Die Niederlande stehen vor der Entscheidung. Selten stand so viel auf dem Spiel auch für Europa, selten war die Unsicherheit so groß. Es geht nur um eines: Wird der Rechtspopulist Wilders siegen? Den Haag (dpa). Den Niederlanden geht es glänzend. Die Wirtschaft boomt, die Arbeitslosigkeit sinkt. Sogar das Verbrechen gerät aus der Mode, so dass der Staat seine Gefängnisse verkaufen kann. Auf der weltweiten Glücks-Rangliste stehen die Niederländer oben. Es geht „lekker“, würden sie sagen. Doch ausgerechnet dort droht Unheil. Werden bei der Parlamentswahl am 15. März Unzufriedenheit und Unbehagen siegen? Die Niederländer stehen vor der Entscheidung: Der Rechtspopulist Geert Wilders erzielt mit seiner hasserfüllten Politik gegen den Islam und Europa beste Werte in den Umfragen. Er will den Koran verbieten und Moscheen schließen. Marokkaner nennt er „Abschaum“. Mit den Medien steht er auf Kriegsfuß fast wie sein großes Vorbild, US-Präsident Donald Trump. Und wie dieser liebt auch er Twitter. Eigentlich gibt es keinen Grund zur Sorge: Der 53-jährige Limburger kann faktisch keine absolute Mehrheit erzielen und wird sicher nicht ins „torentje“ – das Türmchen in Den Haag einziehen, wie die Niederländer liebevoll den Amtssitz des Premiers nennen. Für eine stabile Koalition sind mindestens vier Parteien nötig und fast jede Partei hat eine Zusammenarbeit mit seiner Partei für die Freiheit (PVV) ausgeschlossen. Und doch: Ein Wilders-Erfolg wäre nicht zuletzt ein böses Omen für Europa. Er könnte Rechtspopulisten in anderen Ländern zusätzlichen Auftrieb geben – und genau das will Wilders. Als absolutes Horrorszenario aller Pro-Europäer gilt ein Sieg der Front-National-Chefin Marine Le Pen bei der im April beginnenden französischen Präsidentenwahl. In Deutschland müssen die etablierten Parteien vor der Alternative für Deutschland (AfD) zittern. In den jüngsten Umfragen sinkt die Popularität des niederländischen Rechtsaußen zwar und nun hat der bisherige rechtsliberale Premier Mark Rutte die Nase vorne. Fragt sich nur, was die Umfragen wert sind. Denn eine Woche vor der Wahl wissen dreiviertel aller Wähler noch immer nicht, bei welcher Partei sie am 15. März ihre Kreuz machen sollen. Sie „schweben“, wie es so hübsch heißt. Selten stand so viel auf dem Spiel und selten geschah so wenig im Wahlkampf; das sagen übereinstimmend die Kommentatoren. Es gibt kein großes Thema im Wahlkampf. Mal geht es um das Rentenalter, mal um die Kosten für die Krankenkasse. Sieben, acht Parteien stehen dicht beieinander. Und dann: Die Hauptperson macht gar nicht mit. Der Politiker mit der charakteristischen platinblonden Haartolle hat sich bislang im Wahlkampf kaum blicken lassen – weil er keine Lust hatte. Erst an den letzten beiden Tagen vor der Wahl will er mitmischen. Sein Kalkül ist, so sagen Wahlforscher, dass seine Anhänger ihm aus Protest sowieso ihre Stimme geben. Bisher blieb der Zweikampf zwischen Wilders und Ministerpräsident Rutte aus. Dabei hatte gerade der so darauf gesetzt, um sich als rechte Alternative zu präsentieren. Rutte weiss, dass ein Erfolg von Wilders eine schwere Hypothek für eine kommende Regierung ist. In den Niederlanden wird am liebsten nach dem Konsensprinzip regiert – oder aber mit einer so breiten Basis wie möglich. Schon jetzt überfällt so manchen Politiker ein Unbehagen bei der Vorstellung, dass vielleicht 20 Prozent der Wähler nicht von einer Regierung repräsentiert wären. Daher ist auch die Sorge in der Brüsseler EU-Kommission nicht aus der Luft gegriffen, dass das Land zu den eher EU-skeptischen Ländern rücken könnte – selbst wenn Wilders wieder in der Opposition Platz nehmen muss. Er hat in den 14 Jahren auf der politischen Bühne schon längst Spuren hinterlassen. Strengere Integrationsregeln etwa oder deutlich nationalistischere Töne. Wilders PVV tritt mit dem Slogan „Die Niederlande wieder für uns“. Prompt folgte Premier Rutte mit dem Aufruf an Migranten: „Verhalte dich normal oder geh weg.“ Die Christdemokraten wollen alle Kinder verpßichten, die Nationalhymne auswendig zu lernen – „im Stehen“ versteht sich. Sogar die Sozialdemokraten treten zu dieser Wahl mit einem „progressiven Patriotismus“ an. Vor der Wahl sind die Niederlande zersplittert, die verbindenden Kräfte fehlen. 28 Parteien treten am 15. März an – für jeden ist etwas dabei: die Tierfreunde, die Rentner, rechte oder linke Christen, Migranten oder Unternehmer. „Es ist das Symptom einer gespaltenen, auseinanderfallenden Gesellschaft“, mahnt der Kulturhistoriker Rene Cuperus.
