Bonn (KNA). Hilfsorganisationen rechnen mit einer Flüchtlingskatastrophe in der umkämpften irakischen Stadt Mossul. „Ich gehe von einer Größenordnung von 600.000 Menschen aus – etwa jeder zweite Bewohner von Mossul“, sagte Astrid Nissen, Leiterin des Nahost-Büros des Deutschen Roten Kreuzes in Beirut, der „Heilbronner Stimme“ (Dienstag). Das UN-Flüchtlingshilfswerk sprach von bis zu 700.000 möglichen Flüchtlingen. Dass die Militäroffensive auf die von der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) besetzte Stadt noch vor dem Winter beginnen werde, sei absehbar gewesen, so Nissen. Man habe sich lange darauf vorbereitet. Für die Versorgung der Bevölkerung sei es nun wichtig, Fluchtkorridore zu schaffen. Berthold Pelster, Mitarbeiter des katholischen Hilfswerks „Kirche in Not“ befürchtet eine humanitäre Katastrophe und einen Kampf „bis auf die letzte Gewehrkugel“. Auch im relativ stabilen Kurdengebiet im Nordirak könne sich die Versorgungslage verschlechtern, sagte er der Zeitung. Nach Angaben des UN-Kinderhilfswerk Unicef sind in Mossul mehr als eine halbe Million Kinder und deren Familien in großer Gefahr. „Die Kinder von Mossul haben in den vergangenen beiden Jahren schon sehr gelitten. Viele könnten gewaltsam vertrieben werden, zwischen den feindlichen Linien steckenbleiben oder ins Kreuzfeuer geraten“, sagte Unicef-Mitarbeiter Peter Hawkins in Bagdad. Amnesty International betonte, dass nicht nur der IS die Menschenrechte verletze. Paramilitärische Milizen und Regierungstruppen im Irak seien für Kriegsverbrechen verantwortlich, heißt es in einem Bericht der Organisation. Tausende Zivilisten seien bereits „Opfer von Folter, willkürlicher Inhaftierung, Verschwindenlassen und außergerichtlichen Hinrichtungen“ geworden. Im Kampf um Mossul müssten die irakischen Behörden derartige Menschenrechtsverstöße verhindern, mahnte Amnesty. Der neue EU-Sicherheitskommissar Julian King warnte vor den möglichen Folgen der Großoffensive für die Sicherheit in Europa. Eine Rückeroberung von Mossul könne dazu führen, „dass gewaltbereite IS-Kämpfer nach Europa zurückkommen“, sagte er der „Welt“. Mit einem „Massenexodus von IS-Kämpfern“ sei nicht zu rechnen; man dürfe die Gefahr allerdings auch nicht kleinreden. Ähnlich äußerte sich der Londoner Terrorforscher Peter Neumann im ARD-Morgenmagazin. Seiner Einschätzung nach befinden sich derzeit 10.000 ausländische Kämpfer in Syrien und im Irak. Nach einer Rückeroberung Mossuls werde sich der IS wahrscheinlich „zurückziehen und auf seine nächste Möglichkeit warten“, so der Wissenschaftler. Auch drohten neue Konflikte in der Region, die derzeit hauptsächlich durch die Gegnerschaft der Terroristen geeint sei.
TOM – der „Tag der Offenen Moschee“ – wird in Deutschland bereits seit 20 Jahren begangen. Die Resonanz ist da – doch das Misstrauen gegen Moscheebauten ebenfalls. Bonn (KNA). Moscheen sind vielen Christen in Deutschland immer noch fremd. Dabei werden sie immer sichtbarer. Rund 120 repräsentative Bauten mit Kuppel und Minarett existieren bereits, die zum Teil einer vierstelligen Zahl von Gläubigen Platz bieten. Weitere sollen folgen. Daneben gibt es etwa 2.000 „Hinterhofmoscheen“. Der Anblick der Kuppelbauten löst bei vielen Menschen Ängste aus. Der „Tag der offenen Moschee“ am 3. Oktober soll helfen diese abzubauen. Die teilnehmenden muslimischen Verbände haben bewusst den Tag der deutschen Einheit gewählt, um zu signalisieren: Der Islam ist ein Teil Deutschlands. Schon zum 20. Mal laden die Moscheegemeinden dazu ein. Auch wenn es in Deutschland keine Moschee gibt, die mit den prachtvollen Bauwerken in der islamischen Welt vergleichbar wäre, lohnt sich der Besuch. Das gemeinsame Gebet ist zwar