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Österreich zwischen Vorurteil und Politik

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Österreich: Die Alpenrepublik hat ein reales Problem mit Muslimfeindlichkeit. (KNA/IZ). Muslimfeindlichkeit in Österreich zeigt sich nicht nur in Vorurteilen, sondern in politischen Strukturen. Eine UN-Sonderberichterstatterin diagnostiziert ein tief verwurzeltes rassistisches […]

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Fetisch Kopftuch. Österreich erlässt erneut Verbot

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Die österreichische Regierung hat im September 2025 ein neues Kopftuchverbot für Mädchen unter 14 Jahren an Schulen erlassen. Ein entsprechender Antrag muss noch vom Parlament bestätigt werden. (IZ/KNA). Es gilt […]

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„Kampf gegen den Islam“: Österreichs Rechtsruck schreitet voran

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Am Montag sorgte eine Äußerung der Landeshauptfrau von Niederösterreich, Johanna Mikl-Leitner, zurecht für Empörung unter Muslimen und der Zivilgesellschaft.

(iz). Im Interview mit dem ORF forderte die Chefin dieses Bundeslandes „konkrete Maßnahmen“ im „Kampf gegen den Islam“. Nach Protesten ruderte die Politikerin der Österreichischen Volkspartei (ÖVP) leicht zurück.

Sie meinte nun, dass es ihr um den „politischen Islam“ ginge. Sie würde sich schon seit Jahren gegen dessen Radikalisierung und die politische Instrumentalisierung der Religion einsetzen.

Ihre Äußerung führte zu heftiger Kritik; auch seitens der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ). Mikl-Leitners Worte seien als „direkter Angriff auf die Würde der Muslime in Österreich“ zu werten.

Österreich: Muslime beobachten Äußerungen mit Sorge

In einer Stellungnahme erklärte IGGÖ-Präsident Vural, er betrachte die gegenwärtigen Entwicklungen in seinem Land mit Sorge. Äußerungen wie die von Mikl-Leitner würden diese verstärken.

„Eine derartige Formulierung ist nicht nur pauschal und abschätzig, sondern stellt einen direkten Angriff auf die Würde der mehr als 700.000 Muslim:innen in Österreich dar. Solche Worte stehen in fundamentalem Widerspruch zu den Grundwerten unserer demokratischen und pluralistischen Gesellschaft.

Darüber hinaus setzt der Ausruf eines ‘Kampfes gegen den Islam’ Muslim:innen in Österreich einer direkten Gefahr von Angriffen und Anfeindungen aus. Wir erleben bereits seit Monaten einen besorgniserregenden Anstieg antimuslimischer Anfeindungen und Übergriffe, die sich nicht nur gegen Muslim:innen im Alltag richten, sondern auch Drohungen gegen die IGGÖ selbst umfassen.“

Der Rechtsruck im Land schreitet voran – FPÖ-Chef Kickl mit Regierungsbildung beauftragt

Mikl-Leitners Ansichten ereignen sich nicht im luftleeren Raum. In unserem Nachbarland ist die rechtsextreme FPÖ integraler Bestandteil der politischen Landschaft. Sie kann seit den Europawahlen von der Schwäche der dortigen politischen Mitte profitieren.

Nachdem dort gerade die Gespräche über die Bildung einer Dreierkoalition scheiterten, musste Präsident Van der Bellen nun den FPÖ-Chef Kickl mit der Regierungsbildung beauftragen. Sollte diese zustandekommen, wäre dieser der erste Rechtspopulist an der Regierungsspitze des Nachkriegsösterreich.

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Wiener Terrorprozess vor Urteil: Mutmaßliche Helfer beteuern Unschuld

Wien (dpa). Vor dem Urteil in dem Prozess um den Wiener Terroranschlag von November 2020 haben sich mutmaßliche Helfer des islamistischen Attentäters von ihm distanziert und ihre Unschuld beteuert. Laut der Staatsanwalt sollen die sechs Angeklagten den von der Polizei erschossenen Täter bei der Planung und bei der Beschaffung der Waffen unterstützt haben.

Der 20-jährige Sympathisant der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) tötete am 2. November 2020 im Wiener Stadtzentrum vier Menschen. Eines der Todesopfer war eine deutsche Studentin. 23 Menschen wurden teils schwer verletzt, auch unter ihnen waren einige Deutsche. Der Täter wurde in der Nacht des Attentats getötet.

„Für mich war das eine abscheuliche Tat, die in keiner Weise zu rechtfertigen ist“, sagte ein Angeklagter, der den späteren Täter in die slowakische Hauptstadt Bratislava gefahren hatte, wo dieser erfolglos versuchte, Munition zu kaufen. Er habe nicht mitbekommen, was der Täter plante. „Ich distanziere mich von jeder terroristischen Gruppe“, sagte er.

Ein anderer Angeklagter gab zu, dass er in die Vermittlung von Schusswaffen involviert war. „Ich bereue es zutiefst“, sagte er. „Aber ihr könnt sicher sein, dass ich nie mit terroristischen Sachen zu tun hatte“, sagte er zu den Geschworenen, bevor sie sich zur Beratung zurückzogen. Mit dem Urteil wurde frühestens am Nachmittag gerechnet.

Den Angeklagten wird unter anderem die Beteiligung an terroristischen Straftaten in Verbindung mit Mord sowie an terroristischen Vereinigungen vorgeworfen. Ihnen drohen je nach ihrem Alter als Höchststrafen 20 Jahre Gefängnis oder lebenslange Haft.