(iz). Jeder, dem die deutsch-türkische Freundschaft am Herzen liegt, muss sich in diesen Tagen Sorgen machen. Bezeichnend dafür ist die Eskalation der Sprache, die sich auch in abstrusen, geschichtlichen Anspielungen zeigt: Weder agiert die deutsche Regierung mit „Nazi-Praktiken“, noch ist der türkische Präsident ein „Sultan“. Es steht zudem zu befürchten, dass diese ideologische Auseinandersetzung auf dem Rücken der Muslime in Deutschland ausgetragen wird. Hin und wieder muss man bei aller Sympathie für die Türkei auch den Realitätsverlust der in Deutschland agierenden türkischen Organisationen beklagen. Sie haben – aus meiner Sicht – viel zu wenig für die Versachlichung der Debatte und zu deren Inhalten, nach innen und nach außen, beigetragen. Könnte es sein, dass man über die Jahre sogar eine Art Echokammer gebildet hat? Bevor man permanent über Benachteiligungen jammert, muss man die Sorgen beziehungsweise Bedenken der deutschen Bevölkerung zur Kenntnis und sie inhaltlich ernst nehmen. Nur auf dieser Grundlage kann man die islamophoben oder rassistischen Argumentationsketten von sachlichen Argumenten unterscheiden. Für einen Durchschnittsdeutschen wirkt es zunächst einmal befremdlich, dass in Deutschland ein Wahlkampf im Interesse der Türkei stattfinden soll. Es ist also durchaus legitim zu fragen, ob die Polarisierung der deutschtürkischen Gemeinde für das künftige Zusammenleben in Deutschland konstruktiv ist. Hier müssen türkische Organisationen, die das dennoch befürworten, auch ihre Argumente in die deutsche Gesellschaft transportieren. Sie müssen zeigen, dass sie sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung und Wirkung bewusst sind. Tun sie das, oder schärfer gefragt, interessiert sie das überhaupt noch? Hierzu gehört auch, absurde Vorwürfe („Angela Merkel ruft in Gaggenau an und verhindert Auftritt des türkischen Justizministers“) öffentlich zurückzuweisen. Wer nicht im Wahlkampfmodus agiert, muss sich hier zu Wort melden. Zumindest muslimische Verbände sollten hier nicht einseitig Partei nehmen und vielmehr zur Besonnenheit aufrufen. Es wäre für die AK-Partei fatal, wenn sie keinen Dialog mehr mit der deutschen Intelligenz führen könnte. Voraussetzung für ein anspruchsvolles Gespräch ist, zuzulassen, dass Themen wie Wahlkampf, Bürgerrechte oder Präsidialsystem zumindest in Deutschland kontrovers diskutiert werden können. Wer jegliche Bedenken und jedes Argument sofort als „Türkeifeindschaft“ einordnet oder die Logik von „wer nicht für mich ist, ist gegen mich“ betreibt, schadet letztlich der deutsch-türkischen Freundschaft. Es gibt heute keine Politik mehr, die man mit dem Enthusiasmus und der blinden Liebe von Fußballfans unterstützen könnte. Natürlich gibt es auch in Deutschland Kreise, die den Konflikt befeuern. Leider agieren hier manche Medien oft nur noch wie „Staubsauger“, die weniger aufklären wollen, sondern nur noch möglichst viele negative Aspekte zusammentragen. Gerade die konservativen Parteien Deutschlands haben die historische Chance verpasst, die Türkei in die Europäische Union zu integrieren. Sie waren zunächst in ihrer Weltanschauung irritiert und konnten nicht begreifen, dass ausgerechnet eine muslimisch geprägte AK-Partei die Türkei von der säkularen Diktatur befreit hat. In diesem Kontext ist interessant, dass die um Demokratie besorgten Außenpolitiker Europas niemals die NATO-Mitgliedschaft der Türkei hinterfragten. Ich dachte, es handle sich um ein Bündnis der westlichen Demokratien. Hier besteht eine gewisse historische Kontinuität. Denn in Zeiten, als in der Türkei ganz offen diktatorische Verhältnisse herrschten, wurde dieses heikle Thema ebenso ausgespart. Natürlich ist auch der Hinweis berechtigt, dass die Türkei vor wenigen Monaten einen blutigen Putschversuch erleben musste und ihr demokratisch gewählter Präsident getötet werden sollte. Bei allem Verständnis für die Reaktion der Türkei, sie muss, gerade weil sie für eine neue Demokratie stehen will, nun auch das Prinzip der Verhältnismäßigkeit wahren. Ein erster Schritt dazu wäre, sprachlich abzurüsten.
(iz). Es gehört zum Phänomen der Moderne – insbesondere seit dem Ereignis des 11. Septembers und dem daraus folgenden Krieg gegen den Terrorismus –, die Muslime heute in erster Linie […]
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Sarajevo (dpa). Bosnien-Herzegowina verklagt Serbien erneut vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) in Den Haag wegen Völkermordes im Bürgerkrieg von 1992 bis 1995. Das berichtete Bakir Izetbegovic, der für die muslimischen Bosniaken im Staatspräsidium sitzt, am Freitag in Sarajevo. Demnach wird das Land Revision gegen ein IGH-Urteil von 2007 einlegen. Damals hatte die höchste Justizinstanz der Vereinten Nationen Serbien vom Vorwurf des Völkermordes im ostbosnischen Srebrenica im Juli 1995 freigesprochen. Serbische Einheiten hatten bis zu 8000 muslimische Jungen und Männer ermordet. Die Entscheidung von Izetbegovic, die von allen muslimischen Spitzenpolitikern mitgetragen wird, war im Vorfeld vor allem von führenden bosnisch-serbischen Politikern kritisiert worden. Sie hatten gedroht, im Falle einer neuen Genozid-Klage die Institutionen dieses Balkanlandes lahmzulegen. Schon in dieser Woche war durch den Boykott serbischer Abgeordneter das Parlament nicht mehr arbeitsfähig. In Bosnien bilden die Muslime knapp die Bevölkerungsmehrheit. Die Serben machen etwa ein Drittel, die Kroaten rund 15 Prozent der 3,5 Millionen Einwohner aus. Im Bürgerkrieg der drei Völker untereinander waren die bosnischen Serben von der benachbarten Republik Serbien mit Soldaten und Waffen unterstützt worden. Das IGH-Gericht hatte Belgrad zwar vom Völkermord freigesprochen, aber festgestellt, dass Serbien nichts zur Verhinderung des Genozids in Bosnien unternommen habe.
„Allah ändert die Lage eines Volkes nicht, bis sie ändern, was in ihrem Inneren ist.“ (Ar-Ra’d, 11) (iz). Es gibt eine Reihe an Fragen im Hinblick auf Gesundheit und Ernährung, […]
