(iz). Nachdem nun der Kapitalismus und Neoliberalismus, sowie ihre Folgen für die Schöpfung, Demokratie und Gesellschaft erörtert wurden, stellt sich nun zum Schluss unweigerlich die Frage: „Wie kann der Kapitalismus überwunden werden?“ In der Tat beschäftigen sich immer mehr Ökonomen mit dieser Frage, aber eine Antwort steht noch aus. Postwachstumstheoretiker werben für einen Rückbau der […]
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(iz). Nachdem nun der Kapitalismus und Neoliberalismus, sowie ihre Folgen für die Schöpfung, Demokratie und Gesellschaft erörtert wurden, stellt sich nun zum Schluss unweigerlich die Frage: „Wie kann der Kapitalismus überwunden werden?“
In der Tat beschäftigen sich immer mehr Ökonomen mit dieser Frage, aber eine Antwort steht noch aus. Postwachstumstheoretiker werben für einen Rückbau der Industrie, der uns Menschen jedoch in ein vorindustrielles Zeitalter zurück katapultieren würde. Wer sollte so etwas anstreben? Manche Ökonomen plädieren für einen nachhaltigen Kapitalismus, der Ökologie und Ökonomie zusammen denkt, indem zum Beispiel Produkte eine Garantiefrist von mindestens fünf Jahren, bei hochpreisigen acht bis neun Jahre, haben. Unternehmen, die diesen Zeitraum unterlaufen, wären dann verpflichtet, den defekten Artikel zu ersetzen oder zu reparieren. Dies würde jedoch dem Kapitalismus, der auf die Massenproduktion von Waren ausgerichtet ist, zuwiderlaufen.
Sein Ziel ist das stetige Anwachsen der Warenproduktion, um möglichst schnell immer mehr Gewinn zu erwirtschaften. Menschliche Bedürfnisse zu befriedigen stellt keines seiner Ziele dar. Ein Nachfragemangel infolge einer längeren Haltbarkeit von Produkten würde zu einer erheblichen Reduzierung der Produktion führen und folglich eine Wirtschaftskrise verursachen. Ähnliche Gedanken, die von einem qualitativen statt quantitativen Wachstum sprechen und den Konsumenten zu Verzicht und Genügsamkeit anraten, ignorieren ebenso den kapitalistischen Wirtschaftsprozess: Endloses Wachstum zu niedrigen Kosten und hohen Profiten (in einer endlichen Welt). Wo nicht konsumiert wird, wird nicht produziert. Und wo nicht produziert wird, wird nicht gearbeitet. Die Folgen wären Massenentlassungen, die in eine wirtschaftliche und soziale Katastrophe führen würden. Ohne Wachstum, so kann festgehalten werden, kein Wohlstand im kapitalistischen Wirtschaftsprozess.
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