ihr wichtigster Zweck, und das arabische Wort für Moschee, „masdschid“, bedeutet „Ort der Niederwerfung“. Daneben diente die Moschee aber immer auch als sozialer Versammlungsraum und politische und religiöse Lehrstätte. Wichtigstes Merkmal einer Moschee, die man stets ohne Schuhe betritt, ist die Gebetsnische (mihrab), die den Betenden die Richtung nach Mekka anzeigt. Davor steht beim Ritualgebet der Imam (Vorbeter). Nahebei befindet sich oft ein kunstvoller Ständer mit einem aufgeschlagenen Koran. Die Predigt hält der Imam häufig von einer höheren Kanzel, minbar genannt. Im Unterschied zu katholischen Kirchen gibt es in Moscheen keine Bilder oder Heiligenfiguren. Stattdessen ist der Innenraum üblicherweise mit kalligraphischen Schriftzügen – Versen aus dem Koran – Schnitzereien oder Ornamentik verziert. Ein wesentlicher Bestandteil sind Waschgelegenheiten für die rituellen Waschungen vor dem Gebet. Etwa 100.000 Bürger strömen am „Tag der offenen Moschee“ nach Angaben der Veranstalter alljährlich in die islamischen Gebetshäuser. Ihre Gemeinden bieten oft auch ein Rahmenprogramm und Führungen an. Webseite: http://tagderoffenenmoschee.de/
(iz). Die politische Verlockung des postfaktischen Zeitalters sei die „Bewirtschaftung von Launen“, schrieb Eduard Kaeser in der NZZ. Spätestens nach den Berliner Wahlen wird uns klar, dass das Spiel mit Träumen und Albträumen inzwischen immer mehr den politischen Diskurs in unserem Land bestimmt. In unsere Idee der rationalen Aufklärung politischer Konflikte ragt das kollektive Unbewusste hinein. Für die einen ist die Aufnahme von Flüchtlingen ein Albtraum, eine „Invasion“, die Sicherheit und Wohlstand bedroht, für die anderen der Auftakt in den Traum einer gerechten und sozialen Weltgesellschaft. Gerade das Schicksal der Hauptstadt und die Nachwirkungen einstiger Diktaturen bestimmen dabei die Bilder, erinnern an überwunden geglaubte Ängste und Hoffnungen. Wie kaum in einer anderen Stadt zeigte der letzte Urnengang die Zerrissenheit der politischen Landschaft auf. Es gab keine echten Sieger. Die wachsende Zustimmung für die AfD und ihr bedenkliches Credo „Wahrnehmung ist Realität“ lässt die Notwendigkeit bewusst werden, die philosophischen und geschichtlichen Grundlagen unseres Gemeinwesens neu zu bedenken. Parallel zur ungelösten Irrationalität unseres ökonomischen Systems wachsen nun die Zweifel an der aufgeklärten, nach Fakten suchenden und Tatsachen prüfenden Gesellschaft. Mittendrin sind dabei die Muslime, die auf der einen Seite Objekte dunkler Assoziationen sind, aber andererseits politisch weder Stimme noch Lobby haben. Ironischerweise sind es aber gerade diese WählerInnen, die nur in einer funktionierenden Demokratie die Wahrung ihres religiösen Status gesichert sehen. Ein Motiv, dass die europäische Geschichte, man denke nur an die alten konfessionellen Gegensätze Europas, nicht unerheblich geprägt hat. Sicherheiten gibt es im politischen Feld nicht. Ob die Befriedung der Gesellschaft auf Dauer gelingen kann, wird vielmehr zu einer offenen Frage. „Die Zersetzung der Demokratie beginnt mit der Zersetzung ihrer erkenntnistheoretischen Grundlagen“, schrieb Kaeser in seinem Kommentar. Gerade das Thema „Islam“ zeigt, welche Mühen wir heute haben, komplexe Phänomene in ihrer Vielschichtigkeit anzuerkennen. Das Zusammenleben wird aber nur in Harmonie möglich sein, wenn es uns gelingt, die Konstruktion von Wirklichkeit, die sich in ideologischen Köpfen zusammenbaut, zu entlarven. Die ganze Stadt wird überhaupt nur bestehen können, wenn ihre freien BürgerInnen in Moscheen, Kirchen und Synagogen gehen können und wenn es gemeinsame Plätze gibt, für einen Markt der unterschiedlichen Angebote und Kulturen.