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(iz). Viele kennen „Barbara.“ bereits. Die Künstlerin ist berühmt für ihre kreativen, provokanten und zugleich sympathischen Bilder. Mit „Dieser Befehlston verletzt meine Gefühle“ und „Hass ist krass, Liebe ist krasser“ veröffentlichte sie bereits zwei Bücher. Wir sprachen mit ihr über die politischen und sozialen Dimensionen ihrer Kunst, sowie über Religion und Identität. Islamische Zeitung: Wer bist Du eigentlich? Barbara.: Ich bin ein Mensch mit dem Namen Barbara. Islamische Zeitung: Steht der Punkt auch so mit im Pass? Barbara.: Zu meinem Pass kann ich leider keine Angaben machen, weil ich anonym bleiben will und nichts über meine wahre Identität verraten möchte. Aber so viel kann ich sagen: Ich besitze einen Pass und auf dem Passfoto sehe ich aus wie eine Version von mir, die seit einer Woche nicht geschlafen hat. Vielleicht hätte ich einen wohlwollenden Instagram-Filter über das Foto legen sollen, bevor ich es auf’s Amt gebracht habe. Jetzt muss ich damit leben, dass Polizisten bei einer Kontrolle oftmals denken, dass ich da bekifft war oder so. Islamische Zeitung: Ich will ja nicht hetzen, aber ich wette, Du traust dich nicht, den Pass zu bekleben. Barbara.: Ich fände es zumindest schön, wenn wir in einer Welt leben würden, in der die Staatsangehörigkeit so nebensächlich wäre, dass es kein Problem wäre, seinen Personalausweis mit lustigen Bildchen zu bekleben. Ich würde ein Einhorn drauf kleben. Oder ein Bild von Bob Marley. Islamische Zeitung: Kannst Du mir die Leidenschaft des Beklebens ein wenig erklären? Barbara.: Als ich noch ein kleines Kind war, hat mir mein Opa bei einem Spaziergang ein an die Wand gezeichnetes Hakenkreuz gezeigt und mir erklärt, für welche schrecklichen Ereignisse dieses Symbol steht. Er hat vergeblich versucht, es mit Spucke und Taschentuch wegzuwischen, was ihm aber nicht gelungen ist. Am nächsten Tag bin ich wieder mit ihm zu dieser Stelle gelaufen und ich hatte ein Stück Papier dabei, auf das ich eine lachende Sonne gemalt hatte. Das habe ich mit Tesafilm über das Hakenkreuz geklebt. Daraufhin hat mich mein Opa sehr gelobt und er hat sogar gelächelt, was er sonst leider sehr wenig getan hat, weil er mit dem Trauma des Zweiten Weltkrieges nie fertig geworden ist und lange Zeit sehr verbittert lebte. Dieses Lächeln hat mich motiviert, es hat sich in mein Herz eingebrannt, weil ich erkannt habe, das ich mit kleinen Mitteln etwas Gutes vollbracht habe. Aus diesem Erlebnis schöpfe ich noch heute Motivation und klebe meine kleinen Botschaften in den öffentlichen Raum, vor allem, wenn ich fremdenfeindliche oder diskriminierende Werbung, Schilder, Plakate oder sonstiges entdecke. Es ist mein Weg, mich spielerisch in den öffentlichen Diskurs einzubringen. Es macht mir unendlich viel Spaß. Islamische Zeitung: Heute bringst Du damit viele Tausende zum Lächeln. Und wohl auch zum Nachdenken. Ist es Kunst? Ist es Protest? Ist es beides? Oder etwas noch anderes…? Barbara.: In erster Linie ist das Kleben von Botschaften meine Wahl der Methode, um meine Gedanken und Gefühle auszudrücken. Ich übe damit auch Kritik an unterschiedlichen Dingen, die mich beschäftigen, versuche dabei aber auch schwierige Themen mit einer Prise Humor zu entschärfen. Ich glaube fest daran, dass Humor immer hilft, wenn Menschen mit unterschiedlichen Positionen aufeinandertreffen. Keiner will dem anderen eins in die Fresse hauen, wenn er eben noch über dessen Witz gelacht hat. Vielleicht sollten sich die großen Führer dieser Welt am Anfang eines jeden Treffens einen schönen Witz erzählen. Danach kann man immer noch mit allem gebührenden Ernst nach Lösungen suchen. Islamische Zeitung: Es ist auch diese gewisse Positivität, die Dein Wirken so beliebt macht. Woher beziehst Du sie? Barbara.: Ich glaube daran, dass in jedem Menschen etwas Gutes steckt, das oftmals leider mit Bergen aus Müll, negativen Gefühlen und Erfahrungen zugeschüttet ist. Für mich ist es schon immer eine Herausforderung gewesen, diesen versteckten guten Kern eines Menschen für mich sichtbar zu machen. Meistens funktioniert das mit Humor oder mit einem freundlichen Lächeln. Meine Mutter hat früher immer gesagt, ich solle auf der Straße nicht fremde Leute anquatschen, aber ich habe es trotzdem ständig gemacht. Ich fand es faszinierend, was ein kleines „Hallo!“ und ein freundliches Lächeln bewirken können. Meistens verändert sich das Gesicht eines Fremden, der gerade eben noch total grimmig schaute, in ein warmherziges, freundliches Gesicht. Es ist wie Zauberei. Diese Haltung versuche ich in meine Botschaften mit einfließen zu lassen. Islamische Zeitung: In Zeiten von erstarkendem Populismus, besonders im Internet – denkst Du, damit lässt sich auch Trollen etwas Warmherziges abgewinnen? Barbara.: Man kann an der Art, wie im Internet diskutiert wird, wirklich verzweifeln. Egal, welches Thema, es findet sich immer jemand, der einen Hass-Beitrag dazu schreibt. Manche werden bezahlt dafür, andere tun es aus Überzeugung, andere machen es, weil es ihnen Spaß macht, andere zu ärgern, andere sind gar keine Menschen, sondern Maschinen. Darum wünsche ich mir den Zusammenhalt der Leute, die für ein friedliches und respektvolles Miteinander stehen, gerade auch im Netz. Wenn die freundlichen Menschen zusammenhalten, dann haben die Trolle keine Chance und werden verlieren. Islamische Zeitung: Erfährst Du diesen Zusammenhalt von Deinen Fans und Freunden? Barbara.: Ich sehe, dass der Wunsch nach diesem Zusammenhalt überall auf der Welt wächst und immer größer wird. Gerade wegen der schrecklichen Kriege und der Versuche von irgendwelchen politischen oder geistlichen Führern, ihr Volk oder ihre Anhängerschaft zu polarisieren und gegen andere aufzuhetzen. Die Menschen sehnen sich nach Frieden und nicht alle, aber immer mehr, sind bereit, diesem Wunsch näherzukommen, indem sie aufeinander zugehen; über Grenzen hinweg, die aus nationalem, religiösem, oder kulturellem Denken bestehen können. Islamische Zeitung: Zu Deinen Fans zählen auch viele Muslime. Hast Du eine Idee, warum das so ist? Barbara.: Ich übe häufig Kritik an religiösem Fanatismus und stehe als Mensch mit katholischem Konfessionshintergrund Religion insgesamt kritisch gegenüber. Ich bin mit 14 Jahren aus der Kirche ausgetreten und das war eine Entscheidung, die ich nie bereut habe. Aber ich kämpfe dafür, dass keine Glaubensrichtung diskriminiert wird. In Anbetracht dessen, was die Generation meiner