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Der „Clan“-Vorwurf als Waffe

Ein ungebetener Gast, eine Wahlparty: Seit dem Wahlsieg der Linken dient „Clan-Nähe“ als Argument im Machtkampf. Wie ein unscharfer Polizeibegriff zum politischen Etikett wird.

28.10.2026 Sulaiman Wilms 4 Min. Lesezeit Ausgabe 377
clan waffe macht

Foto: Rolf Kremming/Shutterstock

(Iz). Am 20. September 2026 wurde Die Linke mit 25,7 % stärkste Kraft in der Bundeshauptstadt. Am selben Abend stand Issa Remmo auf der Neuköllner Wahlparty. Die Partei erklärte, er sei nicht eingeladen gewesen und hinausgeschickt worden. 

Kurz darauf veröffentlichte sein Sohn Firas einen Chat, in dem der Bundestagsabgeordnete Ferat Koçak ihn bat, ein Video zu verbreiten, ausgerechnet eine Rede gegen den Begriff „Clankriminalität“. Der Abgeordnete nannte das einen Fehler, er sei „naiv und überfordert“ gewesen, und gab seinen Sitz im Innenausschuss auf.

Foto: Stefan Müller/Wikimedia Commons | Lizenz: CC BY 2.0

Eine Begrifflichkeit ohne Kontur

Der Strafrechtler Kilian Wegner hat 2023 im Verfassungsblog gezeigt, worauf das Wort beruht. Eine gesetzliche Definition gibt es nicht. Das BKA sprach 2018 von „ethnisch abgeschotteten Subkulturen“, seit 2021 von einem „gemeinsamen Abstammungsverständnis“.

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