(iz). Das Gebet ist die zentrale Stütze des Islam und in verschiedener Hinsicht sein schlagendes Herz. Dann folgt ihm die Zakat auf dem Fuße. Beide sind untrennbar verbunden. Nur selten […]
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(iz). Vor zehn Jahren wurde vom heutigen Finanzminister, Wolfgang Schäuble, ein großes Projekt auf den Weg gebracht: eine Staatsinvestition, gewissermaßen, in die Regulierung religionsbezogener Fragen, die den Islam in Deutschland betreffen. Symbolträchtig wurde 2006 im Berliner Schloss Charlottenburg die Deutsche Islamkonferenz (DIK) ins Leben gerufen. Nach einem Jahrzehnt lässt sich zwischenbilanzieren: Der Plan der damaligen Bundesregierung hat funktioniert, aber heute fehlt vor allem noch die Vision. In dem Dialogforum zwischen Vertretern des Staates einerseits und Repräsentanten muslimischer Organisationen und anderer Teile der muslimischen Bevölkerung andererseits, wird seither versucht, Lösungen für ein Zusammenleben mit Muslimen zu finden. Der über verschiedene Parteigrenzen hinweg gestützte offizielle Dialogprozess auf Bundesebene zeitigte in der Bilanz über die Jahre hinweg Höhen und Tiefen. Staatlicherseits ist die Rechnung der damaligen Bundesregierung bei einzelnen Sachthemen dennoch aufgegangen: Vereinbarungen zwischen Staat und Muslimen und sonstige rechtliche Regelungen zu Fragen des Zusammenlebens und der Integration konnten in einzelnen Bundesländern auf den Weg gebracht werden. Insbesondere sind hierbei unter staatlicher Federführung islamisch-theologische Institute an Universitäten etabliert und der islamische Religionsunterricht an öffentlichen Schulen konsolidiert worden. Ein kritischer Austausch zur deutschen Werteordnung und zu anderen Themen ist in Gang gesetzt und muslimische Organisationen sind bei der Bekämpfung von Extremismus und Terror in die Pflicht genommen worden. Von Seiten muslimischer Gemeinschaften hat es von Beginn an keine grundsätzlichen Zielformulierungen für Gespräche mit politischen Entscheidungsinstanzen oder zu Fragen von Religion in der Gesellschaft gegeben. Daher dürfte der Bilanzierungsversuch von ihrer Warte aus schwerfallen. Über eine Betrachtung verschiedener Einzelbemühungen und Verlautbarungen im Vorfeld und zu Beginn des Prozesses lässt sich schließen, dass ihnen einerseits über Verbandsgrenzen hinweg an einer Anerkennung und der Beseitigung von negativen Vorurteilen oder Generalverdächtigungen gelegen war und sie andererseits eine ungehinderte und den etablierten Religionen gleichgestellte Praxis und Umsetzung ihres Glaubens anstrebten. Neben den einzelnen Dachorganisationen, die sich 2007 im Rahmen des Koordinationsrats der Muslime (KRM) zusammengeschlossena haben, sind schließlich weitere konfessionelle Religionsgruppen sowie säkulare Einrichtungen und Einzelpersonen aus der muslimischen Bevölkerung beteiligt, die jeweils eigene Interessen verfolgen. Im Folgenden sind einzelne beobachtbare Effekte des politischen Prozesses für die muslimische Verbandslandschaft einstweilig zu benennen, bevor eine Einschätzung zu seiner gesellschaftlichen Bedeutung abgegeben wird: Über die symbolhafte und zugleich handlungsorientierte politische Hinwendung zum Themenfeld Islam und Muslime auf Bundesebene sind nach Jahrzehnten weitgehender Irrelevanz islamischer Belange und Gemeinschaften genau diese in das Rampenlicht öffentlicher Aufmerksamkeit geraten. Darauf waren muslimische Dachverbände nicht vorbereitet. Zwar hatten sie bereits Ende der 1990er Jahre und insbesondere nach den Anschlägen vom 11. September 2001 eine verstärkte mediale Aufmerksamkeit und die des Verfassungsschutzes auf sich gezogen. Doch mit der DIK sind sie in den allgemeinen politischen Diskurs zu Religion, Integration und Politik eingebunden worden. Sich mit den beschränkten Kapazitäten und der Unerfahrenheit auf politische Erwartungen einerseits einzulassen und auf jene der muslimischen Gläubigen andererseits einzugehen, war eine Herausforderung, mit der die einzelnen Organisationen unterschiedlich umgingen. Mittlerweile hat eine Reihe von Akteuren aus der muslimischen Community Erfahrungen in gesellschaftlichen Diskursen und politischen