Großeltern getan oder zumindest nicht verhindert hat, gilt dies besonders für den Kampf gegen Antisemitismus und gegen Neo-Nazis. Aber durch die Entwicklung der letzten Jahre hat für viele Menschen das Wort „Muslim“ mittlerweile dieselbe Bedeutung wie „Terrorist“, und das ist so grundfalsch und in seiner Konsequenz so unmenschlich und gefährlich, dass ich es zu einem meiner Hauptthemen gemacht habe, dagegen anzugehen. Ich möchte nicht, dass ein Keil zwischen die friedliebenden Muslime und den Rest der Welt getrieben wird. Das versuchen auf der einen Seite die Mörderbande von Daesh und auf der anderen Seite die Rechtspopulisten dieser Welt. Dazwischen müssen wir zusammenstehen. Christen, Muslime, Juden, Batman-Fans, Superman-Fans, Homosexuelle, Heterosexuelle, Konservative, Linke, Schwarze, Weiße, Grüne, Bunte, alle! Islamische Zeitung: Intellektuelle sprechen heute oft von der Identitätskrise in Europa. Würdest Du, als ein Mensch, der sich das Beantworten von plakativen Phrasen zur Aufgabe gemacht hat, die Forderungen und Aussagen aus Politik und Medien in Richtung Muslime auch als den Versuch, die eigene Identität über ein vermeintliches Gegenbild zu definieren, bezeichnen? Barbara.: Der christliche Glaube verliert immer mehr an Einfluss in Europa, deshalb gibt es sicherlich Leute, die eine Rückbesinnung auf christliche Werte fordern, manche wollen bestimmt auch die Abgrenzung zum Islam instrumentalisieren. Aber der (aus meiner Sicht) überwiegende Anteil der Bevölkerung und auch der Politik und der Medien in Deutschland will keinen Rückfall in alte religiöse Glaubensmuster, sondern nach vorne schauen, in die Richtung, in der es egal ist, ob und an welchen Gott jemand glaubt. Entscheidend ist, wie wir Menschen miteinander umgehen. Daraus resultiert auch eine begründete Sorge gegenüber Religionen, die für sich eine alleingültige Wahrheit reklamieren, gepaart mit dem Drang, andere Menschen zu missionieren. Davon hat der Großteil der Gesellschaft die Nase voll. Das darf aber nicht bedeuten, dass gläubige Menschen für ihren Glauben verurteilt oder diskriminiert werden. Islamische Zeitung: Wie kann man Menschen, die von einer Identitätskrise betroffen zu sein scheinen, die unter anderem zu Extremismus führen kann, dabei helfen, echte, lebendige Identitäten anzunehmen, die positiv sind? Barbara.: Diese Identitätskrisen entstehen aus meiner Sicht aus ganz unterschiedlichen Gründen. Allen voran gibt es auch im stinkreichen Deutschland große soziale Ungerechtigkeiten, was selbstverständlich zu Unzufriedenheit führt. Der ungezügelte Kapitalismus spaltet die Menschen. Daraus müsste eigentlich eine Protestbewegung erwachsen, die Armen gegen die Superreichen. Aber nun ist alles von der sogenannten Flüchtlingskrise überschattet, und AfD und Pegida missbrauchen das Thema, um den Leuten Angst zu machen, vor Flüchtlingen, die jetzt auch noch was vom Kuchen abhaben wollen. Anstatt die Armen gegen die Reichen zu positionieren, werden die Armen gegen noch viel Ärmere aufgebracht, die vor Krieg und Elend flüchten. Das ist die Perversion dieser populistischen Hetzer, die ich nicht hinnehmen kann. Sie schüren Hass und Angst vor Muslimen, bezeichnen sie pauschal als potentielle Terroristen, obwohl diese Menschen selbst vor Terroristen geflohen sind, die die Religion auch noch für ihren mörderischen Wahnsinn missbrauchen. Ich kann mir nur wünschen, dass immer mehr Menschen den Mut aufbringen, auf Fremde zuzugehen und zu erkennen, dass das alles nur Menschen sind, mit denselben Wünschen und Bedürfnissen. Dann werden sie auch beginnen, jede Hasspropaganda zu hinterfragen. Islamische Zeitung: Wenn Du diesem Jahr ein Barbara.-Plakat ankleben müsstest, was würde draufstehen? Barbara.: Wahrscheinlich würde ich ein Statement von John Lennon draufschreiben, der bereits 1969 etwas gesagt hat, was damals genauso bedeutend war, wie jetzt im Jahr 2017: GIVE PEACE A CHANCE! Islamische Zeitung: Hast Du letzte Worte? Barbara.: Da ich für mehr Austausch zwischen Menschen bin, die in elementaren Fragen wie Religion unterschiedlicher Meinung sind, möchte ich gerne sagen, dass ich dieses konstruktive Gespräch zwischen einer Islamischen Zeitung und einer frechen, atheistischen Plakatekleberin für einen Schritt in die richtige Richtung halte. Darum möchte ich mich für die Anfrage herzlich bedanken. Islamische Zeitung: Die Kultur des Gesprächs mit Künstlern sollte von Medien geachtet und geehrt werden. Wir danken für das angenehme Interview und die positive Botschaft!
(iz). In den letzten Jahrzehnten etablierte sich das muslimische Leben in Deutschland aus soziologischer Sicht zumeist zwischen den alten Gegensätzen von Gemeinschaft und Gesellschaft. Inzwischen spielt auch eine weitere soziale Größe eine bedeutsame Rolle: die Realität des Virtuellen. Die Dynamik sozialer Medien setzt dabei die etablierten Organisationsformen der Muslime, zumeist in den 1970er Jahren des letzten Jahrhunderts entstanden, zunehmend unter Veränderungsdruck. Die typische Moscheegemeinde in Deutschland verfügt nur über eine begrenzte, lokale Infrastruktur. Aus dem ursprünglichen Sinnzusammenhang von Moschee und Markt, Stiftungen und Bildungseinrichtungen sind meist nur die Gebetsstätten als sakrale Räume übrig geblieben. Als zentralisierende Zusammenschlüsse übernehmen meist Verbände die gesellschaftliche Vertretung der Muslime. Sie organisieren das religiöse Leben und verstehen sich nicht zuletzt als politische Repräsentanz ihrer Mitglieder. Bisher hat sich eingebürgert, dass die ethnischen Trennlinien, auf deren Ausschlussprinzip die meisten Verbände noch immer beruhen, aber auch die Organisationsformen an sich, kaum hinterfragt werden. Die Konzeption der lokalen Gemeinschaften und ihrer zentralen Verbände wird – wenn überhaupt – vor allem in den sozialen Medien offen diskutiert. Das Internet und seine Foren bieten dabei neue Möglichkeiten, kritische Fragen zu stellen, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und die neuesten Informationen auszutauschen. Während Verbände auf für Muslime wichtige Ereignisse eher langsam und mit den alten Stilmitteln von Presseerklärungen und präsidialen Stellungnahmen agieren, beherrscht das Netz die bekannte Ungeduld und atemberaubende