruppe Bayern. Leif-Erik Holm, Vizechef der AfD-Bundestagsfraktion, nannte hingegen Merz‘ Kritik völlig berechtigt.
Schwarz, mit Zucker oder einem Schuss Milch: Kaffee ist heute allgegenwärtig. Das war nicht immer so. Für ihren Weg vom Süden Äthiopiens bis in deutsche Küchen brauchte die Bohne Jahrhunderte. Von Julian Weber
Berlin (dpa). Kaffeeröstereien gibt es heute an jeder Ecke. Im 18. Jahrhundert führte der intensive Geruch frisch gebrannter Bohnen aber zu hohen Strafen: In Preußen nutzten ihn sogenannte Kaffeeschnüffler, um Schmuggler und illegale Röster aufzuspüren. Für Kontrollen durften sie sogar in Häuser eindringen und Menschen abschnüffeln. Der Grund für die Maßnahmen: Neben anderen Problemen mussten die Bohnen teuer importiert werden, was damals als schlecht für die Wirtschaft galt. Friedrich der Große hatte daher zuerst die freie Einfuhr und später auch das Rösten verboten. Lange hielten die Regeln nicht, heute ist Kaffee eines der beliebtesten Getränke in Deutschland. Eine kleine Geschichte zum Tag des Kaffees an diesem Samstag.
Legenden über die Entdeckung der Kaffeepflanze gibt es einige. Zum Beispiel die eines Hirten aus der Region Kaffa im ostafrikanischen Äthiopien. Der Überlieferung nach fanden seine Ziegen immer dann bis in die Nacht keine Ruhe, wenn sie zuvor von einer bestimmten Pflanze mit kirschartigen Früchten gefressen hatten. Schließlich probierte er die Früchte selbst und bemerkte auch bei sich die anregende Wirkung der Beeren. Seine Entdeckung meldete er an ein nahes Kloster. Die Mönche bereiteten einen Sud aus den Früchten zu und konnten so länger wach bleiben, beten und sich unterhalten.
Die Anfänge des Kaffeeanbaus auf der Arabischen Halbinsel liegen vermutlich im 12. oder 13. Jahrhundert. Zuvor hatten jemenitische Händler die Pflanze in ihre Heimat gebracht. Wenige Jahrzehnte später gab es bereits großflächige Plantagen. Wichtigster Umschlagplatz für Kaffee wurde in dieser Zeit die Hafenstadt Mokka. Aus dem Ortsnamen leitete sich auch der Name des Getränkes ab. In der heute üblichen Zubereitungsform – also mit gerösteten, gemahlenen und aufgebrühten Bohnen – wird Kaffee spätestens im 15. Jahrhundert getrunken.
Mit der Pilgerfahrt nach Mekka findet Kaffee in der islamischen Welt immer mehr Liebhaber. Auch der Begriff stammt aus der Region. Formen wie Café und Kaffee beruhen auf dem türkischen „kahve“, das wiederum auf das altarabische Wort „qahwa“ zurückgeht. Ursprünglich war damit Wein gemeint. Wegen der anregenden und leicht berauschenden Wirkung von Kaffee wurde dieser auch so bezeichnet – und war gläubigen Muslimen im Gegensatz zum Wein aus Trauben meist nicht verboten.
Jahrelang hatten arabische Länder ein Monopol auf den Kaffeehandel. Die Einzelheiten der Produktion wurden daher wie ein Staatsgeheimnis gehütet. Um zu verhindern, dass Konkurrenten Kaffee anbauen konnten, wurden die rohen Bohnen etwa mit siedendem Wasser übergossen – und dadurch keimunfähig. Doch geschäftstüchtigen Niederländern gelang es im 17. Jahrhundert, einige Pflanzen zu stehlen und in ihre Kolonien zu bringen. Ab 1658 wurden sie auf Sri Lanka angebaut, später folgten etwa die Inseln Sumatra und Java. Andere Kolonialmächte zogen nach: Portugal in Brasilien, England auf Jamaika, Spanien unter anderem in Guatemala, Mexiko, Kolumbien und auf Puerto Rico. Das Monopol der arabischen Länder war gebrochen. Die Folge: Kaffee wurde zu einem der wichtigsten Handelsgüter weltweit.
Bereits vor Ende des arabischen Monopols hatten sich Reisende im 16. Jahrhundert immer mehr für den Kaffeegenuss interessiert. Das Getränk verbreitete sich danach zunächst an den europäischen Königshöfen. Das erste Kaffeehaus in Westeuropa eröffnete 1647 in Venedig. 1652 hatte dann auch London sein erstes Kaffeehaus, 1671 folgt Marseille, 1673 Bremen, 1677 Hamburg und 1683 Wien. Die Institutionen wurden in der Folgezeit zu Treffpunkten für Künstler und Gelehrte – und prägten so etwa Literatur und Musik. Dennoch blieb Kaffee in Europa vorerst ein Luxusgut. Erst mit Beginn der Industrialisierung in Deutschland wird er auch zum Nahrungsersatz für breitere Schichten der Bevölkerung: Arme löffelten etwa Kaffee-Brotsuppe gegen Hunger und Erschöpfung.
Ist Kaffee eines der Lieblingsgetränke der Deutschen. 2021 trank jede Bürgerin und jeder Bürger im Durchschnitt 169 Liter. Zubereitet wird er am häufigsten mit Kaffeevollautomat und Filtermaschine – zu Hause machen sie 57 Prozent aller Tassen aus. Kaffee wird heute in mehr als 70 Ländern angebaut. Das legendarische Ursprungsland Äthiopien ist heute der fünftgrößte Kaffeeproduzent der Welt. Weltmarktführer ist Brasilien: 2020 wurden dort gut 69 Millionen Säcke zu je 60 Kilogramm geerntet – rund 40 Prozent der gesamten Kaffeemenge.
Papier? Ein Auslaufprodukt, zumindest bei Büchern und Zeitungen. Die Digitalisierung drängte es zurück. Doch plötzlich herrscht Papierkrise. Das Angebot ist knapp. Preise für Bücher und Zeitungen könnten steigen. (KNA). „Alarm […]
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Die geplanten Änderungen in der israelischen Verfassung sollen dem Staat per Gesetz einen „jüdischen Charakter“ vorschreiben. Nacht Kritikern unterminiere dies die Demokratie. Israels Araber, 20 Prozent der Menschen, werden den […]
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