Verfahren sammeln können. Damit sind die bis in die 2000er Jahre unterentwickelten Handlungsfelder der Öffentlichkeits- und Gesellschaftsarbeit sowie der politischen Partizipation der islamischen Dachverbände ausgebaut worden, was zugleich eine bessere Verdrahtung der Organisationen und auch kleinerer muslimischer Vereine hin zum gesellschaftlichen Umfeld nach sich zieht. Wenngleich über ein Forum zu Islambelangen unter der Beteiligung vielfältiger Akteure aus Politik und der muslimischen Bevölkerung den einzelnen islamischen Religionsgemeinschaften de facto die Selbstbestimmung über Islamfragen und deren Gestaltung insbesondere im öffentlichen Raum entglitten war, ist ihnen möglich geworden, eine Verhandlungsposition in dem politischen Debatten- und Entscheidungsprozess hierüber zu erlangen. Dies hatte zur Folge, dass sie ihre religiösen Probleme und Anliegen nicht mehr wie bisher hauptsächlich punktuell über Rechtsverfahren erstreiten mussten. Sie waren nunmehr an einem mittel- bis langfristig angelegten politischen Verfahren beteiligt, über das sich im Verlauf des Jahrzehnts verschiedene Fragen der Religionsausübung unter ihrer Mitwirkung in den Bundesländern gesetzlich regulieren ließen oder zu welchen Empfehlungen von Seiten des Bundes gegeben wurden. Doch blieb es nicht bei Themen der Religionspraxis, es wurde indessen oftmals für die muslimische Seite recht unbequem. Je nach politischer Agenda oder tagespolitischem Anlass werden sie mit diversen sicherheits- und integrationspolitischen Problemstellungen konfrontiert, für die ihnen nicht selten die Kompetenzen fehlen. Über die Mitwirkung auf politischer Ebene hat sich insgesamt eine Sphäre innerhalb der muslimischen Community konsolidiert, die zunehmend politische Züge trägt. Hier und da lassen sich Indizien für ein Auseinanderdriften dieser repräsentativ-politischen Arbeit von islamischen Organisationszentralen und Einzelakteuren auf der einen und der Ebene der eigentlichen Moscheeaktivitäten vor Ort und dem Gros der muslimischen Gläubigen auf der anderen Seite finden. Im Zuge der politischen Gesprächs- und Verhandlungsprozesse und in der fortlaufenden Interaktion mit staatlichen Stellen hat sich das institutionelle Feld des Islam strukturell zudem allmählich den Formen des staatlichen Gefüges angeglichen. Dies macht sich etwa in dem zunehmend organisatorischen Ausbau von Dachverbänden bemerkbar, der dem föderalen Staatsaufbau Rechnung trägt und sich ihm anpasst. Er geht einher mit Bürokratisierungsschüben und mit einer Zunahme organisatorischer Komplexität einzelner Organisationen, die nunmehr in verschiedenen Handlungsfeldern unterwegs sind, oftmals in Kooperation mit öffentlichen Stellen, von der Flüchtlingshilfe bis hin zur Gefängnisseelsorge. Zugleich hat die Einbindung in die DIK sowie in weitere Gesprächs- und Verhandlungsforen auf Länderebene die beteiligten Personen und Institutionen dazu genötigt, möglichst über die Grenzen ihrer spezifischen ethnischen und Glaubens-Gemeinschaften und ihrer Interessen hinweg mit anderen zu kooperieren. Das heißt, die institutionalisierten Dialoginitiativen haben unter den Beteiligten – nicht nur auf muslimischer Seite – einen Lernprozess im Umgang mit Divergenz und Diversität in der Gesellschaft angestoßen. Eine kompromissbereite Selbst-Öffnung scheinen wiederum notwendige Voraussetzungen hin zur umfassenden Lösungsfindung zu sein, angesichts der pluralen Beschaffenheit des islamischen Religionsfeldes in Deutschland. Schritte hin zur Überwindung ethnischer, nationaler und religionsanschaulicher Grenzen und Bezüge scheinen in der Repräsentanz von Muslimen und in der Mitbestimmung ihrer Belange in Deutschland manche involvierten Akteure mal mehr und mal weniger zu vollziehen. Paradoxerweise scheint dies dennoch einige Organisationen dazu ermutigt zu haben, ihre Verbandsgrenzen noch schärfer zu ziehen und sich als Einzelorganisation in Abgrenzung zu anderen möglichst positiv zu profilieren und im politischen Diskurs zu positionieren. Im Verlauf dieser Mitwirkung an politischen Entscheidungsprozessen auf verschiedenen Ebenen lassen sich schließlich Anhaltspunkte für ein Konkurrenzverhalten unter den