Geschwindigkeit. Hier treffen sich Forderungen der Jugend nach schneller Veränderung mit den alten Gewohnheiten des muslimischen Establishments. Darüber hinaus zwingt es Verbände, wenn auch eher ungewollt, zunehmend auch zu einer ungewohnten Transparenz „nach innen“. Ein gutes Beispiel für diesen Trend war ein Vorfall in Berlin. Der größte Verband der Muslime in Deutschland, die DITIB, hatte in einem Verfahren ohne jede Transparenz einen jungen Vorsitzenden ausgetauscht. Es war zunächst der Jugendverband der Organisation, der in Facebook protestierte und mit dem sich viele junge User sofort solidarisch erklärten. Während die Zentrale sich bis heute über die Absetzung ausschweigt, wird in den sozialen Medien dieses Phänomen weiterhin kontrovers diskutiert. Die Realität des Virtuellen zeigt sich aktuell für Muslime in einer gewissen Ambivalenz. Einerseits mobilisieren rechte Gruppen virtuellen Widerstand gegen Muslime in den Netzwerken, der vereinzelt, wenn auch mit wachsender Intensität und Aggressivität, real ausbricht. Anderseits überwinden muslimische Jugendliche bisher bestehende Trennlinien zwischen den Verbänden und Organisationen. Sie bilden neuartige kreative Netzwerke. Diese virtuelle Realität muslimischer Mobilisierung lässt das Phlegma und die Ignoranz gegenüber den gesellschaftlichen Verhältnissen hierzulande, das viele Verbände nach wie vor auszeichnet, immer deutlicher werden. Natürlich muss man bei der Beurteilung des Internets auch die Deutung des Philosophen Byul Chung Han im Hinterkopf behalten. Er verknüpft den Dataismus – den Zerfall der Welt in Datenbestände und den daraus folgenden Verlust, größere Sinnzusammenhänge zu erkennen – mit dem Nihilismus unserer Zeit. Es liegt in der Natur aller technologischen Innovationen, dass sie für unser praktisches Leben nachteilige und vorteilhafte Phänomene verknüpfen. Wohnt aber beispielsweise in den sozialen Medien nicht auch für uns Muslime die Möglichkeit neuer konstruktiver Bewegungen? Noch sehen nicht alle Muslime das ganze Potential der sozialen Medien, jenseits von „Selfies“ und dem Austausch von Emotionen. Das Erschreckende und gleichzeitig Hoffnungsvolle des Internets liegt in der Dynamik eines virtuellen Raums, der den Eindruck vermittelt, dass das Undenkbare und Unmögliche reale Wirklichkeit werden kann. Diese Zweideutigkeit kann man positiv oder negativ sehen. Je nach Stimmungslage zeigen sich soziale Medien als Vorstufen echter Basisdemokratie oder aber als virtuelles Sammelbecken faschistoider Bestrebungen. Was, wann und wie real wird, bedingt nicht zuletzt auch das Engagement der Nutzer. Sie entscheiden letztlich mit den neuen Mitteln der Kommunikationstechnik, welche Diskurse sich durchsetzen oder verflüchtigen. Der bisherige Verlauf gesellschaftlicher Debatten der Anderen über den Islam stimmt viele Muslime nachdenklich; vor allem, wenn man den Leitsatz Lacans beachtet: „Es ist nicht Du, der gewinnst, sondern der Diskurs, dem Du dienst.“ Immerhin bietet das Netz die Möglichkeit, die Ausschließlichkeit des herrschenden, politisierten Diskurses zu durchbrechen und eigene Anstöße, zum Beispiel die Debatte über den Islam und seine ökonomische oder soziale Dimension zu artikulieren. Wer sich über die positiven, anderen Seiten des Islam informieren will, geht heute längst auf die Webseiten von Bloggern, nutzt das Angebot von Internetseiten oder schließt sich entsprechenden Gruppen auf Facebook an. Die Frage ist darüber hinaus, ob man andere Formen der inner-islamischen Organisation, bevor sie real werden, zunächst ebenso virtuell vorbereiten muss. Die virtuelle Community lebt bereits vor, wie das gehen könnte. Es zählen in dieser Gemeinschaft weniger Herkunft oder Zugehörigkeit zu Organisationen, sondern das unmittelbare Tun. Junge Leute sind fasziniert von der Idee, dass virtuelle Mobilisierung sich auch real auf die Politik in diesem Land auswirken könnte. Sie bevorzugen die Möglichkeiten des „Crowdfunding“ gegenüber dem langen Weg der Entscheidungsprozesse muslimischer Apparate. Und sie bestimmen ihre eigenen Führungspersönlichkeiten und entscheiden mit einer Zustimmung per Mausklick, durch welche Positionen sie wirklich vertreten werden. Während in den Medien unzählige Bilder und Symbole das Stimmungsbild und unbewusste Ängste in Sachen Islam artikulieren, zeigt sich so das Netz als wichtige Ergänzung der muslimischen Präsenz in unserer Gesellschaft. Auch hier zeigt sich wieder eine gewisse Doppeldeutigkeit: Algorithmen, die heute Muslime mit negativen Bildern assoziieren, könnten morgen auch diejenigen, die sich positiv für den Islam interessieren, mit der Community in Bezug setzen. Darüber hinaus können mit einer anderen Sicht auf die Möglichkeiten der Vernetzung auch lokale Gemeinschaften gleichzeitig ihre sozialen Mängel überwinden: Wenn sie zum Beispiel keinen Marktplatz haben, warum nicht diesen Ort virtuell schaffen? Sollten die virtuellen Sphären des Netzes so etwas wie Vorstufen des Realen darstellen, dann müssen sich die antiquierten Organisationsformen auf baldige Veränderungen einrichten. Der Druck von der Basis, die Mobilisierung von unten nach oben, stellt die gewohnte Hierarchie der Strukturen auf den Kopf. Die Unzufriedenheit über die Schwerfälligkeit muslimischer Interaktion ist nicht mehr zu übersehen. User wollen schnell informiert werden, Fragen stellen und mitdiskutieren, mit der alten passiven Mitgliedschaft in Vereinen hat dies kaum noch zu tun. Ein kurzer Blick auf die statische Internetseite des „Koordinationsrats der Muslime“ zeigt, wie fern die Verbände heute von effektiver Vernetzung und damit jenseits der Bedürfnisse ihrer eigenen Jugend und ihrer erfolgreichen Netzwerke sind. Denkt man an die künftigen muslimischen Strukturen, wäre auch eine Besinnung auf den Unterschied von Einheitlichkeit und Ganzheitlichkeit interessant. Einheitlichkeit äußert sich zum Beispiel in einem Verein, der eine Ethnie, eine Überzeugung, eine Flagge in eine Form zu gießen versucht. Ganzheitlichkeit äußert sich dagegen in Gemeinschaften, Netzwerken, die ganz unterschiedlichen Ethnien, Überzeugungen, Aggregatzuständen und Bedürfnissen ihren Ort und Sinn geben. Das Internet drängt die Community virtuell und real zur letzteren Option.