Vertretern etablierter muslimischer Organisationen finden, nachdem es insbesondere zu Beginn der 2000er Jahre besondere Kooperationsbestrebungen und Motivation zu einem abgestimmten Vorgehen unter den verschiedenen religiösen Dachverbänden gegeben hatte, die schließlich in die Ausbildung des Koordinationsgremiums der Muslime gemündet waren. Welche langfristigen Konfigurationen im organisierten muslimischen Feld aus diesen Tendenzen zusammengenommen zu erwarten sind, ist noch schwer zu beurteilen. Wie der Finanzsektor, für den Minister Schäuble und Vater der DIK heute zuständig ist, scheint der Religionssektor ebenso in ständiger Bewegung. Als mit der Deutschen Islamkonferenz die politische Wende hin zur Beschäftigung mit dem Islam als Teil der Gesellschaft symbolisch eingeläutet und in ein innenpolitisches Handlungsgebilde gegossen wurde, war weder den Initiatoren noch den muslimischen Beteiligten klar, wohin die Reise gehen würde. Ob aus der religionspolitischen Investition Kapital zu schlagen sei, im Sinne eines besseren gesellschaftlichen Miteinanders und seiner Regulierung, entzog sich der Reichweite vorausschauender Kalkulation der Beteiligten. Mittlerweile erscheint, trotz ständiger Fluktuation im Islamfeld, sowohl thematisch als auch was Akteure anbelangt, heute vieles klarer und berechenbarer. Wichtig scheint daher, dass die einzelnen Akteure in ihrem Handeln das gesamte Feld nicht aus dem Blick lassen und dass auch von Seiten der Muslime überlegt wird, welche Prozesse über das eigene Handeln oder im Handeln mit anderen insgesamt ausgelöst werden und welche Implikationen dies für die Zukunft islamischen Lebens im Lande haben wird. Insgesamt ist der wechselseitige Annäherungsprozess zwischen staatlichen Stellen und der muslimischen Bevölkerung mitsamt ihrer religiösen Gemeinschaften zu würdigen. Dies umso mehr, als dass die islampolitischen Vorgänge sich über einen nicht unvorbelasteten Versuchs- und Lernprozess einstellten, im Zuge dessen es nicht immer konfliktlos zuging und die beteiligten Akteure gelegentlich an ihre Grenzen stießen. Dies hat nicht zuletzt die muslimischen Akteure und deren Institutionen verändert. Auch in der gesamten Gesellschaft ist trotz aller Schwierigkeiten einiges in Bewegung gekommen. Mittlerweile sind unter religionspolitischem Impuls auf verschiedenen Ebenen diverse Regelungen zu muslimischer Religionspraxis in Deutschland hervorgegangen, die in verschiedenen öffentlichen und privaten Institutionen, wie Schulen oder Unternehmen, aufgenommen werden. Hierbei ist besonders anzuerkennen, dass der noch recht junge politische Prozess inmitten eines gesellschaftlichen Klimas erwächst, der unter dem Eindruck von religiös begründetem Terror oder Fluchtbewegungen steht und einem fairen und ausgewogenen Umgang mit Islamthemen nicht zuträglich ist. Wer sich unter diesen Umständen sach- und lösungsorientiert dem Thema Islam und Muslime in Deutschland widmet, begibt sich gewissermaßen in ein Risikogeschäft. Dieses wird manchmal unter dem Druck äußerer wirkmächtiger Ereignisse, trotz fortgeschrittener Phase der Kooperation, einstweilig aufgegeben, wie jüngst in Niedersachsen oder in NRW zu beobachten war. Umso wichtiger wird für die kommende Zeit sein, den Blick nicht auf den Islam und die Muslime zu versteifen, sondern Fragen, die sich in Bezug auf Muslime ergeben, als Teil allgemeiner gesellschaftlicher, religiöser und globaler Wandlungsprozesse zu begreifen und so über das Islamfeld hinaus blickend die globalen Herausforderungen unserer Moderne gemeinsam anzugehen. Hierzu bedarf es eines Bewusstseinswandels auch von Seiten der Muslime selbst und es bedarf überzeugender Visionen: Visionen zur Handhabe und zu den Vorteilen plural verfasster, freiheitlich-rechtstaatlicher Gesellschaften; Visionen zur Wahrung der Normativität verfassungsmäßiger Grundwerte, die zugleich Menschenrechte sichern; Visionen zur Religion als einer dem gesellschaftlichen Fortschritt und dem Zusammenhalt zuträglichen moralisch-ethischen Ressource sowie Visionen für ein progressives Deutschland mit einer entsprechen Identität, die Menschen verschiedener Lebensformen und Hintergründe offen steht.
(iz). Als Goethe im Jahre 1813 zum ersten Mal einen Einblick in die Gesamtübersetzung des persischen Dichters Mohammed Schemse-din Hafis erlangte, war der deutsche Dichter begeistert und inspiriert von den […]
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Dieser Tag verändert alles, hieß es nach dem 11. September 2001. Aus heutiger Sicht erscheint diese Aussage so offensichtlich, dass man sich wundert, warum sie so ausdrücklich formuliert wurde. Das gilt auch für Muslime. Bonn (KNA). Manche Muslime finden drastische Worte. „Hätten die Muslime in Deutschland und der Welt bereits damals gewusst, was durch die schrecklichen Ereignisse des 11. September 2001 in den kommenden Jahren auf sie zukommt, sie hätten sich gewünscht, in einer anderen Zeit zu leben.“ So formulierte es der Politologe Yasin Bas vor einem Jahr in der „Islamischen Zeitung“. Anlass war der Jahrestag der Terroranschläge 2001 – jenes Tages, an dem 3.000 Menschen in den USA ums Leben kamen. Was dieser Tag für die geopolitische Lage, die Weltwirtschaft oder auch künftige Sicherheitsdebatten bedeuten würde, war nach dem ersten Schock nur zu erahnen. Auch für Muslime in Deutschland änderte sich vieles. Plötzlich sei er ständig als „Islamexperte“ gefragt gewesen, erinnert sich der Arabistikstudent Khaldun Al Saadi im Blog „kleinerdrei“. 2001 war der Autor mit jemenitischen und deutschen Wurzeln wohlgemerkt erst elf Jahre alt. Bereits als kleiner Junge habe er das Gefühl kennengelernt, „in Sippenhaft für die Taten mir völlig unbekannter Menschen genommen zu werden“, schreibt er. Ab dem 11. September sei das Thema „Islam“ stark politisiert diskutiert worden, meint auch Bas. Der evangelische Theologe Rolf Schieder erklärt, die vier Millionen Türken, Marokkaner und Pakistaner, die in Deutschland lebten, seien mit diesem Tag im öffentlichen Diskurs zu Muslimen geworden. Darauf wäre in den 1990er Jahren noch niemand gekommen – und die Entwicklung habe zu „neuen Ausgrenzungen“ geführt, sagte Schieder im Frühjahr der „Zeit“. „Früher hieß es: ‘Ausländer raus!’, jetzt behauptet man: ‘Der Islam gehört nicht zu Deutschland.’“ Die Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor verweist darauf, dass es in Europa schon immer antimuslimische Ressentiments gegeben habe. „Aber die heutigen Erscheinungsformen sind neu“, meint sie. Sie hätten sich nach den Anschlägen auf die Türme des World Trade Centers herausgebildet: „Sobald jemand muslimischen Glaubens ist, haben sämtliche andere Facetten seiner Persönlichkeit scheinbar keine Bedeutung mehr“, schreibt sie in ihrem Bestseller „Zum Töten bereit“. Kübra Gümüsay bezeichnet dies als „Ethnisierung“ des Islam. „Menschen, die so aussehen, als könnten sie aus einem muslimisch geprägten Land stammen, werden oft wie Muslime behandelt“, erklärte die Bloggerin und Aktivistin mit türkischen Wurzeln kürzlich in einem Gastbeitrag auf ndr.de. Inzwischen werde diese Wahrnehmung zunehmend instrumentalisiert, beobachtet der Extremismusforscher Wolfgang Benz. Westliche Demagogen reagierten auf das islamistische Feindbild „Westen“ mit dem Feindbild „Islam“. Feindbilder seien schlichtweg „Produkte von Hysterie“, mahnt Benz in seinem neuesten Buch „Fremdenfeinde und Wutbürger“. „Sie konstruieren und instrumentalisieren die Zerrbilder über die Anderen.“ Seit dem 11. September habe das Klischeebild von Muslimen und dem Islam „erheblichen Einfluss auf die Emotionen und den Intellekt westlicher demokratischer Gesellschaften gewonnen“. Die Erfolge des Front National in Frankreich, Pegida-Aufmärsche in Deutschland, erstarkender Nationalismus und Abschottung in ganz Europa – all dies lässt sich auch als Erbe von 9/11 betrachten. Und die Spirale setzt sich fort. Laut der Politikwissenschaftlerin Petra Ramsauer spielen die Erfahrungen von Ausgrenzung eine wichtige Rolle für die Rekrutierung durch Terrormilizen wie den „Islamischen Staat“ (IS). Nach Ereignissen von 2001 hätten sich Muslime im Westen plötzlich „als Fremdkörper, unter Generalverdacht“ gefühlt, schreibt sie in „Die Dschihad Generation.“ Auch Theologe Schieder warnt: „Wer aus Angst beginnt, Muslime auszugrenzen, tappt in die Falle der Terroristen.“ Islamwissenschaftlerin Kaddor nimmt indes auch die Muslime in die Pflicht. Spätestens seit dem 11. September habe die islamische Welt wissen können, „dass radikale und extremistische Auslegungen des Islam Auftrieb bekommen“, mahnt sie. Und: Spätestens seit den Anschlägen in Madrid im März 2004 oder London im Juli 2005 „hätten wir uns als Muslime mit der politischen und gefährlichen Dimension des Islam viel stärker auseinandersetzen müssen“.