(iz). Am Sonntag, den 29. Januar wurden in der kanadischen Stadt Quebec City sechs Menschen in einem islamischen Kulturzentrum erschossen, mindestens acht teilweise schwer verletzt. Wie die Ermittlungsbehörden mittlerweile bekanntgaben, […]
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Volker Beck ist seit 1994 Kölner Bundestagsabgeordneter. Er ist migrations- und religionspolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Gerade in den letzten Monaten ist er in der Öffentlichkeit mit Kritik an den muslimischen Verbänden aufgefallen, die in der muslimischen Community für Diskussionen gesorgt haben. Grund genug, um ihn zu treffen und zu aktuellen Debatten zu befragen. Islamische Zeitung: Lieber Herr Beck, es wurde in den letzten Wochen und Monaten sehr kontrovers über die muslimische Verbandslandschaft diskutiert. Sie haben sich sehr aktiv daran beteiligt. Gab es auch Nächte, an denen Sie nicht an die DITIB und Co dachten? Volker Beck: In der Nacht denke ich nie an DITIB & Co. Islamische Zeitung: Aber Sie haben sich sehr häufig sehr kritisch zu Wort gemeldet. Was sind Ihre konkreten Kritikpunkte? Könnten Sie das kurz zusammenfassen. Volker Beck: Man muss zwei Diskussionen unterscheiden. Die eine betrifft die konkrete Arbeit der Verbände: Was sie tun und unterlassen. Die andere behandelt prinzipielle religionsverfassungsrechtliche Fragen. Darüber arbeite ich seit mehr als zehn Jahren. 2007 habe ich dazu das erste Mal dazu in der taz geschrieben. Ich habe auch bereits 2012 in der Fraktion eine „Roadmap zur Gleichstellung des Islam“ mit auf den Weg gebracht. Religionsgemeinschaften müssen bei ihrer Identität und Abgrenzung grundsätzlich nach religiösen Kriterien organisiert und geprägt sein. Das sind die großen vier Verbände, die wir haben, alle nicht wirklich. Es dominieren in der Regel sprachliche, kulturelle und politische Richtungsentscheidungen. Diese erklären, warum man bei dem einen Verband ist und nicht bei dem anderen, nicht aber eine bestimmte religiöse Überzeugung. Diese Situation hat viel mit der Politik der Herkunftsländer sowie der Migrationsgeschichte zu tun. Wir können das aber im Rahmen des deutschen Religionsverfassungsrecht nicht akzeptieren. Solche politisch geprägten, religiösen Vereine können wir im Rahmen des deutschen Rechts nicht als Religionsgemeinschaften anerkennen. Auch religiöse Vereine genießen bestimmte Rechte der kollektiven Religionsfreiheit. Sie können ihre Moscheen bauen, dürfen Sozialeinrichtungen gründen und gemeinschaftlich nach außen treten, aber können nicht als Religionsgemeinschaften im Sinne von Art. 7 Abs. 3 GG (bekenntnisorientierter Religionsunterricht) oder Art. 140 GG (Religionsgesellschaften, die die Körperschaftsrechte bekommen) agieren. Wenn sie diese Rechte haben wollen – ich habe mich immer für die Existenz und Gleichberechtigung islamischer Religionsgemeinschaften eingesetzt –, müssen sie sich anders aufstellen. Das würde ich begrüßen, aber es ist die Entscheidung der Muslime in unserem Land und nicht der Politik. Mit islamischen Gemeinschaften, die keine nationale und politische Prägung mehr haben, würde der Islam in Deutschland wirklich ankommen. Der andere Punkt ist eine konkrete Kritik an der Arbeit der Verbände. Gegenüber der Gesellschaft wird mit Überschriften wie „antimuslimischer Rassismus“ und – was es ja auch gibt – als teilweise ausgegrenzte und diskriminierte Minderheit agiert. Hier wird zurecht Solidarität eingefordert. Diese Solidarität wird aber nicht zurückgegeben, wenn es um die Ausgrenzung von Juden in Deutschland geht, gerade auch durch Muslime. Und gibt sie auch nicht, wenn es um die Verfolgung oder Diskriminierung von Christen in Herkunftsländern wie der Türkei geht. Dorthin unterhält die DITIB ja allein schon dem Namen nach ganz offiziell Beziehungen. Was die DITIB hier an Freiheitsrechten genießt und genießen soll, davon können Christen in der Türkei nur träumen. Und auch, dass man sich nach Vorfällen immer nur per Pressemitteilung distanziert: wie bei Melsungen, wo es eine antisemitische Zusammenstellung von Qur’anzitaten auf der Homepage des Moscheevereins gab, oder neulich die Sharepics von Leuten der DITIB-Jugend Nord mit Gewaltdarstellungen garnierte Diffamierung von Weihnachten. Gleiches gilt für die Ausgrenzung von Aleviten oder Kurden, bei der man die AKP-Politik nach Deutschland verlängert. Solche Sachen gehen nicht. Ich erwarte von Organisationen, die nicht nur ein paar Tausende Gläubige zählen, sondern den Anspruch haben, letztendlich die religiöse Versorgung von Millionen Leuten in Deutschland zu organisieren, dass sie ihre gesellschaftliche Verantwortung erkennen und auch wahrnehmen. Das erkenne ich gegenwärtig nicht. Aber zugegeben das ist eine Frage der Gesellschaftspolitik und nicht des Religionsverfassungsrechts. Islamische Zeitung: In Sachen Religionsverfassungsrecht gibt es auch andere Positionen. Es gibt Verfassungsrechtler, die bei den potenziellen Religionsgemeinschaften zumindest die wichtigsten Punkte als erfüllt ansehen und anders argumentieren als Sie. Praktisch haben wir in NRW und anderswo Versuche, einen Islamischen Religionsunterricht zu organisieren. Dafür braucht es Partner, um das zu realiseren. Braucht es dafür nicht beiderseits einen differenzierteren Umgang? Volker Beck: Die Stimmen, die meinen, man kann die Frage nicht an Hand von Satzungsgutachten und Umfragen in ein paar Gemeinden entscheiden, mehren sich. Islamische Zeitung: Die aber von der eigenen Basis in letzter Zeit kritischer reflektiert wurde… Volker Beck: Meine Vorschläge wurden am Ende beim Bundesparteitag fast einstimmig verabschiedet und haben Eingang in das NRW-Wahlprogramm gefunden. Islamische Zeitung: Es gab aber aus den Länderstrukturen Kritik an der Art und Weise, wie man manche Themen anspricht… Volker Beck: Es gab Kritik von einer Mitarbeiterin der NRW-Landtagsfraktion, die Sprecherin des AK Grüner MuslimInnen ist. Das wurde mit Stirnrunzeln zur Kenntnis genommen. Islamische Zeitung: Müsste nicht in einem wichtigen Wahljahr wie 2017, in dem die AfD durch Stimmungsmache immer mehr an Boden gewinnt, und die CDU sowie andere Parteien auf dieser Welle mitschwimmen wollen, der Ansatz der Grünen nicht ein anderer sein? Volker Beck: Das ist eine peinliche Unterstellung: Wer die Verbände kritistiert ist AfD. Wenn es um das Recht einer Muslimin, das Kopftuch zu tragen, geht, um Auseinandersetzungen bezüglich Moscheebauten oder um Anschläge auf Moscheen beziehungsweise Schmierereien, dann haben die Muslime die Grünen und mich immer an ihrer Seite – an ihrer Seite zu stehen, wenn es um die Verteidigung ihrer Freiheit geht, aber nicht Blindheit, wenn es sich um berechtigte Kritik handelt. Ich habe das Gefühl, manche Muslime, aber vor allem die Funktionäre der islamischen Verbände, versuchen jede Kritik mit dem Verweis wegzudrücken, dass