Nach dem 11. September 2001 stellte sich der damalige US-Präsident George W. Bush schützend vor die Muslime. 15 Jahre später herrscht unter der Minderheit große Verunsicherung. New York (KNA). Imam Shamsi Ali vom „Jamaica Muslim Center“ rang lange mit der Frage, ob er die diesjährigen Feiern zum „Eid al-Adha“-Fest nach drinnen verlegen sollte. Mitglieder der muslimischen Gemeinde im New Yorker Stadtteil Queens hatten ihm gleich aus mehreren Gründen dazu geraten. Zum einen war da der Doppelmord an einem anderen islamischen Geistlichen und dessen Begleiter unweit des Centers im August. Imam Maulama Akonjee (55) und Thara Uddin (64) waren auf dem Heimweg vom Nachmittagsgebet von einem 35-jährigen Latino auf offener Straße erschossen worden. Der Mann sitzt in Haft und wartet auf seinen Prozess. Viele Muslime sehen in der Tat ein Hassverbrechen und eine Konsequenz der antimuslimischen Stimmung, die durch den Wahlkampf aufgeheizt ist. Der Nachbarschafts-Aktivist Khairul Islam Kukon, der im Hauptberuf Immobilien verkauft, macht dafür den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump verantwortlich: „Er hat für das islamfeindliche Klima gesorgt.“ Vom Einreiseverbot aus muslimischen Ländern über die Registrierung von US-Muslimen bis hin zu den Beleidigungen der Eltern eines gefallenen muslimischen US-Soldaten im Irak habe Trump keine Gelegenheit ausgelassen, eine ganze Religion unter Generalverdacht zu stellen. Imam Ali vom „Jamaica Muslim Center“ ist sich zudem eines weiteren Vorwurfs bewusst: dass „Tausende Muslime“ nach dem Terroranschlag auf die Zwillingstürme des World Trade Centers am 11. September 2001 gefeiert hätten. So will es Trump mit eigenen Augen gesehen haben. Dabei bleibt er bis heute jeden Beweis für diesen aus Sicht der US-Muslime ungeheuerlichen Vorwurf schuldig. Einige Gemeindemitglieder gaben Imam Ali zudem zu bedenken, Demagogen könnten die Versammlung von mehr als 20.000 Muslimen unter freiem Himmel zur Feier des „Eid al-Adha“-Festes für ihre Hetze nutzen. Zumal es für eine kurze Zeit danach aussah, als fiele der religiöse Feiertag in diesem Jahr genau auf den 11. September. Foto: David Shankbone | Lizenz: CC BY 2.0 Diese Bedenken trieben nicht nur den Leiter des „Jamaica Muslim Center“ um, sondern muslimische Führer überall in den USA, wie Robert McCaw von der muslimischen Lobby-Gruppe CAIR versichert. Entsprechend groß war die Erleichterung, als die für die Bestimmung des Feiertags zuständigen Autoritäten in Saudi-Arabien das Fest in diesem Jahr auf den 12. September legten. Die Entscheidung richtet sich freilich nicht nach politischen Gesichtspunkten, sondern nach dem Stand des Mondes und des islamischen Kalenders. Das wiederum machte auch Imam Ali die Entscheidung leichter, an den Feiern unter freiem Himmel festzuhalten. Auch im anderen Fall hätte er nach eigenen Angaben dazu geneigt, an der Tradition festzuhalten – und zudem auch nicht-muslimische Nachbarn einzuladen. „Wenn andere Mauern bauen“, meint er mit Blick auf Trump, der in Queens aufwuchs, „versuchen wir, Brücken zu schlagen“. Politische Analysten werten die Verunsicherung der US-Muslime vor dem 15. Jahrestag der Terroranschläge als einen weiteren Indikator für das veränderte gesellschaftliche Klima der USA. Abzulesen ist das auch an Trumps Vizepräsidentschaftskandidaten, Mike Pence, der sich als Kongressabgeordneter aus Indiana nach dem 11. September noch mit einem flammenden Appell für Toleranz an seine Wähler wandte. Pence sagte damals, die Terroristen seien in keiner Weise repräsentativ für die überwältigende Mehrheit der Araber oder Muslime in den USA. „Wenn wir Unschuldige einfach nur wegen ihrer Herkunft angreifen, sind wir nicht besser als die Terroristen.“ Dass er nun an der Seite eines Kandidaten antritt, der Hetze gegen Muslime und andere Minderheiten zum Markenzeichen seines Wahlkampfs machte, irritiert viele moderate Konservative, die sich nach dem 11. September ohne Wenn und Aber hinter die muslimische Minderheit der USA gestellt hatten – wie übrigens auch der damalige Präsident George W. Bush. 15 Jahre später droht Osama bin Ladens offenkundiges Ziel eines „Kriegs der Zivilisationen“ mehr denn je Realität zu werden – wenn sich die US-Amerikaner im November dazu verführen lassen.
(IZ). Läuft man durch Neukölln fällt einem sofort ein bestimmtes Wahlplakat auf. Eine Frau mit Kopftuch lächelt sympathisch und wirbt für Bildung, Vielfalt und Chancengleichheit. Pinar Çetin ist kein unbekanntes […]
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Düsseldorf (KNA/IZ/DITIB). Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger (SPD) hat laut einem Bericht der „Rheinischen Post“ (Montag) die Kooperation mit der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB) beendet. Die Organisation war Träger des Kölner Standortes von Jägers Präventionsprogramm „Wegweiser“, mit dem Jugendliche vor dem Abdriften in den gewaltbereiten Salafismus geschützt werden sollen. Wie Jäger jetzt in der noch unveröffentlichten Antwort auf eine Kleine Anfrage des CDU-Landtagsabgeordneten Peter Biesenbach erklärt, „wurde die Auflösung des Vertrages von beiden Vertragsparteien einvernehmlich vereinbart“. Wie aus Meldungen hervorgeht, soll Auslöser für die Trennung ein Comic sein der türkischen Religionsbehörde Diyanet sein. In diesem wurde der Begriff des „Schahid (‘Märtyrer’)“ erklärt. Die NRW-Behörden sehen darin eine „Verherrlichung“ des sogennanten Märtyrertods. Jägers Behörde monierte das Fehlen einer „ausreichenden Distanz davon“ in einer Stellungnahme des NRW-Landesvorstands der DITIB. In seiner Stellungnahme vom Montag, den 5. September, nahm der DITIB-Landesvorstand Nordrhein-Westfalen den Vorgang mit „großem Bedauern“ und „großer Verwunderung“ auf. Allein ein „Comic“ aus der Türkei sei Vorwand genug, die Zusammenarbeit mit der Organisation einzustellen. Kolportierte Erklärungen Jägers seien dazu geeignet, falsche Schlussfolgerungen nahezulegen. Der Landesverband habe darauf hingewiesen, dass es die Aufgabe einer Religionsgemeinschaft in der Präventionsarbeit sein müsse, islamische Begrifflichkeiten nicht aufzugeben oder zu negieren, „sondern ihre Deutungshoheit nicht Extremisten zu überlassen“. Nicht der Begriff des „Şehit“ sei problematisch, sondern sein Missbrauch durch Extremisten. Als Religionsgemeinschaft müssen wir uns gerade dafür einsetzen, die Deutungshoheit über islamische Begriffe so zu nutzen, dass ihr Missbrauch für den Extremismus unmöglich wird. Als Landesverband, dessen Gemeinden, seit mehr als drei Jahrzehnten wertvolle Arbeit auf kommunaler Ebene leiste, „empfinden wir diese Entwicklung und die neuerliche missverständliche und verzerrende Darstellung des Sachverhalts in den ministeriellen Verlautbarungen als einen gravierenden Vertrauensbruch“. Dieser hinterlasse immensen Schaden zu Lasten der Präventionsarbeit. Der DITIB-Landesverband wolle sie nun ausschließlich mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln ohne das Innenministerium fortsetzen. Bisher hatte die Entscheidung des Düsseldorfer Innenministeriums noch keine Auswirkungen für die Zusammenarbeit auf anderen Gebieten. Dazu zähle der Islamische Religionsunterricht (IRU), an dem die DITIB mit drei weiteren muslimischen Dachverbänden arbeite. Allerdings gibt es Forderungen von oppositioneller Seite, auch hier die Kooperation einzustellen.
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Wird von WooCommerce gesetzt, sobald sich etwas im Warenkorb befindet. Der Cookie enthält eine Prüfsumme des Warenkorbinhalts, damit zwischengespeicherte Seiten den richtigen Warenkorbstand anzeigen. Er enthält keine Angaben zu Ihrer Person und ist für den Betrieb des Warenkorbs erforderlich.
woocommerce_items_in_cart
session
Wird von WooCommerce gesetzt, sobald sich etwas im Warenkorb befindet. Der Cookie enthält nur den Wert 1 und teilt der Website mit, dass der Warenkorb nicht leer ist. Er enthält keine Angaben zu Ihrer Person und ist für den Betrieb des Warenkorbs erforderlich.
wp_woocommerce_session_*
2 Tage
Wird von WooCommerce gesetzt und verbindet Ihren Browser mit der zugehörigen Warenkorb- und Bestellsitzung auf dem Server. Der Cookie enthält eine Kennung und eine Prüfsumme, keine Bestell- oder Zahlungsdaten. Er ist für Warenkorb und Kasse erforderlich. Laufzeit 2 Tage, bei angemeldeten Kunden 7 Tage.
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