es auch Hetze gegen Muslime gibt. Wenn wir das zulassen, lassen wir es kampflos zu, dass sich in einem Bereich unserer Gesellschaft undemokratische und nicht mit den Werten unserer Verfassung korrespondierende Verhältnisse etablieren. Diese Tabuisierung bestimmter Probleme mache ich nicht mit. Die Verbandsfunktionäre sind nicht die Muslime. Für mich geht es da gar nicht um Wahlkampf. Ich vertrete das seit über einem Jahrzehnt, seitdem ich mich intensiv damit beschäftigt habe und mache auch keine Abstriche aus wahltaktischen Gründen. Dass jetzt auch einige andere Leute aufgewacht sind, ist ja schön. Zuvor waren Innenminister angefangen bei Otto Schily (SPD) und Beckstein (CSU) die besten Freunde der DITIB. Die anderen Verbände blieben hier ein bisschen unbeachtet, weil das so praktisch war mit Ankara. Jetzt merkt man, dass in Ankara ein anderer Wind weht. Nun gehen diese Parteien, insbesondere Teile der CDU, auf Distanz. Für die Religionspolitik braucht man einen klaren Kompass: Dieser ist das Diskriminierungsverbot von Art. 3. GG, die Religionsfreiheit von Art. 4 GG und die zwei institutionellen religionsverfassungsrechtlichen Quellen von Art. 7 und 140 GG. Wenn jemand die Rechte, die Muslimen zustehen, streitig macht, dann werde ich das nicht zulassen. Ich werde aber auch nicht zulassen, dass sich eine politische Überwölbung von Religion die Privilegien für Glaubensgemeinschaften erbeutet, die unsere Verfassung nur für Religionsgemeinschaften vorsieht. Da müssen beide Seiten durch. Wir kommen bei der Integration nicht weiter, wenn die einen sagen, alles sei wunderbar, und glauben, keine Anforderungen stellen zu müssen; oder andere Muslime verteufeln oder sagen ein Muslim könne kein Demokrat sein. Letzteres weht uns ja seit dem Sarrazin-Buch aus einem bestimmten Spektrum der Gesellschaft entgegen. Beides ist dumm und ist antiaufklärerisch. Es gibt bei Verbandsfunktionären auch eine Weigerung, klar Position zu beziehen. Ich führe und verfolge diese Diskussion seit über zehn Jahren und werde auch schon ein bisschen ungeduldig. Denn ich nehme diese Leute erst einmal als Deutsche auf einer Augenhöhe wahr und ernst. Sie sind hier aufgewachsen und leben hier. Wenn man bestimmte Probleme anmerkt, müssen sich diese vier Großorganisationen – mit einer erheblichen Anzahl von Mitarbeitern, von der manche NGO nur träumen kann – auch mal dieser Probleme annehmen und nicht nur eine Pressemitteilung dazu machen, um alle zu beruhigen. Islamische Zeitung: Derzeit ist eine Re-ethnisierung in der muslimischen Gemeinschaft zu beobachten. Und wir erleben derzeit eine gesteigerte Polarisierung zwischen einerseits den Erfolgen der AfD und ihrem Ausstrahlen auf andere Parteien, und andererseits auf der türkischen Seite ein Wiederaufblühen einer Mischung aus Nationalismus und Religion. Muss da nicht die Führung bestimmter Debatten hinterfragt werden? Oder anders gefragt, was meinen Sie, wie die muslimische Gemeinschaft Ihre Impulse wahrnimmt? Volker Beck: Die Reaktionen sind ganz verschiedenen. Ich bekomme gerade von vielen türkischstämmigen Menschen über Facebook mitgeteilt, dass sie das nicht in ihrer Gemeinde sagen können und dankbar sind, das ich das ausspreche. Und ich kriege jede Menge Beschimpfungen. Dann aber von Accounts, die mich vermuten lassen, dass die AfD und die AKP mehr gemein haben, als ihnen bewusst ist. Lediglich beziehen sie sich auf eine andere Nation in ihrem Chauvinismus. Ich habe es ja zehn Jahre versucht im Guten und im Stillen. Das leise Anmerken in persönlichen Gesprächen hat niemanden beeindruckt. Dann muss man es lauter artikulieren. Gerade bei der DITIB sehe ich keine echte Bereitschaft zum Dialog, wenn man mit ihr über Probleme sprechen will. Man führt einen die Gebäude vor und wird zum Iftar eingeladen, aber der offenen Aussprache zu Problemen wird ausgewichen. Unbearbeitet bleiben Probleme bei Jugendlichen, die sich wieder eine türkisch-chauvinistische Identität aufbauen. Dieser Prozess hat zwei Seiten. Einerseits spielt dabei die mangelnde Bereitschaft der Aufnahmegesellschaft zur Integration sowie die Erfahrung, dass man mit dem gleichen Schulabschluss viel mehr Bewerbungen schreiben muss, weniger Chancen hat, wenn man „Schwarzkopf“ ist, eine Rolle. Zum anderen liegt das auch an einer gezielten ideologischen, nationalistischen Einflussnahme durch die DITIB und die AKP-Tochter UETD als Organisationen aus der Türkei auf diese Türkischstämmigen sowie Organisationen wie die Milli Görüs-Leute der IGMG, die grauen Wölfe der ATIB und andere, die hier ohne direkte Verbindungen zum türkischen Staat nationalistisch unterwegs sind. Islamische Zeitung: Andererseits fällt vielen, gerade jungen Leuten, auf, dass man hier bei anderen Gruppierungen, die in Deutschland aktiv und verboten sind wie die PKK, einen anderen Maßstab anlegt… Volker Beck: Nein, das stimmt nicht: Die PKK ist verboten und das Verbot wird auch durchgesetzt. Würde die PKK 30.000 Leute auf die Straße stellen, gäbe es auch eine entsprechende Diskussion. Aber wenn irgendeine linke Kleinstgruppe mit 100 oder 200 Leuten und Free-Öcalan-Fahnen, die nicht generell verboten sind, durch die Straßen zieht, was in Berlin dauernd geschieht, nimmt man das so ernst wie die Aluhüte-Fraktion und andere. Das heißt aber nicht, dass man es gutheißt. Islamische Zeitung: Das ist nunmal die Wahrnehmung der Menschen. Wenn man sich die Teilnehmerzahl bei der letzten Demo in Köln betrachtet… Volker Beck: Das war eine Demonstration der alevitischen Gemeinde. Und diese Diffamierung ist gefährlich angesichts des Angriffs auf die alevitische Gemeinde von Müllheim in Baden mit türkisch-nationalistischen Schmierereien. Islamische Zeitung: Aber viele Fahnen von der PKK. Volker Beck: Dass es auch PKK-Fahnen bei einer Erdogan-kritischen Demonstration gibt, heißt nicht, dass der Organisator etwas mit der PKK zu tun hat. Die Kölner Organisatoren haben sich davon distanziert und erst mit ihrer Kundgebung angefangen, nachdem die Öcalan-Fahnen vor dem Podium verschwunden waren. Das ist alles nicht ganz einfach: Es gab Urteile, durch die sich die NPD bei Ostermärschen der linken Friedensbewegung einklagen konnte. Es gab kürzlich die Auseinandersetzung, dass ProKöln beim CSD mitlaufen wollte. Das kann man dem Veranstalter nicht zurechnen. Wenn über solche Vorgänge gestritten wird, möchte ich auch die Ansicht über den Auftritt eines HAMAS-Führers auf dem AKP-Parteitag hören. Das ist eine Terrororganisation, die in Deutschland verboten ist. Hierzu war keine Kritik und keine Distanzierung von UETD oder DITIB zu hören. Um die Dimensionen klar zu machen: Ich habe nicht gehört, dass Herr Öcalan auf dem Parteitag der CDU aufgetreten wäre. Das wäre nämlich das Äquivalent. Dass wir Positionen, die wir ablehnen, im Rahmen unseres Versammlungsrechts ertragen müssen, ist eine andere Sache. Wir ertragen die NPD, die AfD, die UETD und wir ertragen bestimmte PKK-nahe Organisationen. Die PKK ist verboten, aber „Freiheit für Öcalan“ ist nicht verboten. Wenn Leute nicht verstehen, dass es in einer freiheitlichen Gesellschaft möglich sein kann, über das Verbot von verbotenen Organisationen zu streiten, dann haben sie die Prinzipien der Demokratie nicht verstanden. Islamische Zeitung: Erlauben Sie uns die Rückkehr zur Islamdebatte. Bei aller berechtigten Kritik an dem Phänomen, dass sehr schwammig als „politischer Islam“ bezeichnet wird, gibt es Befürchtungen, wonach derzeit ein politisch korrekter „politischer Islam“ geschaffen werden soll. Ein Beispiel wäre die öffentliche Reaktion auf eine „Freiburger Erklärung“, die nur von einer Handvoll Leute stammte. Volker Beck: Es gibt nicht „die“ Muslime. Was sie glauben wollen, müssen sie genauso wie die Christen, Juden usw. entscheiden. Da kann ich Ihnen auch nichts vorschreiben. Diskussionen wie die über den Reformationsbedarf des Islam finde ich als jemand, der Geschichte studiert hat, einfach albern. Geschichte wiederholt sich nicht, auch nicht Aufklärung oder Reformation. Aber: Der Islam muss, wenn er in demokratischen Gesellschaften als integraler Bestandteil verstanden werden will, über die historische Genese seiner Religion reflektieren. Er muss bei manchen Dingen, die im 7. Jahrhundert relevant oder zeittypisch waren, den Mut haben, zu ihnen einen anderen Zugang im 21. Jahrhundert zu finden. Ansonsten entwickelt er sich zum gesellschaftlichen Fremdkörper, der womöglich trotzdem im Rahmen der Religionsfreiheit grundrechtlich geschützt ist. Als religiöser Mensch, der auch andere Religionsauffassungen respektiert, steckt für mich in Religionen so etwas wie Halt und tiefe Weisheit von Generationen, die in gemeinsamen Vorstellungen geronnen sind. Aber es ist eben nur weise, wenn man um das Geronnensein dieser Vorstellungen weiß, das Zeitbedingte in die Zeit zurückschickt, aus der es kommt und den geistigen Gehalt freilegt. Im Iran legt man beispielsweise Qur’anstellen aus, um die Steingröße bei Steinigungen festzulegen. Das ist nicht demokratiekompatibel. Das ist pervers. Da müssen islamische Organisationen, die positiv als Teil unserer Gesellschaft wahrgenommen werden wollen, sich theologisch klar positionieren: Nicht per Pressemitteilung just for show, sondern theologisch und mit aktiver Vermittlung an ihre Gläubigen. Das ist eine viel tiefere Arbeit erforderlich. Das sehe ich aber leider überhaupt nicht. Ich sehe eher, dass Leute auf der akademischen Ebene, die das versuchen, angefeindet werden, weil sie exegetische Fragen an die Tradition stellen und diese nicht einfach abschreiben. Islamische Zeitung: Dabei ist die Einbettung von Qur’anstellen in ihren historischen Kontext nichts Neues. Das findet seit Jahrhunderten statt. Manche mögen das als „revolutionär“ verkaufen. Inwiefern sind Politiker wie Sie in der Tiefe informiert und gibt es „Experten“ mit einem klaren ideologischen Bezug, die die Politik unterfüttern? Volker Beck: Ich bin kein Religionswissenschaftler, kein Theologe und kein Muslim. Ich bin Religionspolitiker. Für mich ist die entscheidende Quelle hierzu unsere Verfassung und die Rechtssprechung des Bundesverfassungsgerichts. Das ist meine Expertise. Die Fragen, die sich religionspolitisch stellen, muss ich beantworten, egal ob Muslime, Juden, orthodoxe Christen, Baha’i, Sikhs oder Atheisten und Agnostiker zu mir kommen. Im letzten Jahr war ich bei allen. Sie haben alle bestimmte politische Anfragen. Ich muss mich nicht theologisch damit beschäftigen. Ich weigere mich auch, mich immer mit Leuten von Rechts auseinanderzusetzen, die einem bestimmte Qur’anverse an den Kopf werfen. Ich besitze zwar ein paar Koran-Ausgaben, maße mir da aber überhaupt keine Expertise an. Die brauche ich auch gar nicht. Relevant sind die gesellschaftspolitischen Anforderungen an eine Organisation sowie die religionsverfassungsrechtlichen Befunde. Das andere muss an Universitäten geklärt werden. Ich wünsche mir nur, dass bestimmte Fragezeichen im gesellschaftlichen Diskurs bei den Verantwortlichen ankommen. Es kommt der Politik gar nicht zu, über die richtige oder falsche Auslegung einer Religion zu entscheiden. Darüber hat die Politik nicht zu entscheiden. Sie hat die verschiedenen, geglaubten Wahrheiten ernstzunehmen. Bei religiösen Fragen sich der Staat herauszuhalten, er darf keinen Wahrheitsanspruch. Es gibt kein Wahrheitsministerium und das soll auch so bleiben. Es gibt nur unsere Verfassung und die Grundrechte anderer, die der Religionsfreiheit auch Grenzen setzen. Islamische Zeitung: 2017 wird ein sehr wichtiges Jahr wegen der Wahlen sowie der politischen Herausforderungen werden. Was können die Muslime, ihre Organisationen, Gesellschaft und Politik tun, um gemeinsam diese Herausforderungen anzunehmen? Volker Beck: Die Politik muss wahrnehmen, dass es innerhalb des Islam und der Muslime in Deutschland ganz unterschiedliche Positionen gibt, zum Verhältnis zwischen Religion und Politik sowie zur Auslegung der eigenen Religion. Die Verbände müssen sich den Anfragen aus der Gesellschaft stellen und sie als ihre Aufgabe betrachten. Nicht nur, dass die Leute nicht „in den Dschihad“ ziehen. Das setze ich als selbstverständliches Anliegen aller voraus. Sondern auch, dass es in den Gemeinden keinen Antisemitismus, keine Homophobie und keine Frauenfeindlichkeit gibt. Letztlich müssen sie durcharbeiten, was Freiheit und Demokratie für ihre Religion in unserem Land bedeuten. Das sehe ich leider nicht. Die Angriffe auf Weihnachten, der Märtyrercomic, das kann man nicht hinnehmen. Oder wenn ich mir die Predigten anschaue – und hier muss ich die DITIB ein Stück weit loben, weil es immerhin eine gewisse Transparenz auf ihrer Homepage gibt – und an die Märtyrerpredigt von 2014 denke, dann mag das theologisch verstehbar sein, dass es ungefährlich gemeint war. Wenn ich das nicht verstehe, dann versteht es der Junge, der mit seinen Eltern nicht über seine Religion sprechen kann, womöglich auch falsch. Womöglich ist er dann genauso naiv wie ich und begreift es als Aufruf, als Märtyrer im „Dschihad“ zu sterben. So etwas nicht zu bedenken und solche Traktatliteratur einfach in die Welt hinauszuschicken, ist eine Katastrophe. Hier muss die Politik auch klar sagen: Das hat Auswirkungen auf die Zusammenarbeit. Die Anerkennung der DITIB als Religionsgemeinschaft in Hessen muss vor dem Hintergrund der eingestandenen Spitzelvorwürfen auf den Prüfstand! Islamische Zeitung: Lieber Volker Beck, wir danken Ihnen für das Gespräch.
(NZZ). Die heutigen Diskussionen um die Scharia im öffentlichen Diskurs sind weiterhin getragen von Rufen nach Reform, Wandel und einem muslimischen Luther (im kommenden 500-Jahr-Jubiläum der Reformation werden diese Rufe […]
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